Schornsteinfeger

Schornsteinfeger: Berufsprofil und Selbständigkeit

Mindestens einmal im Jahr steht er vor der Tür von Hausbesitzern: Der Schornsteinfeger. Was genau macht er eigentlich und wie sieht das Berufsprofil von Schornsteinfegern aus? Alles, was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie hier.

Ihn anzufassen soll Glück bringen. Dieser Aberglaube hält sich schon sehr lange und verschafft dem Schornsteinfeger meist einen freundlichen Empfang, wenn er zur jährlichen Messung vor der Tür steht. Seit dem 01.01.2013 hat sich in Deutschland das Schornsteinfeger-Recht grundsätzlich geändert. Das Monopol der Bezirksschornsteinfeger wurde weitgehend aufgelöst und ein freier Markt zugelassen.

Dies entspricht den europarechtlichen Vorgaben zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit. Schornsteinfeger erfüllen eine wichtige Aufgabe, sie sind für die Brandsicherheit zuständig und damit übernehmen sie große Verantwortung. Der Beruf ist anspruchsvoll, aber die Sonderstellung, die auch jetzt noch teilweise erhalten bleibt, gewährt Schornsteinfegern auch Freiheiten.

Wie genau aber sehen denn die Aufgaben von Schornsteinfegern aus? Was verdient man in diesem Beruf und welche Versicherungen sollte man als Schornsteinfeger unbedingt abschließen? Natürlich muss man sich auch die Frage stellen, ob man die nötigen persönlichen Voraussetzungen mitbringt, die man als Schornsteinfeger bei der Arbeit braucht. All dies und mehr beantworten wir Ihnen hier in unserem Berufsprofil Schornsteinfeger.

Aufgaben von Schornsteinfegern

Die Hauptaufgaben von Schornsteinfegern sind die Kontrolle und Reinigung von Feuerungs- und Lüftungsanlagen. Sie führen Immissionsmessungen an Feuerungsanlagen durch und beurteilen, ob die vorgeschriebene Höchstmenge an Schadstoffen eingehalten wird. Sie prüfen die Anlagen auf Brandsicherheit, stellen Mängel fest und ergreifen sofort Maßnahmen, um Gefahren abzuwehren. Sie prüfen, ob der Abzug von Verbrennungsgasen bei Gaswasserheizern und ähnlichen Anlagen einwandfrei funktioniert.

Schornsteinfeger verbessern die Nutzungsfähigkeit bestehender Abgasanlagen und Rauchableitungen und wirken zudem bei der baurechtlichen Abnahme von Feuerungsanlagen nach dem Neubau oder bei baulichen Veränderungen mit. Schornsteinfeger erstellen nach getaner Arbeit Mess- und Mängelberichte. Sie beraten Kunden hinsichtlich Fragen zum Brandschutz und zur Energieeinsparung. Schornsteinfeger geben außerdem Tipps zur Beantragung von Fördergeldern für Umweltschutzmaßnahmen und ähnliches.

Beruf Schornsteinfeger: Persönliche Voraussetzungen

Als Schornsteinfeger muss man eine hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft mitbringen. Die Arbeit kann körperlich sehr fordernd sein, deshalb ist auch eine gute körperliche Konstitution gefragt. Bei schwierigen Reinigungsarbeiten ist häufig Ausdauer erforderlich, außerdem braucht der Schornsteinfeger eine gute Körperbeherrschung, da Absturzgefahr aus großer Höhe droht. Schwindelfreiheit ist hier natürlich unbedingt erforderlich. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind ebenfalls Grundvoraussetzungen.

Außerdem muss man sich als Schornsteinfeger darauf einstellen, dass der Lernprozess nie endet. Neue Verordnungen zu Brand- und Umweltschutz muss ein Schornsteinfeger kennen und natürlich auch anwenden. Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungsfähigkeit, sowie größte Sorgfalt und Umsicht sind bei der Arbeit ebenfalls gefragt. Um wärmetechnische Berechnungen leisten zu können, sollten Schornsteinfeger ein gutes mathematisches Verständnis mitbringen. Im Umgang mit den Kunden sind Kommunikationsgeschick, sowie ein offenes Wesen von Vorteil.

Arbeitsbedingungen von Schornsteinfegern

Schornsteinfeger arbeiten überwiegend beim Kunden vor Ort an Heizungsanlagen und auf Dächern. Dort sind sie der Witterung ausgesetzt und es besteht Absturzgefahr. In engen Heizungskellern müssen Schornsteinfeger häufig gebückt arbeiten. Sie sind Gasen, Rauch und Staub ausgesetzt und müssen bei der Arbeit häufig Schutzkleidung, -helm und -brille tragen.

