Apotheker

Apotheker: Berufsprofil und Selbständigkeit

Auch heute noch ist der Beruf des Apothekers beliebt. Er verspricht Anspruch, Abwechslung und ein gewisses Prestige. Wie das Berufsprofil von Apothekern genau aussieht, lesen Sie hier.

Lange Zeit war der Apotheker im Ort der Ansprechpartner in allen Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden. Heute googeln viele Menschen ihre Symptome und landen dann von einem Horrorszenario im nächsten. Trotzdem sind Apotheker weiterhin unerlässlich, um eine fundierte und realitätsnahe Beratung sicherzustellen.

Sie unterstützen mit ihrer Arbeit Ärzte und beraten Kunden hinsichtlich der Selbstmedikation in bestimmten Situationen. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und man braucht gute Kenntnisse allen Bereichen der Naturwissenschaften, um sie abschließen zu können. Mehr als 60.000 Pharmazeuten gab es laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA)  zum Ende des Jahres 2014 in Deutschland. Keine kleine Zahl.

Der größte Teil der Pharmazeuten arbeitet in öffentlichen Apotheken, davon sind wiederum 70% Frauen. Es gibt aber auch andere Beschäftigungsfelder und -orte für Apotheker. Welche Aufgaben Apotheker übernehmen, wie die Arbeitsbedingungen sind, welche Versicherungen Apotheker brauchen und viele weitere wichtige Informationen können Sie hier in unserem Berufsprofil Apotheker nachlesen.

Aufgaben von Apothekern

Wie die Aufgaben von Apothekern im Alltag aussehen, hängt ganz davon ab, wo sie beschäftigt sind. In öffentlichen Apotheken und in Krankenhausapotheken beraten Apotheker Kunden und Patienten hinsichtlich Dosierung und Wirkungsweise von verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten und geben diese sachgerecht ab. Sie erläutern, welche Nebenwirkungen bei der Einnahme auftreten können und geben Anleitungen zur Aufbewahrung der Arzneien. In Krankenhausapotheken wirken Apotheker auch bei der Planung der erforderlichen Medikamentenabgabe an Patienten mit.

Außerdem stellen Apotheker selbst Arzneimittel in meist geringen Mengen her. Sie führen toxikologische Untersuchungen durch und stellen die Qualität der vorgehaltenen Mittel sicher. Auch Beratungen hinsichtlich Ernährungsfragen werden von Apothekern häufig durchgeführt. In der Pharmazie- und Chemieindustrie arbeiten Apotheker an der industriellen Fertigung von Medikamenten mit und führen auch hier stetig Qualitätskontrollen durch.

Sie wirken bei Verfahren der Arzneimittelzulassung und -registrierung mit und übernehmen Aufgaben im Bereich der Arzneimittelsicherheit. Auch der Vertrieb und das Produktmanagement können in ihren Aufgabenbereich fallen. In Forschung und Lehre sind Apotheker an der Entwicklung von Produkten beteiligt und geben ihr Wissen an Studierende weiter. Sie halten Vorlesungen und geben Seminare und wirken außerdem bei der Planung und Durchführung medizinischer Studien mit.

Beruf Apotheker: Persönliche Voraussetzungen

Wer mit dem Gedanken spielt Apotheker zu werden, der sollte sich für Chemie, Biologie und Mathematik begeistern können. Im Beruf ist vor allem sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten gefragt. Die Abgabe von Medikamenten, die richtige Dosierung und Aufbewahrung, all diese Faktoren haben Einfluss auf die Wirkungsweise der Arzneimittel und damit direkt auf den Gesundheitszustand derjenigen, die sie einnehmen. Das heißt, dass fehlerhaftes Arbeiten eines Apothekers immense gesundheitliche Folgen haben kann.

Apotheker sollten immer die neuesten Forschungserkenntnisse verfolgen und damit eine adäquate Beratung der Kunden sicherstellen. Lebenslanges Lernen ist also in diesem Beruf vorprogrammiert. Im täglichen Umgang mit Kunden sollten Apotheker kontaktfreudig und kommunikationsbereit sein. Die Fragestellung ist häufig sehr privat, Verschwiegenheit ist daher oberstes Prinzip. Apotheker fallen genau wie Ärzte unter die Schweigepflicht und können beim Verletzen dieser rechtlich belangt werden. Außerdem ist Einfühlungsvermögen gefragt, um den Kunden eine vertrauensvollen Beratungssituation bieten zu können.

