Croupier

Croupier: Berufsprofil und Selbständigkeit

Rien ne va plus – Nichts geht mehr. Dieser Satz ist im Casino dem Croupier vorbehalten und ähnlich cool wie James Bonds Vorstellritual. In unserem Berufsprofil Croupier werfen wir für Sie einen genauen Blick auf dessen Arbeit.

Bei der Ausbildungswahl steht Croupier oder Croupière zu werden meist nicht ganz oben auf der Liste. Das liegt unter anderem daran, dass man unter 18 Jahren den Arbeitsplatz nicht einmal betreten darf: In Casinos ist der Zutritt für Personen unter 18 Jahren gesetzlich verboten.

Viele finden den Einstieg in diesen Beruf deshalb zunächst nebenberuflich, erliegen dann aber seinem Reiz.

Casinos ziehen Glücksritter magisch an und verleiten Abend für Abend die Menschen zum Spielen um teils hohe Geldsummen. Ganz unproblematisch ist das natürlich nicht. Croupiers brauchen sowohl eine professionelle Distanz zu den Spielern als auch zum Spielen.

Welche Aufgaben Croupiers an den Tischen übernehmen und welche persönlichen Voraussetzungen man als Croupier mitbringen sollte, lesen Sie im Folgenden.

Zudem sagen wir Ihnen alles zu Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten und wichtigen Versicherungen in diesem Beruf.

Aufgaben von Croupiers

Croupiers bereiten zunächst immer den Spieltisch für das jeweilige Spiel vor, mischen Karten, stellen Jetons bereit und bauen das Tableau auf. Gäste, die an den Tisch kommen, werden vom Croupier beraten und er erklärt ihnen die Spielregeln. Beim Roulette verteilt der Croupier die Jetons der Spieler nach deren Ansage auf dem Spieltisch. Der Croupier dreht den Roulettekessel an und wirft die Kugel ein. Bei all seinen Handlungen muss er sich stets an die Anweisungen halten, die im jeweiligen Casino Geltung haben.

Danach sammelt er verlorene Jetons mit dem sogenannten Rateau (frz. für Rechen) ein und rechnet im Kopf die Auszahlungsquoten aus. Danach zahlt er die Gewinne an die Spieler aus. Croupiers leiten auch Black Jack-, Baccara- oder Pokerspiele. Die Croupiers überwachen die Spieler und sorgen dafür, dass diese nicht betrügen. Zudem bewachen sie den Tronc, das ist ein Behälter am Tisch, in den die Spieler das Trinkgeld für die Croupiers einwerfen. Streitereien am Tisch werden vom Croupier geklärt. Gäste, die sich nicht an die Regeln des Hauses halten, werden auch schon mal des Casinos verwiesen.

Beruf Croupier: Persönliche Voraussetzungen

Croupiers repräsentieren das Casino, für das sie arbeiten. Sie müssen gute Umgangsformen mitbringen und stets gepflegt auftreten. Souveränität und Durchsetzungsvermögen sind in diesem Beruf sehr wichtig. Bei der Auszahlung der Gewinne und beim Ausrechnen der Quoten sind äußerste Sorgfalt und gute Kopfrechenkünste gefragt. Falsche Auszahlungen beschädigen den Ruf des Casinos. Croupiers müssen am Tisch eigenständig Entscheidungen treffen können.

Benimmt sich ein Spieler auffällig, müssen  Croupiers höflich aber bestimmt dagegen vorgehen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Auch in Stresssituationen müssen Croupiers dabei stets die Nerven bewahren. Sie müssen den ganzen Abend konzentriert bei der Sache sein und stets alle Spieler im Blick, sowie die Ergebnisse im Kopf behalten. Fingerfertigkeit beim Verteilen und Mischen der Karten und beim Umgang mit Jetons gehört zum Job. Außerdem sollte man Spaß am Kontakt mit Menschen mitbringen und eine sympathische, aber höchst professionelle Ausstrahlung haben.

Ausbildung zum Croupier

Eine staatliche Ausbildung zum Croupier gibt es nicht. Stattdessen bieten die Casino eigene Lehrgänge an, in denen die nötigen Fertigkeiten und Husregeln erlernt werden können. Die Ausbildung dauert zwischen einem und acht Monaten und ist von Casiono zu Casino unterschiedlich gestaltet. Bei einigen Anbietern ist es neben einem makellosen polizeilichen Führungszeugnis und geordneten finanziellen Verhältnissen auch erforderlich, dass das 21. Lebensjahr vollendet wurde. Andere bilden allerdings schon ab 18 Jahren aus.

