Gebäudeversicherung Schweden- und Holzhaus
Schweden-/Holzhausversicherung: Überblick und Vergleich
Wer ein Schweden- oder Holzhaus versichern möchte, erlebt oft eine Überraschung: Die Beiträge der Wohngebäudeversicherungen unterscheiden sich teils drastisch. Für ein und dasselbe Haus verlangen manche Versicherer nur wenige hundert Euro im Jahr – andere ein Vielfaches davon. Letzte Aktualisierung:
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Eklatante Beitragsunterschiede für Schweden-/Holzhäuser

Bei Wohngebäudeversicherungen für Schweden- und Holzhäuser fallen die Beitragsunterschiede zwischen den Anbietern besonders groß aus. Während einige Versicherer moderne Holzständer- und Schwedenhäuser inzwischen wie hochwertige Neubauten bewerten, kalkulieren andere weiterhin mit deutlich höheren Risiken.
Hintergrund sind vor allem unterschiedliche Einschätzungen beim Brandrisiko, bei möglichen Leitungswasserschäden und bei den Wiederaufbaukosten.
Hinzu kommt, dass viele Gesellschaften eigene Schadenstatistiken und unterschiedliche Bauartklassen verwenden. Dadurch kann dasselbe Haus bei einem Anbieter als normales Fertighaus gelten, bei einem anderen jedoch als erhöhtes Risiko.
Auch der Leistungsumfang spielt eine wichtige Rolle: Elementarschäden, Photovoltaik, Wärmepumpe oder grobe Fahrlässigkeit sind nicht überall automatisch mitversichert. Deshalb lohnt sich bei Holz- und Schwedenhäusern ein besonders genauer Vergleich der Tarife und Leistungen.
Die Beitragsunterschiede kommen typischerweise aus diesen Bereichen:
- Bauartklasse (entscheidend!)
- Brandrisiko-Bewertung
- Schadenstatistiken des Versicherers
- Regional- und Naturgefahren
- Versicherungsumfang
- Strategie des Versicherers
Bauartklasse: Einer der wichtigsten Faktoren
Versicherungen bewerten Häuser nach sogenannten Bauartklassen (BAK). Dabei spielt vor allem die Bauweise des Hauses eine große Rolle. Ein klassisches Massivhaus aus Stein oder Beton gilt bei vielen Versicherern noch immer als weniger risikoreich als ein Holzhaus.
Schweden- und Holzhäuser werden häufig eingeordnet als:
- Holzständerbau
- Fertighaus
- Leichtbauweise
- Holzrahmenbau
Genau hier beginnen oft die großen Unterschiede zwischen den Versicherern. Denn dieselbe Immobilie kann je nach Anbieter völlig unterschiedlich bewertet werden. Während ein Versicherer das Haus als modernes und sicheres Fertighaus einstuft, bewertet ein anderer die Bauweise als erhöhtes Brandrisiko. Die Folge sind teils enorme Beitragsunterschiede.
Vor allem ältere Versicherer kalkulieren Holzhäuser teilweise noch auf Grundlage früherer Brandstatistiken. Moderne Anbieter berücksichtigen dagegen häufiger die heutigen Bauweisen, verbesserten Brandschutzmaßnahmen und die hohe technische Qualität moderner Holz- und Schwedenhäuser.
Brandrisiko-Bewertung
Holzhäuser galten lange Zeit als besonders anfällig für Brandschäden. Deshalb stufen manche Versicherer diese Bauweise bis heute vorsichtiger ein als klassische Massivhäuser.
Moderne Schweden- und Holzhäuser haben mit diesen älteren Vorstellungen jedoch häufig nur noch wenig gemeinsam. Heute sorgen unter anderem folgende Faktoren für ein hohes Sicherheitsniveau:
- moderne Brandschutzplatten
- gut gedämmte und geschützte Konstruktionen
- zeitgemäße Elektrik
- deutlich strengere Bau- und Sicherheitsnormen
Trotzdem bewerten Versicherer diese Entwicklung nicht alle gleich. Während einige Anbieter moderne Holzhäuser inzwischen als normale Bauweise einstufen, kalkulieren andere weiterhin mit einem höheren Brandrisiko.
