Test Todesfallversicherung 2013

Test der Todesfallversicherungen nach der Unisex-Einführung

Seit 2013 werden Todesfallversicherungen nur noch als „Unisex-Tarife“ zu einem Einheitspreis für Männer und Frauen angeboten. Wie der Test der Todesfallversicherungen 2013 von Stiftung Warentest/Finanztest zeigt, haben viele Versicherer die Einführung der neuen Tarife allerdings zu versteckten Preiserhöhungen genutzt – und das zum Teil sogar bei beiden Geschlechtern

Test Todesfallversicherung
Test 2013: Nicht immer zeigt der
Daumen nach oben.

Wer schon vor Ende Dezember 2012 Kunde einer Versicherung war, wird es noch wissen: Früher galten – statistisch bedingt – unterschiedliche Versicherungstarife für Männer und Frauen. Frauen bezahlten beispielsweise etwa ein Drittel weniger Beiträge für eine Todesfallversicherung als Männer, da sie im Durchschnitt eine höhere Lebenserwartung haben. Das Risiko, dass die Versicherung tatsächlich zahlen muss, ist somit geringer als bei Männern.

Experten warnten jedoch schon damals, dass die Neuregelung durchaus eine generelle Verteuerung der Prämien zu Folge haben könnte. Da Altkunden in der Regel zu den alten Bedingungen versichert bleiben und die Versicherer somit Mühe haben würden, die Versichertenzahlen nach Unisex zu schätzen, stand zu erwarten, dass die neuen Beiträge vorsichtig kalkuliert, die Preise somit tendenziell höher ausfallen würden.

Mittlerweile sind die neuen Tarife einige Monate auf dem Markt – Zeit für für Stiftung Warentest, eine Zwischenbilanz zu ziehen und dabei die Änderungen speziell bei Todesfallversicherungen, auch Risikolebensversicherungen genannt, unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse des Tests Todesfallversicherung 2013 erfahren Sie hier.

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Todesfallversicherung

Test Todesfallversicherung 2013: Die Ergebnisse

Wie hat die Einführung der Unisex-Tarife die Beiträge für Todesfallversicherungen beeinflusst? Was hat sich geändert? Stiftung Warentest wollte es wissen und hat anhand von 34-jährigen Modellkunden die Tarife von Todesfallversicherungen aus dem Jahr 2012 mit denen des Jahres 2013 verglichen. Die Versicherungssumme betrug dabei 150.000 Euro.

Das Ergebnis: Große Unterschiede zu 2012 gibt es zunächst nicht – jedenfalls nicht zwangsläufig. