Metzgerei Selbständigkeit

Selbständig machen mit einer Metzgerei

Viele Deutsche kaufen ihr Fleisch mittlerweile beim Metzger ihres Vertrauens, weil sie Wert auf Qualität legen. Wenn Sie sich als Metzger mit einer eigenen Metzgerei erfolgreich selbständig machen wollen, müssen Sie mit guten Produkten und persönlicher Beratung überzeugen.

Auch wenn sich mit Veganern und Vegetariern eine Bewegung formiert hat, die nicht mehr zu übersehen ist, leben nur etwa 8% der Deutschen tatsächlich vollständig vegetarisch oder vegan. Für alle anderen gehören Fleisch- oder Wurstwaren zu einem guten Essen einfach dazu. Aber auch bei den Verfechtern des Fleischkonsums hat sich einiges getan: Viele entscheiden sich bewusst für Bio-Fleisch oder Fleisch, dessen Herkunft sie kennen.

Der Metzger um die Ecke ist da ein beliebter Ansprechpartner. Wer sich und seinen Betrieb gut vermarktet und qualitativ hochwertige Waren anbietet, der kann vom Betreiben einer Metzgerei gut leben.  Bevor man sich zum gewaltigen Schritt einer Gründung entschließt, sollte man immer einen Businessplan erstellen.

Dieser hilft einen Überblick über die Kosten und Risiken des Unternehmens zu bekommen, ebenso kann man die Chancen erkennen. Um Fördermittel oder Darlehen beantragen zu können, ist ein Businessplan außerdem notwendig. Welche wichtigen Punkte Sie beachten müssen, wenn Sie als Metzger selbständig werden wollen und wie Sie die nötigen Qualifikationen erwerben, lesen Sie im Folgenden.

Metzgerei Selbständigkeit: mit und ohne Meistertitel

Der Beruf des Metzgers gehört zu den zulassungspflichtigen Berufen gemäß Anlage A zur Handwerksordnung. Das heißt eine selbständige Ausübung des Berufs ist grundsätzlich nur mit einem erworbenen Meistertitel möglich. Allerdings gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Es ist auch möglich eine Metzgerei zu eröffnen, wenn man einen Metzgermeister einstellt und ihm die handwerkliche Leitung des Betriebs überträgt.

Außerdem gibt es die sogenannte Alt-Gesellen-Regelung. Diese besagt, dass Metzgergesellen, die mindestens sechs Jahre in diesem Beruf gearbeitet haben und davon mindestens vier Jahre in leitender Position, die Erlaubnis erhalten können eine eigene Metzgerei zu gründen. Um einen Meistertitel zu erwerben, muss man zunächst eine dreijährige Ausbildung zum Metzgergesellen machen.

Auch eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Beruf und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung als Metzger können zur Weiterbildung berechtigen. Die Weiterbildung kann in Vollzeit oder Teilzeit besucht werden und dauert je nach Bildungsanbieter und Form unterschiedlich lang. Die Kosten betragen in der Regel zwischen 2000 und 3000 Euro.

Selbständig mit eigener Metzgerei: Räumliche Anforderungen und Standort

Die Standortwahl ist ein entscheidender Faktor für die Umsätze, die Sie erwirtschaften können. Eine gute Verkehrsanbindung, ausreichende Parkplätze und umliegende andere Geschäfte sind wichtig. Außerdem sollten Sie, bevor Sie sich für einen Ort entscheiden, die Sozial- und Altersstruktur am Ort kennen und die Konkurrenzsituation beobachten. Manchmal belebt Konkurrenz das Geschäft. Ist man aber schon der vierte Metzger im Umkreis, kann es sein, dass es hier einfach für keinen reichen kann.

Auch an die Räume in einer Metzgerei werden wegen der hygienischen Erfordernisse hohe Ansprüche gestellt.  Es muss ein Kühlraum vorhanden sein, sowie Personalräume und -toiletten. In Bereichen, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird, müssen Böden, Flächen und Wände einfach zu reinigen und zu desinfizieren sein. Handwaschbecken müssen in diesen Bereichen in ausreichender Zahl vorhanden sein.

Wird im Betrieb selbst geschlachtet, getrocknet gepökelt oder geräuchert, sind dafür jeweils geeignete Räume vorzuhalten. Auch hier gelten die Hygienebestimmungen. Die Einhaltung der Bestimmungen werden regelmäßig vom Gesundheitsamt kontrolliert. Im Betrieb selbst müssen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Gefahrenabwehr getroffen werden. Tipps und Hinweise, sowie die ausführliche Regelung, finden Sie beim Deutschen Fleischer Verband und bei den Gesundheitsämtern.

Selbständigkeit Metzgerei: Gewerbeanmeldung und Behördengänge

Das Handwerk muss zunächst in die Handwerksrolle eingetragen werden. Danach kann die Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erfolgen. Hiervon werden das Finanzamt, sowie die Berufsgenossenschaft und die zuständigen Gesundheitsbehörden in Kenntnis gesetzt. Als Handwerksbetrieb sind Sie in der Handwerkskammer beitragspflichtig.

Mit Verabschiedung des Hygienepakets 2006 sind Metzger verpflichtet eine EU-Zulassung zu beantragen, auch wenn die Produkte nicht exportiert, sondern nur auf den deutschen Markt gebracht werden. Für die Erteilung der Zulassung sind häufig die Landratsämter zuständig, dies kann aber von Bundesland zu Bundesland variieren. Weitere Informationen zur Zulassung finden Sie bei den Fleischer-Verbänden und bei den Landesinnungen. Auch eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz ist für Sie und alle Mitarbeiter erforderlich.

Wichtige Versicherungen für Metzger

Welche Versicherungen benötigt ein Metzger

Betriebshaftpflichtversicherung für Metzger

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Metzger

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Betriebshaftpflicht für Metzgereien ein Muss

Wer Lebensmittel handelt, übernimmt immer auch eine große Verantwortung für die Gesundheit der Verbraucher. Können Ihnen oder Ihren Mitarbeitern Hygienemängel vorgeworfen werden, dann sind Sie schnell in der Pflicht Geschädigten Schadensersatz zu leisten.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung für die Metzgerei ist daher ein absolutes Muss.