Soziologe

Soziologe: Berufsprofil und Selbständigkeit

Was genau macht eigentlich ein Soziologe? Wie das Berufsprofil von Soziologen aussieht und wie man einer werden kann, lesen Sie hier.

Gleich zu Beginn sei gesagt: Das Berufsprofil von Soziologen gibt es nicht. Soziologen sind vielseitig einsetzbar und können in den verschiedensten Bereichen tätig sein. Daher kann das Ziel unseres Berufsprofils von Soziologen nur sein, Ihnen einen Eindruck davon zu verschaffen, welche Arten von Tätigkeiten für Soziologen nach dem Studium möglich sind.

Soziologen müssen immer offen für neue Herausforderungen bleiben und sich stets weiterentwickeln. Sie beschäftigen sich mit allen Fragen des menschlichen Zusammenleben, was in den verschiedensten Kontexten von Interesse ist. Ein Soziologiestudium bereitet dabei nicht auf einen bestimmten Beruf vor, sondern vermittelt Kenntnisse, die unterschiedlich eingesetzt werden können und müssen.

Wer sich darauf einlässt, sollte sich bewusst sein, dass er sich wahrscheinlich immer neue Aufgaben und Projekte suchen muss. Wo man als Soziologe arbeiten kann und welche Aufgaben da auf einen warten, wie der Verdienst ausfällt, welche Versicherungen man als Soziologe braucht und wer für eine Tätigkeit als Soziologe geeignet ist, lesen Sie in unserem nachfolgenden Berufsprofil Soziologe.

Aufgaben von Soziologen

Eine der Hauptbeschäftigungsfelder von Soziologen ist die Markt- und Meinungsforschung. Mittels empirischer Forschung finden Soziologen etwas über das Konsumverhalten von Menschen heraus. Damit sind Soziologen in der Lage das Marktpotenzial neuer Produkte einzuschätzen und die Vermarktung zu steuern. Soziologen erheben auch Daten zur Vermögensverteilung in der Gesellschaft, zu Genderfragen und anderen wichtigen Themen und können als Experten in der Politik herangezogen werden. Damit nehmen sie direkten Einfluss auf wichtige gesellschaftliche Entwicklungen.

Sie wirken zudem im Bereich der politischen Bildung mit, organisieren Diskussionsrunden und Informationsveranstaltungen und erstellen Infomaterialien und Seminarpläne. Beim Fernsehen und dem Hörfunk werden Soziologen häufig beschäftigt, um das Leser- und Hörerverhalten zu analysieren. Sie finden heraus, was Leser oder Hörer interessiert und wie man die jeweilige Zielgruppe am besten erreichen kann. In Unternehmen sind sie häufig im Personalwesen beschäftigt. Sie bereiten Vorstellungsgespräche vor und führen diese durch, veranlassen Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeiter und befragen diese.

So stellen sie auch fest, wie das Betriebsklima ist, welche sozialen Strukturen in einem Betrieb zu finden sind und machen Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen. Damit sorgen sie für das geistige Wohl der Mitarbeiter, aber auch deren Gesundheit muss im Auge behalten werden. Soziologen machen Vorschläge für Präventivmaßnahmen und initiieren Schulungen im Bereich Stress- und Gesundheitsmanagement, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu erhöhen und damit die Produktivität zu steigern. Soziologen sind häufig auch in Forschung und Lehre, etwa an Universitäten und Hochschulen, eingesetzt.

Beruf Soziologe: Persönliche Voraussetzungen

Soziologen müssen ein ausgeprägtes Interesse für Strukturen und Abläufe in einer Gesellschaft haben. Wie entsteht Kriminalität und wie kann man mit dem demographischen Wandel und dessen Folgen umgehen? Auf solche und ähnliche Fragen finden Soziologen Antwort. Analytisches Denken ist wichtig, ebenso brauchen Soziologen ein offenes Wesen und gute Kommunikationsfähigkeiten. Nur durch gezielte Befragungen können sie an wichtige Informationen gelangen.

