Sterbetafel Versicherung

Sterbetafel 2009/2011 – die Versicherungen reagieren

Dass wir immer älter werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun liegen die aktuellen Zahlen vor und dokumentieren die gestiegene Lebenserwartung schwarz auf weiß: In einer Pressemitteilung hat das Deutsche Statistische Bundesamt (Destatis) angekündigt, dass die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland weiter zugenommen hat. Mit weitreichenden Konsequenzen, denn auch die Versicherungen passen die eigenen Sterbetafeln und ihre Tarife an die neue Sterbetafel an.

Sterbetafel
Versicherer nutzen eigene, erweiterte Sterbetafeln.

Sowohl für Frauen als auch für Männer geht aus der vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Periodensterbetafel 2009/2011 ein Anstieg der Lebenserwartung hervor. Sollte sich der Trend der vergangenen Jahrzehnte fortsetzen, dürfen sich die Menschen in Deutschland auf einen immer länger werdenden Lebensabend freuen.

Die Lebenserwartung neugeborener Jungen liegt laut der Periodensterbetafel 2009/2011 bei 77 Jahren und neun Monaten. Im Vergleich zur Sterbetafel 2008/2010 ist die Lebenserwartung somit um drei Monate angestiegen. Neugeborene Mädchen können ein Lebensalter von 82 Jahren und neun Monaten erreichen – somit hat sich ihre Lebenserwartung um zwei Monate verlängert.

Der Anstieg des Lebensalters hat allerdings auch Auswirkungen auf die Sozialversicherungssysteme und ganz besonders auf das Rentensystem. Die positiven Auswirkungen, die durch die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre im Jahr 2029 entstehen, werden durch die längere Lebenserwartung der Menschen ausgeglichen.

Die Sterbetafel zeigt auch eine höhere Lebenserwartung für ältere Menschen

Die sogenannte ferne Lebenserwartung für ältere Menschen hat laut Periodensterbetafel 2009/2011 weiter zugenommen. So kann ein heute 67-jähriger Mann davon ausgehen, dass seine Lebenserwartung statistisch gesehen weitere 17 Jahre und sechs Monate beträgt. Eine gleichaltrige Frau kann mit einer verbleibenden Lebenserwartung von 20 Jahren und acht Monaten rechnen. Auch ältere Menschen dürfen sich also darüber freuen, dass sie ein höheres Lebensalter erreichen können.
 
Neben der Periodensterbetafel, die eine Momentaufnahme darstellt, wird vom Statistischen Bundesamt eine Generationensterbetafel aus dem Vorjahr veröffentlicht. Diese legt die Lebenserwartung für einen Geburtenjahrgang dar, basierend auf den Sterbefällen, die über die gesamte Lebenszeit hinweg auftreten.

Sterbetafel der Versicherungen weisen Abweichungen auf

Die Versicherungen nutzen zwar die wesentliche Information der offiziellen Sterbetafel des Statistischen Bundesamtes, ergänzen diese jedoch um weitere Informationen zur Mortalität einzelner Personengruppen. Das Anreichern der Versicherungssterbetafel um weitere Informationen ist wichtig für eine gewinnbringende Kalkulation der Versicherungstarife.

Selbst innerhalb der Versicherungssterbetafeln gibt es Unterschiede. Bei Todesfallversicherungen wird zum Beispiel mit einer kürzeren Lebenserwartung als bei einer Rentenversicherung gerechnet. Die Gründe liegen auf der Hand: Personen, die bereits Ihren Tod versichern, haben statistisch gesehen auch eine unterdurchschnittliche Lebenserwartung.

Anders sieht es bei einer Rentenversicherung aus: Wer eine solche Versicheung abschließt verfügt in der Regel über ein höheres Einkommen als der Durchschnitt, hat ein höheres Bidungsniveau und kümmert sich um seine Gesundheit. Personen mit Rentenvertrag haben eine überdurchschnittliche Lebenserwartung.

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