Dadurch kann dasselbe Haus bei einem Versicherer als „normales Risiko“ gelten – bei einem anderen dagegen als deutlich risikoreicher. Genau das führt oft zu Beitragsunterschieden von mehreren hundert Euro pro Jahr.
Schadenstatistiken des Versicherers
Jede Versicherung bewertet Risiken auf Grundlage ihrer eigenen Schadenstatistiken. Das bedeutet: Die Beiträge hängen nicht nur vom Haus selbst ab, sondern auch davon, welche Erfahrungen der jeweilige Versicherer in der Vergangenheit gemacht hat.
Hatte ein Anbieter beispielsweise viele Schäden bei Fertig- oder Holzhäusern, wirkt sich das oft direkt auf die Beitragshöhe aus. Dazu gehören zum Beispiel:
- häufige Leitungswasserschäden
- Schimmelprobleme
- hohe Brandschäden
- teure Wiederaufbaukosten
In solchen Fällen kalkulieren Versicherer vorsichtiger und verlangen höhere Beiträge – selbst dann, wenn das eigene Haus modern gebaut und technisch auf dem neuesten Stand ist.
Andere Versicherer haben dagegen gute Erfahrungen mit modernen Holz- und Schwedenhäusern gemacht oder bieten sogar spezielle Tarife dafür an. Deshalb können die Angebote verschiedener Versicherer für dasselbe Haus stark auseinanderliegen.
Die Leistungen sind oft gar nicht vergleichbar
Nicht jeder teure Tarif ist automatisch überteuert. Oft enthalten höherpreisige Wohngebäudeversicherungen deutlich mehr Leistungen und bieten einen umfangreicheren Schutz.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Elementarschäden wie Starkregen oder Überschwemmung
- Schutz bei grober Fahrlässigkeit
- Absicherung von Photovoltaikanlagen
- Versicherung der Wärmepumpe
- Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks
- Übernahme von Hotelkosten nach einem Schaden
- höhere Neuwertentschädigungen
- erweiterter Schutz bei Leitungswasserschäden
Dadurch wirken manche Tarife auf den ersten Blick deutlich teurer, bieten im Schadensfall aber oft wesentlich mehr Leistungen.
Strategie des Versicherers
Ein wichtiger Punkt wird oft unterschätzt: Nicht jede Versicherung möchte Holz- oder Schwedenhäuser aktiv versichern. Manche Anbieter kalkulieren diese Bauweise bewusst vorsichtiger – oder deutlich teurer. Das zeigt sich häufig durch:
- hohe Beiträge
- größere Selbstbeteiligungen
- eingeschränkte Leistungen
- oder sehr strenge Annahmerichtlinien
Teilweise werden Holz- und Schwedenhäuser nicht direkt abgelehnt, sondern über einen sehr hohen Beitrag unattraktiv gemacht.
Andere Versicherer haben sich dagegen auf moderne Holzbauweisen spezialisiert und bieten dafür besonders passende Tarife an.
Praxistip: Bei Holz- und Schwedenhäusern lohnt sich ein Beitragsvergleich. Wichtig ist vor allem, Tarife mit vergleichbaren Leistungen gegenüberzustellen und gezielt Versicherer anzufragen, die Erfahrung mit moderner Holzbauweise haben.
Verglichen werden sollten immer Tarife mit:
- identischen Leistungen
- gleicher Selbstbeteiligung
- demselben Elementarschutz
- einem vergleichbaren Versicherungswert
Was leistet eine Versicherung für das Schwedenhaus / Holzhaus?
