Pensionsfonds Anlage

Pensionsfonds: Achten Sie auf die Anlagestrategie!

Pensionsfonds dürfen das Kapital, das sie von Altersvorsorge-Sparern erhalten, ganz in börsennotierte Anlagen investieren. Dafür versprechen sie den Sparern nur das Eingezahlte. Durch die Anlagestrategien der Pensionsfonds kann am Ende deutlich mehr Rente rausspringen – muss aber nicht.

Pensionsfonds Anlage
Welche Anlagestrategie verfolgt der Pensionsfonds?

Pensionsfonds als Weg zur Durchführung einer betrieblichen Altersvorsorge gibt es in Deutschland erst seit 2002. Bei diesem Durchführungsweg zahlt der Arbeitgeber – aus Eigenbeiträgen oder per Entgeltumwandlung – gewisse Beträge an einen Pensionsfonds; Arbeitnehmer haben dann einen unmittelbaren Anspruch auf Rentenzahlungen an den Pensionsfonds.

Vor einer Insolvenz des Arbeitgebers schützt dessen Pflicht zur Einzahlung in den Pensionssicherungsverein, der die Zahlungen im Notfall für die zahlungsunfähige Firma übernimmt. Bei einer Pleite des Pensionsfonds springt die Auffanggesellschaft Protector ein. Wie bei anderen Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge sind Einzahlungen in Höhe von bis zu vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei.

Außerdem müssen keine Sozialabgaben geleistet werden, sofern die Auszahlung des Kapitals später in Form einer lebenslänglichen Rente gestaltet wird. Steuerfrei, aber nicht sozialabgabenfrei ist weiterhin ein zusätzlicher Betrag von bis zu 1.800 Euro, wenn die Altersvorsorgeleistung neu zugesagt wird und keine Altzusage mehr besteht. Die Rentenauszahlung ist vom Arbeitnehmer zu versteuern; er muss auch Sozialabgaben darauf entrichten.

Pensionsfonds mit unterschiedlichen Anlagestrategien

Viele Firmen empfehlen ihren Angestellten eine Vorsorge mittels Pensionsfonds. Gerade jüngere Angestellte können eine gute Rente für sich herausholen, denn Pensionsfonds dürfen theoretisch das gesamte Ersparte, das ihnen zufließt, in Anlagen wie Aktien und Aktienfonds stecken und können so über einen längeren Zeitraum eine ansehnliche Rendite erwirtschaften.

Im Gegenzug garantieren sie lediglich das, was eingezahlt wurde. Je nachdem, in welche Produkte ein Pensionsfonds investiert, springt unter Umständen ein ordentlicher Gewinn raus: Manche Pensionsfonds verfolgen erfolgreiche Anlagestrategien und können dadurch auch Börseneinbrüche ausgleichen. Teils ermitteln sie den Bedarf des Beitragserhaltes laufend und investieren dementsprechend höhere Summen in verschiedene Anlagemöglichkeiten.

Es gibt allerdings auch Pensionsfonds, die deutlich zurückhaltender agieren und gleich einen Teil des Geldes für eine Rentenversicherung verwenden, um den Beitragserhalt zu garantieren. Dies führt jedoch meist zu erhöhten Kosten und schmälert die zu erwartende Rendite. Andere Pensionsfonds gehen noch einen Schritt weiter und setzen erst gar nicht auf renditestarke Anlagen. Das kann sich aufgrund der Garantie, die nur die Beiträge umfasst, zum Nachteil der Zahlenden auswirken.

Worauf Angestellte achten sollten

Bei der Auswahl des Pensionsfonds ist also Vorsicht geboten: Potenzielle Kunden sollten in jedem Fall darauf achten, welche Kosten der Fonds verursacht und welche Anlagestrategie er verfolgt. Die Kosten werden allerdings nicht nur durch den Verwaltungsaufwand und dessen Kalkulation, sondern auch durch Leistungen wie Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz beeinflusst.

Insbesondere für junge Angestellte empfiehlt sich ein Vertrag, der die Verteilung der anfallenden Kosten auf mehrere Jahre – am besten auf die gesamte Vertragslaufzeit – vorsieht: Ansonsten ist bei einem Jobwechsel oft nur wenig Übertragungskapital vorhanden, das verzinst werden kann. Neben Kostenfaktor und Anlagestrategie ist wichtig, in welche Produkte der Fonds investiert und welche Wechselmöglichkeiten Anleger gegebenenfalls haben.