Berufsunfähigkeit Krankenschwester und Krankenpfleger
Hohes BU-Risiko für Krankenschwestern und Krankenpfleger
Krankenschwestern und -pfleger werden im Durchschnitt in die Risikogruppe 4 eingestuft. Dies bedeutet, dass es sich um einen Beruf mit einem hohen bis sehr hohen BU Risiko handelt.Letzte Aktualisierung:
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Auf einen Blick

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- Krankenschwestern und Krankenpfleger werden von den Versicherungsgesellschaften mehrheitlich in die BU Risikogruppe 4 eingestuft.
- BU Hauptursachen für Pflegekräfte: Häufige Ursachen sind Rücken- und Gelenkerkrankungen, psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen sowie Infektionskrankheiten.
- Was kostet die Berufsunfähigkeitsversicherung? Die monatlichen Beiträge für eine 25 jährige Krankenschwester liegen je nach Anbieter zwischen 94 EUR und 155 EUR (NR, Bürotätigkeit < 25 %, 1.300 EUR BU-Rente, Dynamik 3%, Endalter 67). Wieviel die Versicherung in Ihrem konkreten Fall kostet, erfahren Sie im Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Beruf Krankenpflege: Wann liegt eine Berufsunfähigkeit vor?
Ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt, wird immer individuell anhand der konkreten Tätigkeit und der medizinischen Situation geprüft. Entscheidend ist dabei nicht irgendeine Tätigkeit, sondern die konkrete berufliche Tätigkeit, die zuletzt tatsächlich ausgeübt wurde.
Dazu gehört eine genaue Analyse des Arbeitsalltags. Typische Aufgaben einer Pflegefachkraft sind zum Beispiel:
- Heben und Umlagern von Patienten
- Unterstützung bei der Körperpflege
- Verabreichen von Medikamenten
- Begleitung ärztlicher Maßnahmen
- Dokumentation von Pflegeleistungen
- Arbeiten im Schichtdienst
- Längeres Stehen und Gehen auf Station
Im Rahmen der Prüfung wird zunächst festgestellt, welche Tätigkeiten den Arbeitsalltag prägen und welchen zeitlichen Anteil sie haben. Anschließend wird medizinisch beurteilt, welche dieser Tätigkeiten gesundheitlich noch möglich sind.
Ein typisches Beispiel sind Rücken- oder Wirbelsäulenerkrankungen, die das Heben und Umlagern von Patienten unmöglich machen. Da diese Tätigkeiten einen wesentlichen Teil der Arbeit ausmachen, kann dies dazu führen, dass der Pflegeberuf insgesamt nicht mehr ausgeübt werden kann.
Wann ist eine Krankenschwester berufsunfähig?
Eine Krankenschwester gilt als berufsunfähig, wenn sie infolge von Krankheit, Verletzung oder altersunüblichem Kräfteverfall voraussichtlich dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, ihren zuletzt ausgeübten Beruf als Krankenschwester zu mindestens 50 % auszuüben.
Maßgeblich sind dabei die konkreten körperlichen, psychischen und organisatorischen Anforderungen ihrer Tätigkeit.
BU Risikoeinstufung für Krankenschwestern / Krankenpfleger
Der Beruf der Krankenschwester / Krankenpfleger gehört zu den körperlich und psychisch besonders belastenden Tätigkeiten. Häufiges Heben von Patienten, lange Schichten, Arbeiten unter Zeitdruck und hohe Verantwortung können langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.
Rückenerkrankungen, psychische Belastungen oder chronische Schmerzen können dazu führen, dass der Pflegeberuf nicht mehr ausgeübt werden kann.
Krankenschwestern und Krankenpfleger werden von den Versicherungsgesellschaften mehrheitlich in die BU Risikogruppe 4 eingestuft.
BU Risikogruppe Krankenschwester / Krankenpfleger
Sparpotenzial: Vergleichen Sie die Beiträge der verschiedenen Versicherungen, denn die Risikoeinstufung (und damit die Festlegung der berufsspezifischen Beitragshöhe) ist Sache der jeweiligen Versicherung. So kann es passieren, dass eine Versicherungsgesellschaft das berufsspezifische BU-Risiko einer Krankenschwester in die BU Gruppe 3 einstuft und eine andere Versicherung Krankenschwestern in der BU Gruppe 4 sieht.
Zahlreiche Versicherungsunternehmen bieten für einzelne Berufsgruppen bzw. ganze Branchen – in diesem Fall für Medizin- und Pflegeberufe – spezielle BU Tarife an. Diese sind dann an die Risiken und Bedürfnisse der jeweiligen Berufsgruppe angepasst und oft günstiger als „Allgemeintarife“. Nutzen Sie diese anbieterspezifischen Unterschiede zu Ihren Gunsten aus.