Arbeitsbedingungen von Apothekern

Apotheker müssen bei ihrer Arbeit das Arzneimittelrecht beachten. Sie tragen eine hohe Verantwortung für Personen und müssen deshalb jederzeit konzentriert und sorgfältig arbeiten. Beim Herstellen von Salben, Tabletten und Tinkturen ist Präzisionsarbeit gefordert. Es muss exakt gemessen und gewogen werden. Dabei haben Apotheker häufig auch Umgang mit Chemikalien und müssen sich mittels Schutzkleidung und Mundschutz vor dem Kontakt mit ätzenden Lösungen und Bakterien schützen. Die Arbeit von Apothekern findet überwiegend in Verkaufsräumen, aber auch in Laboren und in Lagerräumen statt. Die Arbeitszeiten sind in der Regel an die Ladenöffnungszeiten angelehnt. Im Angestelltenverhältnis ist oft auch das Arbeiten in Teilzeit möglich.

Beruf Apotheker: Verdienstmöglichkeiten

Der durchschnittliche Bruttoverdienst von in Vollzeit beschäftigten, angestellten Apothekern liegt in der Regel zwischen 3200 und 3900 Euro brutto im Monat. Als selbständiger Apotheker mit einer eignen Niederlassung kann der Verdienst auch noch etwas höher ausfallen. Da aber für verschreibungspflichtige Präparate eine Preisbindung existiert, ist hier die Gewinnspanne begrenzt. Der Verkauf von nicht-rezeptpflichtigen Kosmetika und Arzneien ist somit ein wesentlicher Umsatz-Faktor.

In der Pharmaindustrie ist ein Bruttoverdienst bis zu 5000 Euro keine Seltenheit, allerdings ist hier häufig auch die Arbeitsbelastung wesentlich größer. Sollten Sie sich Gedanken über eine eigene Niederlassung als Apotheker machen, dann ist sicher nicht nur der Verdienst ein Entscheidungsfaktor. Lesen Sie hier, was Sie alles wissen müssen, wenn Sie sich als Apotheker selbständig machen wollen.

Versicherungen für Apotheker

In einem Beruf, bei dem jeder noch so kleine Fehler immense Folgen haben kann, sollte man sich unbedingt selbst finanziell absichern. Eine Berufshaftpflichtversicherung für Apotheker ist dabei keine Möglichkeit, sondern eine Pflicht, um den Apotheker selbst, aber auch dessen Kunden im Schadensfall abzusichern. Es stellt sich daher nur die Frage, welcher Versicherer die Risiken tragen soll.

Für die Entscheidung ist neben den Leistungen natürlich auch der Preis entscheidend. Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleich der Berufshaftpflichtversicherungen für Apotheker durchführen, um einen guten Überblick über das derzeitige Angebot zu bekommen.

Neben dem Haftpflichtsektor, sollten Sie aber noch in einem anderen Bereich für finanzielle Sicherheit sorgen: im privaten. Was passiert, wenn Sie wegen einer Krankheit oder nach einem Unfall nicht mehr in der Lage sind Ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen? Wer als Apotheker selbständig ist, hat nicht einmal Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente. Die ist aber in der Regel ohnehin zu gering, um auch nur ansatzweise die Lebenshaltungskosten decken zu können.

Daher sollten sowohl Angestellte als auch Selbständige unbedingt mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für sich selbst und den schlimmsten Fall vorsorgen. Je früher diese abgeschlossen wird, umso günstiger ist sie. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende! Mehr Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Apotheker, finden Sie hier.

Wichtige Versicherungen für Apotheker

Welche Versicherungen benötigt ein selbständiger Apotheker?

Berufshaftpflichtversicherung für Apotheker

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Apotheker

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhaltsversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Als Apotheker: Unbedingt Berufshaftpflicht abschließen!

In einem Beruf, bei dem jeder noch so kleine Fehler immense Folgen haben kann, sollte man sich unbedingt selbst finanziell absichern. Eine Berufshaftpflichtversicherung für Apotheker ist dabei keine Möglichkeit, sondern eine Pflicht, um den Apotheker selbst, aber auch dessen Kunden im Schadensfall abzusichern. Es stellt sich daher nur die Frage, welcher Versicherer die Risiken tragen soll.