Was leistet eine Versicherung für das Schwedenhaus/Holzhaus? Schwedenhäuser sind verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen
- Brand
- Sturm
- Hagel
- Leitungswasser
Wer sich darüber hinaus die Absicherung von Elementarschäden wünscht, muss dies gesondert mit dem Versicherer vereinbaren. Dabei sind Elementarrisiken, wie etwa das einer Überschwemmung, für Besitzer von Schweden- und Holzhäusern ein weitaus größeres Thema als für die von Steinhäusern.
Achtung: Versicherungsschutz bei Überschwemmungen
Kommt es zu einer Überschwemmung, kann sich das Holz mit Wasser vollsaugen und es kann, wenn die Trockenlegung nicht schnell genug erfolgt, in der Folge zu Schimmel- oder Hausschwammbildung und Fäulnis kommen.
Einige Versicherer schließen dabei insbesondere Schäden durch den holzzerstörenden Hausschwamm explizit vom Versicherungsschutz aus.
Für Besitzer eines Schwedenhauses ist es daher besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen in diesem Punkt zu kennen und auf eine ausreichende Mitabsicherung solcher Schäden zu achten.
Eine Gebäudeversicherung für das Schwedenhaus kommt regelmäßig auch für die Kosten
- des Wiederaufbaus
- der Reparatur von zerstörten oder beschädigten Gebäuden und Gebäudeteilen
- des Abbruchs und für Aufräumarbeiten
- von Mietausfällen
- der Unterbringung im Hotel
auf.
In Höhe und Umfang der Leistungen unterscheiden sich die Versicherungen für das Holzhaus jedoch von Anbieter zu Anbieter, weshalb eine vergleichende Betrachtung der Tarife unbedingt empfehlenswert ist.
Was kostet eine Versicherung für das Schwedenhaus / Holzhaus?
Einer der wohl entscheidendsten Faktoren für die Kostenberechnung in der Gebäudeversicherung ist immer der Standort des Gebäudes. Verschiedene Regionen in Deutschland haben eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Schadensarten.
So ist beispielsweise im Saarland durch das im bundesweiten Vergleich sehr harte Leitungswasser die Anfälligkeit für Leitungswasserschäden höher als in anderen Bundesländern. In Sachsen sind dagegen einige Regionen stark von Hochwassern betroffen.
Steht das Haus in einer risikoreichen Region, dann erheben die Versicherer oftmals Risikozuschläge, wodurch die Prämie höher ausfällt als andernorts. Neben dem Standort sind aber natürlich auch
- die Bauartklasse
- der Leistungsumfang des Tarifs
- das Baujahr
- die Ausstattung der Immobilie
entscheidend.
Der für das Schwedenhaus wohl wichtigste Faktor ist dabei die Bauartklasse, in die der Versicherer das Gebäude einteilt. Dies hängt von Bauweise und Materialien ab sowie von der Art und Beschaffenheit der Bedachung. Für Sie als Besitzer eines Schwedenhauses kommt es vor allem darauf an, wie der Versicherer die Holzbauweise in der Risikoeinschätzung bewertet und welche Risikozuschläge dafür erhoben werden.
Gebäudeversicherungen für Schweden- und Holzhäuser im Vergleich
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Fazit
Die großen Beitragsunterschiede bei der Wohngebäudeversicherung für Holz- und Schwedenhäuser entstehen vor allem dadurch, dass Versicherer diese Häuser sehr unterschiedlich bewerten. Ein Holzhaus ist versicherungstechnisch eben nicht einfach „ein normales Haus mit Holzfassade“.
Wichtig ist, dass Sie einen Anbieter finden, der das Brandrisiko Ihrer Immobilie realistisch einschätzt und nicht dem alten Mythos einer extrem erhöhten Brandgefahr aufsitzt.
Allerdings sind die bei Schweden- und Holzhäusern eingesetzten Materialien anfälliger für bestimmte Schäden, zum Beispiel Schwammbildung. Eine leistungsstarke Wohngebäudeversicherung ist daher für das Schwedenhaus unerlässlich.