Da Soziologen häufig Berichte verfassen und im Medienbereich auch Reportagen ausarbeiten, sollten sie Spaß am Schreiben haben. Gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind ein Muss. Soziologen müssen viel lesen und Freude an ständiger Weiterbildung haben. Da das Studium nicht auf einen bestimmten Beruf hin ausbildet, müssen sie danach ihren Weg in den Arbeitsmarkt zunächst finden. Flexibilität und vielseitiges Interesse sind also von großer Bedeutung, will man in diesem Beruf glücklich werden.

Ausbildung zum Soziologen

Wie bereits mehrfach angeklungen, kann man Soziologe nur mit einem abgeschlossenen Studium der Soziologie werden. Bis zum Studienabschluss Bachelor dauert das Soziologiestudium in der Regel sechs Semester, einen Master-Abschluss kann man danach mit zusätzlichen vier Semestern erlangen. Dieser wird bei einer Bewerbung in Führungspositionen meist vorausgesetzt. Ebenfalls gerne gesehen und oft der erste Zugang zur Arbeit sind Praktika und Volontariate. Dort erlangt man erste Einblicke in die praktische Umsetzung des Erlernten und kann erste wichtige Kontakte knüpfen.

Arbeitsbedingungen von Soziologen

Die Arbeitsbedingungen, mit denen Soziologen zurecht kommen müssen, sind so unterschiedlich wie die Bereiche, in denen sie tätig werden. Ob sie für Parteien und Gewerkschaften, oder in größeren Unternehmen arbeiten, ob beim Fernsehen oder an der Universität, das macht schon einen großen Unterschied. Gleich ist, dass Soziologen häufig am Computer arbeiten, um Fragebögen zu erstellen und auszuwerten, aber auch oft im Kontakt mit anderen sind. Wenn sie lehrend tätig sind, halten sie sich in Schulungsräumen und Vorlesungssälen auf. Häufig recherchieren Soziologen benötigte Literatur in Bibliotheken.

Beruf Soziologe: Verdienstmöglichkeiten

Das Spektrum des möglichen Verdiensts von Soziologen ist groß und hängt davon ab, wo sie letztlich beschäftigt sind. In Redaktionen wird häufig zunächst ein Volontariat gemacht. Der Verdienst ist hier mit 1000-1600 Euro brutto im Monat eher überschaubar. Danach sind Gehälter zwischen 1900 und 2700 Euro üblich. In einer großen Unternehmensberatung lassen sich bis zu 3300 Euro verdienen, als Professor an der Uni sind Gehälter über 4000 Euro denkbar. Wie Sie sehen, ist die Spanne sehr groß. Je mehr Berufserfahrung ein Soziologe mitbringt, umso besser stehen seine Chancen ein gutes Gehalt für sich auszuhandeln.

Wichtige Versicherungen für Soziologen

Egal wo man arbeitet und was man verdient: fällt der Verdienst ganz weg, hat man ein großes Problem. Besonders freiberufliche Soziologen haben dann schlechte Karten. Wenn sie berufsunfähig werden, erhalten sie nicht mal die staatliche Erwerbsminderungsrente. Doch auch die kann bei angestellten Soziologen nur wenig zur Schadensbegrenzung beitragen. Eine Berufsunfähigkeit ist dabei kein abstraktes Risiko, sondern eine ernsthafte Bedrohung. Jeder fünfte Deutsche wird in seinem Leben berufsunfähig. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich an.

Ursache können berufsbedingte Krankheiten sein oder solche, die nicht auf die Tätigkeit zurückzuführen sind. Auch ein Unfall kann weitreichende Folgen haben und dazu führen, dass man seinen Job nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt ausüben kann. Deshalb sollten auch Soziologen unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Da das Berufsunfähigkeitsrisiko bei Soziologen statistisch gesehen geringer ist als in anderen Berufsgruppen, profitieren sie häufig von günstigen Beiträgen und guten Leistungen. Unser kostenlosen und unverbindlicher Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Soziologen hilft Ihnen, den besten Tarif zu finden.