Berufsunfähigkeit Bautechniker
Durchschnittliches BU-Risiko für Bautechniker
Die Aufgabenfelder eines Bautechnikers sind unterschiedlich gestaltet. Doch obwohl auch die Planung und Organisation zu den Tätigkeitsfeldern gehört, wird das Berufsrisiko für Bautechniker durchschnittlich in die Risikogruppe 3 eingeordnet.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mittleres BU-Risiko für Bautechniker: Der Beruf Bautechniker wird von den Versicherern mehrheitlich in die Risikogruppe 3 eingestuft.
- BU-Hauptursachen: Häufige Ursachen sind psychische Belastungen, Rückenschäden und Unfälle auf Baustellen.
- Wie viel kostet die BU-Versicherung? Die monatlichen Beiträge für Bautechniker/innen* liegen je nach Versicherer zwischen 52 EUR und 141 EUR.
- Sparpotenzial: Nicht alle Versicherer schätzen das berufsspezifische Risiko für Bautechniker gleich ein. Der BU-Vergleich hilft Ihnen bei der Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung.
BU-Risikoeinstufung für den Beruf Bautechniker
Das Tätigkeitsprofil eines Bautechnikers ist bei der Bewertung des Berufsunfähigkeitsrisikos ausschlaggebend. Bewegt sich ein Bautechniker zum Beispiel zum Großteil zur Überwachung und Durchführung von Baumaßnahmen auf Baustellen steigt das berufsunfähigkeitsrelevante Unfallrisiko.
Hier ist es also wichtig, dem Versicherer durch eine genaue Tätigkeitsbeschreibung die Möglichkeit zu geben, das Berufsunfähigkeitsrisiko genau einschätzen zu können um höhere Beiträge zu vermeiden.
Eine weitere Möglichkeit, überteuerten BU-Tarifen aus dem Weg zu gehen, ist der Abschluss einer sogenannten berufsspezifischen Versicherung.
Diese ist so gestaltet, dass sie die Anforderungen des jeweiligen Berufs genau abdeckt, auch wenn verschiedene Tätigkeitsprofile vorhanden sind.
Bautechniker werden von den Versicherungen mehrheitlich in die BU-Risikogruppe 3 eingestuft.
BU-Risikogruppe Bautechniker
Achtung: Jede Versicherung teilt die Berufe (hier: Bautechniker) anhand eigener Statistiken selbst in Risikogruppen ein.
So kann es dazu kommen, dass Bautechniker zwar überwiegend in die Risikogruppe 3, in Ausnahmefällen aber auch in die Risikogruppe 2 oder 4 eingestuft werden.
Je höher die Risikogruppe, desto höher ist der monatliche Beitrag. Es lohnt sich daher, die Versicherungen untereinander zu vergleichen, um so die Berufsunfähigkeitsversicherungen zu finden, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Wie viel kostet eine BU für Bautechniker?

*Dem BU-Vergleich für Bautechniker liegen folgende Annahmen zugrunde: Alter 30 Jahre, Nichtraucher/in, BU-Rentenhöhe 1.500 EUR/Monat, mittlerer Anteil an Bürotätigkeit und Absicherung bis zum 65. Lebensjahr.
Der monatliche Beitrag* für eine/n Bautechniker/in liegt zwischen 52 EUR und 141 EUR. Wie kommt es zu so großen Beitragsunterschieden? Das liegt unter anderem an der nicht einheitlichen Risikobewertung des Berufs Bautechniker – jede Versicherung nutzt eine eigene Risikogruppierung der Berufe.
Wie viel wird Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung kosten? Um Ihren genauen Beitrag zu erfahren, nutzen Sie am besten den Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen bzw. wenden Sie sich direkt an einen Versicherungsberater oder die gewünschte Versicherungsgesellschaft.
BU-Vergleich für Bautechniker
Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen BU-Versicherung für Bautechniker zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen kostenfreien Versicherungsvergleich an.
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Berufsbezogene BU-Ursachen
Neben den allgemeinen Berufsunfähigkeitsrisiken, wie Krebserkrankungen oder Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats, spielen für Bautechniker berufsspezifische Risiken eine besondere Rolle. Nachfolgend haben wir Ihnen berufsbezogene Risiken zusammengefasst.
