Pensionskasse Kosten

Pensionskasse Abschlusskosten

Wer seine betriebliche Altersvorsorge mithilfe einer Pensionskasse anspart, sollte darauf achten, ob Abschlusskosten erhoben werden. Tarife ohne Abschlusskosten sind besser, werden aber nicht überall angeboten. Tarife mit Abschlusskosten sollten eine gleichmäßige Verteilung der Kosten über einen möglichst langen Zeitraum vorsehen.

Pensionskasse Abschlusskosten
Pensionkasse: Abschlusskosten im Auge behalten!

Das Ansparen einer Betriebsrente via Pensionskasse kostet immer zusätzliches Geld – egal, ob es sich dabei um eine Pensionskasse handelt, die von einem Lebensversicherer getragen wird oder nicht.

Pensionskassen, die nicht von Lebensversicherern getragen werden, sind diesbezüglich allerdings günstiger, weil solche Kassen keine Vermittler haben, die Provisionen erhalten, und insgesamt nur wenig Personal benötigen. Manche dieser Kassen verzichten sogar ganz auf Abschlusskosten.

In die Verwaltung der Betriebsrenten müssen sie trotzdem investieren; allerdings liegen auch hier die Kosten oftmals niedriger. Wenn die Pensionskasse Abschlussgebühren erhebt, sollten Kunden darauf achten, dass diese auf einen gewissen Zeitraum – am besten über die gesamte Laufzeit – verteilt werden. Ansonsten schmälern sich der Zins- und Zinseszins-Effekt merklich. Gerade Arbeitnehmer, die schon wenige Jahre nach Abschluss der Betriebsrente den Job wechseln oder ihren Vertrag beitragsfrei stellen, haben schlechte Karten, wenn die Kosten bereits zu Beginn des Vertrages kassiert werden: Denn dann ist das Rentenkonto unter Umständen noch fast leer. Dies kann gerade dann geschehen, wenn hohe Vermittlerprovisionen bezahlt werden.

Verteilung der Abschlusskosten überprüfen

Für eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Abschlusskosten über die Laufzeit sollte sich der Arbeitgeber bei den Verhandlungen zur Betriebsrente beim Versicherer einsetzen. Ob die geplanten Abschlusskosten des Vertrages angemessen verteilt oder geballt erhoben werden, können angehende Sparer sich vorrechnen lassen, indem sie erfragen, wie hoch das Guthaben nach einer gewissen Anzahl von Jahren sein wird.

Dabei können z.B. das Guthaben nach zwei und nach fünf Jahren verglichen werden. Außerdem sollten Arbeitnehmer gezielt danach fragen, wie hoch die Rente ist, wenn nach Ablauf von drei Jahren nicht mehr in den Vertrag eingezahlt wird. Ist der Ertrag im Abgleich mit dem Eingezahlten nur gering, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Abschlusskosten schon in der Anfangsphase des Sparens zu Buche schlagen.

Pensionskassenverträge sind portabel

Die Portabilität der Betriebsrente ist bei Einzahlung in eine Pensionskasse garantiert. Hat man bisher in eine Pensionskasse eingezahlt und ist der Anspruch auf Betriebsrente 2005 oder später entstanden, gestaltet sich die Mitnahme der Rente weitgehend unproblematisch: Der bisher erworbene Rentenanspruch wird dann umgerechnet, das Kapital auf die Altersvorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen. Sind die dort zugesagten Leistungen gleichwertig, wird bei der Übertragung keine Abschlussgebühr fällig.

Im Extremfall ist durch anfänglichen Abzug der Kosten beim ersten Vertrag aber gar kein Kapital vorhanden – so gesehen hätte der Sparer bei seinem alten Arbeitgeber umsonst eingezahlt und müsste einen ganz neuen Vertrag abschließen. Auch die Übertragung von wenig Kapital lohnt sich letztlich kaum: Das bereits Angesparte wird beim neuen Arbeitgeber neu verzinst – mehr Erspartes bringt aber mehr Zinsen, zumal bei der Übertragung der Betriebsrente die aktuellen Konditionen gelten.

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