Arbeitsbedingungen im Casino

Croupiers arbeiten den ganzen Abend unter den Augen von Kunden. Diese schauen ihnen häufig genau auf die Finger, weil die Arbeit von Croupiers durchaus auch eine ästhetische Dimension hat. Die Arbeit beginnt meist erst am späten Nachmittag oder Abend und zieht sich bis in die frühen Morgenstunden. Abend-, Wochenend- und Nachtarbeiten sind also die Regel. Croupiers tragen bei der Arbeit meist Anzug und Fliege oder Uniform.

Die Arbeit findet überwiegend im Sitzen oder Stehen statt. Croupiers kommen den ganzen Abend nicht vom Tisch weg. Lange Zeiten in unveränderter Haltung können zu Schädigungen des Bewegungsapparates führen. Bei ihrer Arbeit müssen Croupiers viele gesetzliche Vorgaben und Regelungen kennen und einhalten.

Beruf Croupier: Verdienstmöglichkeiten

Noch vor etwa zehn Jahren war es üblich, dass die Croupiers ausschließlich aus dem Tronc bezahlt wurden. Es ist eine Art ungeschriebenes Gesetz, dass die Spieler Trinkgeld geben, wenn sie gewinnen. Ein Festgehalt ist mittlerweile die Regel in den Casinos geworden, allerdings wird das meist sehr niedrig angesetzt. Zwischen 1470 und 1700 Euro brutto im Monat ist das Einstiegsgehalt. Das Festgehalt wird dann mit den Zahlungen aus dem Tronc aufgestockt.

Allerdings sind die heute gezahlten Trinkgelder viel niedriger als das noch zu früheren Zeiten der Fall war. Zudem müssen sie versteuert werden. Croupiers können über die Jahre im Casino aufsteigen und zum Tischchef oder Mitarbeiter der Saalleitung befördert werden. Dann erhöhen sich die Einkünfte deutlich. 3000 Euro brutto monatlich und mehr sind dann durchaus denkbar.

Natürlich hängt der Verdienst nicht zuletzt auch vom Arbeitgeber und der gesammelten Berufserfahrung ab. In der Ausbildung wird kein Gehalt gezahlt, da die Croupiers hier auch noch nicht eingesetzt werden können.

Versicherungen für Croupiers

Das Risiko als Croupier berufsunfähig zu werden ist im Vergleich zu anderen Berufen sehr groß. Das hat viele verschiedene Ursachen. Zum einen brauchen Croupiers sehr ausgeprägte Fähigkeiten im Bereich Merkfähigkeit (speziell Zahlengedächtnis), Kopfrechnen und Konzentration. Diese lassen erfahrungsgemäß im Alter nach, was zum Problem werden kann. Genauso ist es für viele Croupiers schwierig, die feinmotorischen Anforderungen auch in fortschreitendem Alter noch zu erfüllen. Zum anderen birgt der Beruf selbst BU-Risiken.

Die Arbeit im Sitzen und Stehen bei oftmals unveränderter Körperhaltung kann auf Dauer zu schwerwiegenden Rückenleiden und Bandscheibenvorfällen führen. Danach ist eine Ausübung des Berufs oft nicht mehr möglich. Weil auch die Statistik beweist, dass Croupiers sehr häufig berufsunfähig werden, haben diese es schwer eine gute und günstige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden.

Viele BU-Versicherer  lehnen die Aufnahme von Croupiers entweder gleich ganz ab, oder aber sie verlangen hohe Risikozuschläge und schränken die angebotenen Leistungen stark ein. Mit einem Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Croupiers lässt sich schnell und einfach herausfinden, ob es einen Tarif gibt, der Ihren Bedürfnissen entspricht. 

Sollten Sie keinen Versicherer finden, der Ihnen eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu einem annehmbaren Preis anbietet, dann gibt es noch eine Alternative: die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese zahlt nur, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind einem Beruf nachzugehen; welcher ist dabei egal. Die BU-Versicherung zahlt hingegen, wenn Sie den bisher ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben können.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist daher nur eine Absicherung für den absoluten Ernstfall, aber unerlässlich falls es soweit kommt. Hier finden Sie weitere Informationen zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung und die Möglichkeit eines kostenlosen und unverbindlichen Anbietervergleichs.