Prüfberichte verfassen sie in Büroräumen. Ein großer Teil der Arbeit wird mit der Hand ausgeführt, aber es kommen auch technische Anlagen zum Einsatz. Schornsteinfeger tragen für Menschen und Umwelt eine nicht zu unterschätzende Verantwortung. Deshalb müssen Sie stets sorgfältig arbeiten und auf die Einhaltung der Sicherheits- und Brandschutzvorschriften penibel achten.

Beruf Schornsteinfeger: Verdienstmöglichkeiten

Was man als Schornsteinfeger verdient, hängt vor allem von Ausbildung und Erfahrung ab. In der Ausbildung zum Schornsteinfeger-Gesellen ist im ersten Lehrjahr ein Lohn um 500 Euro üblich, der steigert sich bis zum Ende der Ausbildung meist auf etwa 650 Euro. Nach abgeschlossener Ausbildung erhält man meist um 1800 Euro Bruttoverdienst im Monat. Das Gehalt kann sich im Laufe der Jahre auf bis zu 2600 Euro steigern. Das Gehalt hängt natürlich auch und vor allem vom Arbeitgeber ab und von der Region, in der man arbeitet.

Will man sich als Schornsteinfeger-Meister selbständig machen, kann der Verdienst sehr viel höher ausfallen. Einkommen zwischen 4000 und 5000 Euro sind hier durchaus denkbar, zumindest wenn man einen eigenen Kehrbezirk bekommt. Wie Sie sich als Schornsteinfeger erfolgreich selbständig machen, lesen Sie unter Schornsteinfeger Selbständigkeit

Wichtige Versicherungen für Schornsteinfeger

Die Arbeit von Schornsteinfegern ist nicht ungefährlich. Fällt ein Werkzeug vom Dach und verletzt einen Passanten oder auch nur ein parkendes Auto, kann man den Schornsteinfeger dafür in Haftung nehmen; ebenso für falsche Beratungen hinsichtlich Energieeinsparungen und andere Fehler, die jedem passieren können. Das Problem ist, dass es schnell richtig teuer wird und damit die berufliche Existenz in Gefahr ist.

Eine Berufshaftpflichtversicherung für selbständige Schornsteinfeger ist daher überaus ratsam. Sie prüft im Schadensfall, ob eine Pflicht zur Kostenübernahme besteht und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Ist der Schornsteinfeger zur Haftung verpflichtet, übernimmt die Berufshaftpflichtversicherung die anfallenden Kosten, wie z.B. Schadensersatz, Schmerzensgelder und Heilbehandlungskosten. Weitere Informationen finden Sie unter Berufshaftpflichtversicherung für Schornsteinfeger.

Die hohe Unfallgefahr, der Schornsteinfeger ausgesetzt sind, sollte nicht unterschätzt werden; ebenso wenig wie die weiteren Strapazen wie Wind, Kälte und Hitze, die auf Schornsteinfeger in ihrem Beruf warten. Jahrelanges Arbeiten im Freien, auf Dächern und in staubigen Kellern kann zur körperlichen Überbelastung führen. Auch vom Beruf unabhängig entstehende Krankheiten oder Unfälle können von einer auf die andere Minute die eigene Arbeitskraft in Frage stellen.

Wer berufsunfähig wird, der sollte wissen, wie es finanziell weiter geht. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist dabei für Schornsteinfeger nicht so leicht zu haben, denn die Gefahren, die der Beruf birgt, führen dazu, dass die Tarife häufig sehr teuer sind. Ein Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Schornsteinfeger hilft Ihnen sich einen guten Überblick über das Angebot zu verschaffen. Alternativ kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Erwägung gezogen werden.

Welche Versicherungen benötigt ein Schornsteinfeger

Berufshaftpflichtversicherung Schornsteinfeger

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Schornsteinfeger

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufshaftpflicht für Schornsteinfeger

Die Arbeit von Schornsteinfegern ist nicht ungefährlich. Fällt ein Werkzeug vom Dach und verletzt einen Passanten oder beschädigt ein parkendes Auto, kann man den Schornsteinfeger dafür in Haftung nehmen; ebenso für falsche Beratungen hinsichtlich Energieeinsparungen. Eine Berufshaftpflichtversicherung für selbständige Schornsteinfeger ist überaus ratsam.