BU Risikogruppe

Versicherungen tarifieren nach der BU Risikogruppe

Eines der wichtigsten Merkmale bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der ausgeübte Beruf, den der Versicherer einer von mehreren BU Risikogruppen zuordnet. Die Risikogruppe gibt dabei die Gefährlichkeit des Berufes an. Doch Vorsicht: Jeder Versicherer arbeitet mit eigenen Risikogruppen, denn die Versicherer dürfen die BU Risikogruppen frei einteilen.

BU Risikogruppe Brauer
Brauer und Mälzer sind in der BU Risikogruppe 4.

„Früher war alles besser“? Das sagt sich zumindest mancher Versicherungswillige, der heute eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte – denn mittlerweile ist der Dschungel aus unterschiedlichen Angeboten nahezu undurchdringlich geworden. Häufig locken die Versicherer mit günstigen Tarifen, doch ist der Interessent kein Musterkunde, muss er mehr zahlen oder wird sogar abgelehnt.

Schon kleinste Details können die Höhe der Versicherungsprämie beeinflussen. Dies gilt auch für das, neben dem Alter, wichtigste Kostenkriterium bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung, den Beruf: Wo einst vier bis sechs verschiedene Kategorien zur Einordnung des Berufsrisikos eines Interessenten existierten, arbeiten manche Versicherer heute bereits mit über zehn BU Risikogruppen. Dabei haben sie freie Hand, denn wie viele BU Berufsgruppen es geben darf, entscheidet jeder Versicherer selbst.

BU Risikogruppen: So bewerten die Versicherer

Meist werden Personen, die sich gegen Berufsunfähigkeit absichern wollten, in eine von sechs BU Risikogruppen eingeteilt: Wer vorwiegend geistig arbeitet, hat in den Augen der Versicherer ein geringes Berufsunfähigkeitsrisiko. Zu dieser Gruppe zählen viele akademische Berufe wie z.B. der des Rechtsanwaltes. Zu Personen mit normalem Berufsrisiko gehören solche mit einem administrativen oder kaufmännischen Beruf, sofern der Tätigkeitsschwerpunkt im Innendienst liegt.

Als körperlich anstrengend oder risikoreich gelten Berufe von Personen, die überwiegend handwerklich arbeiten, z.B. Friseure oder Lackierer; als besonders risikobehaftet werden meist handwerkliche Berufe betrachtet, die die regelmäßige Ausübung schwerer körperlicher oder risikoreicher Tätigkeiten erfordern. Die Versicherer sind jedoch nicht an die Einteilung in sechs Kategorien gebunden: Es gibt sowohl Unternehmen, die ihre Kunden in lediglich drei Risikogruppen einteilen, als auch solche, die zur Einordnung von Berufen wesentlich mehr verwenden: Inzwischen erfolgt nämlich häufig eine weitere Unterteilung der bereits bestehenden BU Risikogruppen.

Es ist auch keine Seltenheit, dass der Versicherer eine Aufstellung und Häufigkeitsangabe einzelner Tätigkeiten verlangt, falls sich das jeweilige Berufsbild komplexer gestaltet; der Versicherer trägt somit der Vielgestaltigkeit eines Berufes Rechnung. Je nachdem, in welche Risikogruppe ein Versicherter fällt, muss er mehr oder weniger Beiträge zahlen – höhere Beiträge werden natürlich auf die Berufe mit höherem Risikofaktor erhoben. Durch die unterschiedliche Einordnungspolitik der Versicherungen kann es jedoch passieren, dass ein Unternehmen mehr Beiträge verlangt als ein anderes. Andererseits muss eine vermeintlich schlechtere Einstufung bei einem Versicherer nicht zwangsläufig von Nachteil sein, falls dieser generell geringere Beiträge erhebt.

Vor dem Abschluss gründlich vergleichen und Angebote einholen

Aus den genannten Gründen ist es besonders wichtig, vor der endgültigen Entscheidung für eine bestimmte Berufsunfähigkeitsversicherung die Tarife miteinander zu vergleichen. Da jede Versicherung schon bei der Bildung von BU Risikogruppen eigene Maßstäbe anlegt, sind Beitragsunterschiede geradezu unvermeidlich.

Zu den beruflichen Merkmalen, die für eine Einstufung entscheidend sind, gesellen sich weitere individuelle Faktoren wie Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gefährliche Hobbys des Antragstellers, die von den Unternehmen nicht selten sehr unterschiedlich beurteilt werden. Den genauen Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfährt man jedoch immer erst beim Antrag – und den sollte man, wie der Bund der Versicherten empfiehlt, am besten mithilfe eines Versicherungsmaklers stellen. Dieser hat auch die Möglichkeit, eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen und so zu verhindern, dass die Daten des Antragstellers im sogenannten Hinweis- und Informationssystem der Versicherungen (HIS) gespeichert werden. Da alle Versicherer Zugriff auf HIS haben, ist es unwahrscheinlich, dass ein einmal abgelehnter Interessent, der namentlich bekannt ist, noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhält.

BU Versicherungsvergleich ist bei manchen Berufen besonders wichtig

Einige Berufe gelten vielen Versicherern von vornherein als schlecht oder gar nicht versicherbar – sie fallen dann ganz durch das Raster der Versicherung. Dazu zählen unter anderem Künstler wie z.B. Musiker, bei denen bereits eine kleine Verletzung zur Berufsunfähigkeit führen kann. Auch Lehrer haben es oft schwer, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, da sie häufig psychisch erkranken. Gerade Angehörige solcher BU Risikogruppen sollten sich aber gründlich bei den Anbietern umsehen und die BU Beiträge vergleichen. Aufgrund der in der Branche teils stark divergierenden Kategorisierungen und Versicherungsbedingungen können sie bei manchen Versicherern doch noch zu annehmbaren Konditionen versichert werden.

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen berufsspezifischen BU Vergleich an. Achten Sie bei der Berufsangabe bitte auf eine möglichst präzise Berufsbeschreibung.

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