Krankenpflege-Berufe: Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die wichtigsten Kostenfaktoren, die den Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung am stärksten beeinflussen, sind:
- das Eintrittsalter
- der Gesundheitszustand
- Höhe der BU-Rente
- Wahl des Anbieters
Um Ihnen zu zeigen, wie bedeutend das Eintrittsalter für den Zahlbeitrag ist, haben wir Ihnen nachfolgend einen Vergleich für den Tarif AXA ALVSBV NR (Stand 03/2026) erstellt. Die Bedingungen können von der Versicherung jederzeit angepasst werden. Der Tarif wurde zufällig ausgewählt.1
BU-Berechnung für: Krankenschwester, NR, Bürotätigkeit unter 25 %, Dynamik 3 %, Endalter 67). Die beiden Tabellen zeigen Ihnen die Beitragshöhe in Bezug auf das Eintrittsalter (Höhe BU-Rente 1.300 EUR/Monat und 1.800 EUR/Monat).
| Alter Versicherte/r | Zahlbeitrag (BU-Rente 1.300 EUR) |
|---|---|
| 25 Jahre | 103,97 EUR/Monat |
| 30 Jahre | 114,98 EUR/Monat |
| 35 Jahre | 133,41 EUR/Monat |
| Alter Versicherte/r | Zahlbeitrag (BU-Rente 1.800 EUR) |
|---|---|
| 25 Jahre | 143,71 EUR/Monat |
| 30 Jahre | 158,96 EUR/Monat |
| 35 Jahre | 184,47 EUR/Monat |
Der Zahlbeitrag (Nettobeitrag) ist der tatsächlich zu zahlende Beitrag nach Verrechnung der Überschüsse. Der Zahlbeitrag kann steigen, jedoch höchstens bis zum Tarifbeitrag.
Bedenken Sie, dass günstig nicht zwingend gut und umgekehrt ein hoher Beitrag auch keine Topleistungen garantiert. Prüfen und vergleichen Sie vor einem Abschluss daher immer ausführlich die Versicherungsbedingungen.
Berufsunfähigkeitsversicherungen für Krankenschwestern / Krankenpfleger
Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung für Krankenschwestern / Krankenpfleger zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen berufsspezifischen BU Vergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.
BU Vergleich für Krankenschwestern/-pfleger [kostenfrei]
BU Infothek Krankenschwester / Krankenpfleger
Aufgabenbereich: Der Aufgabenbereich von Krankenschwestern und Krankenpflegern ist sehr weit gefächert. Er umfasst z.B. die Essensausgabe, die regelmäßige Kontrolle der Infusionen von Patienten, das Waschen und umsorgen von bettlägrigen Patienten oder die Assistenz bei Operationen.
Krankenschwestern und Krankenpfleger sind somit ständig in Bewegung, um Patienten sowohl medizinisch als auch menschlich zu betreuen.
Arbeitsplatz: Da es die Aufgabe eines Pflegers b.z.w. einer Krankenschwester ist, sich um die Patienten zu kümmern, werden Schwestern und Pfleger überall dort eingesetzt, wo Patienten versorgt werden müssen. Dies kann sich auf Krankenhäuser und Spezialkliniken, aber auch auf Pflegeeinrichtungen wie Altersheime beziehen. Eine Tätigkeit bei ambulanten Pflegediensten ist ebenfalls möglich.
Beschäftigungsverhältnis: Krankenpfleger und Krankenschwestern sind oftmals als Angestellte in Krankenhäusern oder anderen Pflegeeinrichtungen beschäftigt. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, in der ambulanten Pflege selbständig tätig zu sein, was aber nur selten vorkommt.
Die beste Möglichkeit, sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit zu schützen, ist der Abschluss einer BU-Versicherung. Wer aber Vorerkrankungen hat oder bereits älter ist und daher keine BU mehr erhält, kann z.B. eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Grundfähigkeitsversicherung oder eine Dread Disease-Versicherung abschließen. Solche Versicherungen schütten nur in bestimmten Fällen Geld aus, sind oft aber auch wesentlich günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist bei Pflegekräften höher, da Schichtdienst und Bereitschaftsdienst ihren Tribut fordern. Auch sonst ist der Pflegeberuf sehr anspruchsvoll, da es z.B. passieren kann, dass Patienten umgebettet werden müssen. Durch Zeitdruck und Teilnahme an Patientenschicksalen werden Krankenschwestern und -pfleger zusätzlich psychisch belastet.
Quellenangaben
1AXA Konzern AG; https://www.axa.de/pk/existenzsicherung/p/berufsunfaehigkeitsversicherung

