Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Überblick zur Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Egal, ob aufgrund einer Krankheit oder wegen eines Unfalls, im Beruf weiterzuarbeiten ist erstmal unmöglich. Arbeitsunfähigkeit kann schneller eintreten als man denkt. Eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist dann die Lösung.

Was soll mir schon passieren? So denken viele, vor allem in jungen Jahren. Ohne ständig zu mahnen und zu warnen lässt sich festhalten: Es kann vieles passieren.

Ein Autounfall, ein schwerer Sturz oder eine ernsthafte Erkrankung können schnell das ganze Leben verändern.

Da der Staat für alle, die nach dem 01.01.1961 geboren sind, keinen Berufsunfähigkeitsschutz mehr gewährleistet, ist eine private Vorsorge dringend nötig. Ist man jung, scheint dieses Thema noch weit weg zu sein.

Dabei kann man enorme Beiträge sparen, wenn man sich früh für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet und das, obwohl man länger versichert ist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann aber auch schon helfen, wenn keine Berufsunfähigkeit, sondern nur Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Wann erhält man eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung?

Grundsätzlich gilt: Zahlungen erhält man, wenn man voraussichtlich mindestens sechs Monate lang am Stück nicht in der Lage ist, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Eine Berufsunfähigkeitsprognose ist dabei nicht erforderlich – der Versicherer zahlt teils schon bei Vorlage eines ärztlichen Attests.

Der Zeitraum der Krankschreibung darf sich je nach Versicherer auf 18, 24 oder 36 Monate erstrecken. So lange können Versicherte maximal Geld erhalten. Die Krankheitszeiträume werden allerdings kumuliert: Wer während seiner Versicherungszeit mehrmals auf die AU-Klausel zurückgreifen muss, kann dies höchstens 36 Monate tun, danach ist sie ausgeschöpft.

Zurückgezahlt werden müssen die Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit nicht. Manche Versicherer verlangen allerdings, dass mit den Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit zugleich Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beantragt werden müssen.

Das kann für den Kunden zwar von Vorteil sein, falls er mit der Krankheit tatsächlich auf eine Berufsunfähigkeit zusteuert. Andererseits ist die Beantragung von Leistungen wegen Berufsunfähigkeit aufwändiger, die Zeit bis zur Zahlung ist länger.

Leistungen der Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Einige BU-Verträge beinhalten eine Arbeitsunfähigkeitsklausel. Mit einer Arbeitsunfähigkeitsklausel sichern Sie sich auch im Falle einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit eine monatliche Rente. Diese entspricht in der Höhe meist der Berufsunfähigkeitsrente. Diese Art der Versicherung greift, wenn eine Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate andauert.

Die genauen Bestimmungen variieren von Anbieter zu Anbieter. Vor allem Selbständige sollten sich vorab einen Überblick darüber verschaffen, wie groß die Versorgungslücke ist, die bei einer eintretenden Arbeitsunfähigkeit entstünde. Sie müssen ja auch weiterhin Kreditraten, Miete und PKW-Kosten zahlen. Deshalb sollten Sie die Rentenhöhe auch nicht zu niedrig kalkulieren.

Falls Sie als Selbständiger bereits eine Krankentagegeldversicherung haben, sollten Sie allerdings darauf achten, dass die Tagegeldversicherung Zahlungen aus einer AU-Klausel nicht als Krankengeld oder Krankentagegeld betrachtet: Bei den meisten Krankentagegeldversicherung darf das Tagegeld zusammen mit sonstigen solchen Zahlungen nicht über das Nettoeinkommen hinausgehen.

Kosten einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung selbst sind von verschiedenen Parametern abhängig. Dazu gehört natürlich die Höhe der vereinbarten Rente. Für die Prämienkalkulation spielt zudem eine Rolle, wie alt Sie bei Abschluss sind und ob schon Vorerkrankungen bestehen.

Die Kosten der Arbeitsunfähigkeitsversicherung, die entweder schon in den Vertrag integriert ist oder hinzugewählt werden kann, belaufen sich gemittelt auf etwa fünf Prozent des Beitrags, hängen also von der sonstigen Einstufung ab.

Deshalb ist es wichtig, sich so früh wie möglich mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinanderzusetzen und Vorsorge zu treffen. In vielen Tarifen bleiben die Kosten dauerhaft niedrig, wenn man jung und gesund einen Vertrag abschließt.