Redakteur Selbständigkeit

Selbständig werden mit einem Redaktionsbüro

Die Chancen auf eine Festanstellung werden für Journalisten und Redakteure immer schlechter. Eine Möglichkeit wieder selbst mitzugestalten, statt ständig nur Klinken zu putzen, ist die Gründung eines eigenen Redaktionsbüro. Wir sagen Ihnen hier, wie das gehen kann.

Redakteure sind es von jeher gewohnt eigenverantwortlich zu arbeiten, auch wenn sie fest angestellt sind. Sie übernehmen täglich Verantwortung für Inhalte und Gestaltung und tragen damit auch rechtliche Risiken. Warum also nicht auch auf eigene Rechnung tätig werden?

Für viele ist die Selbständigkeit heute die einzige Chance in diesem Beruf noch Geld zu verdienen, denn Anstellungen sind rar geworden und besonders im Bereich der Printmedien ist keine Besserung der Lage absehbar. Aber, wo eine Tür sich schließt, geht eine neue auf. Online-Publikationen boomen und es wird zunehmend Wert auf Layouts und Qualität bei der Recherche gelegt. Häufig werden Aufträge an freiberufliche Redakteure und Journalisten vergeben.

Wer ein eigenes Redaktionsbüro gründet, der kann verschiedene Kompetenzen bündeln und Kunden eine umfassende Dienstleistung anbieten. Layout, Bildsprache und Texte werden aus einem Guss angeboten und ergeben dann ein stimmiges Gesamtbild. Gefragt ist nicht nur Online-Redaktion, aber dieser Sektor gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir sagen Ihnen, wie Sie mit einem Redaktionsbüro als Redakteur erfolgreich selbständig werden.

Redakteur Selbständigkeit: Qualifikation und Ausbildung

Redakteure sind Journalisten. Die Redaktionsarbeit lernen sie meist im Wege eines Volontariats kennen. Das heißt üblich ist in diesem Beruf entweder ein abgeschlossenes Studium im Bereich Journalismus oder Medienwissenschaften oder der Besuch einer Journalistenschule. Der Zugang ist sowohl fürs Studium als auch für den Besuch der Journalistenschule begrenzt. Ein festgelegter Numerus Clausus oder aber ein von der Schule bestimmtes Auswahlverfahren ist die Regel. An den Journalistenschulen ist es üblich, dass eine Arbeitsprobe eingereicht werden muss.

Journalist und Redakteur sind keine rechtlich geschützten Begriffe, man kann sich also auch ohne Ausbildung so nennen, allerdings hat man ohne Fachwissen und Erfahrung am Markt keine Chancen. Bevor man ein eigenes Redaktionsbüro eröffnet, empfiehlt es sich Berufserfahrung zu sammeln, entweder als Freelancer oder als Angestellter. Dabei lassen sich auch erste wichtige Kontakte knüpfen, denn die sind in diesem Beruf unerlässlich. Auch bei der Wahl der Mitarbeiter und ggf. Mitgründer sollte man auf Fachkompetenz und Erfahrung setzen. Ein Redaktionsbüro braucht gute Texter, Journalisten, Bildredakteure und unter Umständen auch Übersetzer. Sie alle sollten Ihre Vorstellungen von Qualität in ihrer Arbeit widerspiegeln können. 

Redakteur in eigenem Redaktionsbüro: Konzept und Rechtsform

Die Konkurrenz unter den Redaktionsbüros ist groß. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem eigenen Konzept von der Masse abzuheben. Grundsätzlich ist es sinnvoll sich auf spezielle Bereiche zu spezialisieren. Nur dann ist man in der Lage jederzeit eine hohe Qualität der Arbeit abzuliefern und Kunden auch langfristig an sich zu binden. Die Erstellung eines Businessplans hilft einem von vagen Vorstellungen zu konkreten Ideen zu kommen. Auch mit der finanziellen Seite des Vorhabens muss man sich hierbei auseinandersetzen.

Sie müssen genügend Geldmittel für die Büroausstattung aufbringen können und zusätzlich damit rechnen, dass Ihre Aufträge nicht von Anfang an reichen werden, um kostendeckend zu arbeiten. Sie sollten einige Monate auch ohne Gewinne überbrücken können. Schließen sich mehrere freie Journalisten zusammen, um ein Redaktionsbüro zu gründen, dann ist die Wahl der Rechtsform in vielerlei Hinsicht entscheidend. Sie hat zum Beispiel große Auswirkungen auf steuerliche Fragen. Deshalb ist eine steuerliche Beratung, ebenso wie der Besuch eines Existenzgründer-Seminars dringend zu empfehlen.

Selbständigkeit Redakteur: Gewerbeanmeldung und Behördengänge

Auch wenn die Tätigkeit von freien Journalisten eine freiberufliche im Sinne des § 18 EStG ist, kann bei Gründung eines Redaktionsbüros eine Gewerbeanmeldung erforderlich werden. Dann sind die erzielten Umsätze auch gewerbesteuerpflichtig. Hier ist die Betrachtung im Einzelfall entscheidend. PR-Beratungen zum Beispiel unterliegen der Gewerbesteuerpflicht. Auch hier ist es ratsam, sich in Steuerfragen vorab beraten zu lassen. Ist eine Gewerbeanmeldung erforderlich, wird diese bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung vorgenommen.

Davon wird dann das Finanzamt, sowie die zuständige Kammer und die Berufsgenossenschaft in Kenntnis gesetzt. Eine freiberufliche Tätigkeit muss nicht bei der Gemeinde gemeldet werden, aber dem Finanzamt innerhalb von vier Wochen nach der Aufnahme mitgeteilt werden. Eine Anmeldung bei der Verwertungsgesellschaft Wort und Bild sichert Ihnen als Journalist und Autor die Rechte an den erstellten Texten und Bildern zu. Nach einem bestimmten Aufteilungsschlüssel werden Ihnen jährlich Gelder ausgeschüttet, die von den Verwertern solcher künstlerischer Leistungen gezahlt werden.

Wichtige Versicherungen für Redakteure

Welche Versicherungen benötigt ein Redakteur

Berufshaftplicht für Journalisten

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Redakteur

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Berufshaftpflichtversicherung für Journalisten

Journalisten tragen täglich ein hohes Haftungsrisiko. Werden Persönlichkeits- oder Urheberrechtsverletzungen von Dritten geltend gemacht, kann das schnell sehr teuer werden. Freie Journalisten sollten daher unbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung für Journalisten abschließen.