Unfallrisiko auf Baustellen: Bautechniker sind regelmäßig auf Baustellen unterwegs, um Baufortschritte zu kontrollieren oder Messungen vorzunehmen. Dabei besteht ein erhöhtes Risiko für Stürze von Gerüsten, Unfälle mit Maschinen oder herabfallende Gegenstände. Solche Verletzungen können dauerhafte Bewegungseinschränkungen oder chronische Schmerzen verursachen.
Rückenschäden durch ungünstige Körperhaltungen: Bautechniker müssen häufig Baupläne, Messgeräte oder Baumaterial transportieren. Zusätzlich erfordern Vermessungsarbeiten oder Inspektionen oft gebückte oder kniende Körperhaltungen, die den Rücken und die Gelenke stark belasten. Dies kann langfristig zu Bandscheibenvorfällen oder chronischen Schmerzen führen.
Psychische Belastung durch hohe Verantwortung und Zeitdruck: Bautechniker müssen oft zwischen Bauunternehmen, Architekten und Bauherren vermitteln. Enge Zeitpläne, Bauverzögerungen oder unerwartete Mängel erzeugen hohen Stress. Langfristig kann dies zu Burnout, Schlafstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen führen, die die Berufsausübung erschweren.
Das Risiko, noch vor der Altersrente berufsunfähig zu werden, ist höher, als die meisten vermuten und wird demzufolge auch stark unterschätzt. In Deutschland wird nahezu jeder vierte Arbeitnehmer berufsunfähig.
Die drei häufigsten allgemeinen Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind:
- Psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen
- Erkrankungen von Skelett, Muskeln und Bindegewebe
- Krebs
Leider gibt es keinen effektiven Schutz vor einer Berufsunfähigkeit – es kann tatsächlich jeden treffen. Auch immer häufiger treten die sogenannten Schreibtischberufe in den Berufsunfähigkeitsstatistiken auf. Insbesondere Krankheiten wie Burnout und Depressionen lösen die rein physischen BU-Auslöser ab.
BU-Infothek Bautechniker
Grundsätzlich sollte jeder Berufstätige eine BU-Versicherung abschließen, denn im Ernstfall kann Sie die Versicherung vor dem finanziellen Ruin retten. Wenn Sie als Bautechniker auf Baustellen unterwegs sind, besteht sogar ein erhöhtes BU-Risiko. Doch auch wenn Sie „nur“ im Büro arbeiten, können Sie z.B. durch eine Krebserkrankung berufsunfähig werden. Außerdem zahlt die BU auch bei Berufsunfähigkeit infolge von Freizeitunfällen.
Aufgabenfeld: Bautechniker befassen sich mit der Planung, Durchführung, Überwachung und Dokumentation von Baumaßnahmen. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Durchführung von Ausschreibungen und die Anfertigung von Bauzeichnungen.
Auch das Erstellen von Leistungsbeschreibungen, baustatische und bautechnische Berechnungen, die Vergabe von Bauleistungen sowie die Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung gehören zu den Aufgaben von Bautechnikern. Ferner sind Bautechniker in die Planung und Ausführung von Baumaßnahmen eingebunden.
Arbeitsplatz: Bautechniker führen ihre Tätigkeit sowohl im Büro als auch auf der Baustelle aus, wo sie bautechnische Maßnahmen überwachen. Wer staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Bautechnik (so die offizielle Bezeichnung) werden möchte, kann sich dazu im Rahmen einer Vollzeit-Weiterbildung (Dauer: 2 Jahre) oder einer Teilzeit-Weiterbildung (Dauer: 4 Jahre) an Fachschulen qualifizieren.
Beschäftigungsverhältnis: Bautechniker arbeiten hauptsächlich als Angestellte im Ausbaugewerbe, in Hoch- und Tiefbauunternehmen, Ingenieurbüros, Klempnereien, Altbausanierungs-, Elektroinstallations-, Garten- und Landschaftsbaubetrieben. Darüber hinaus können sie in der Immobilienwirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung (z.B. in Denkmalspflegeämtern) tätig sein. Eine Minderheit der Bautechniker arbeitet in einem selbstständigen Beschäftigungsverhältnis.
Wenn im Antrag nach psychischen Erkrankungen gefragt wird, dann ja. Beachten Sie allerdings auch den abgefragten Zeitraum: Wurden Sie z.B. vor zehn Jahren wegen Depressionen behandelt, müssen Sie das Krankheitsbild nicht angeben, wenn nur nach Krankheiten der letzten fünf Jahre gefragt wird.
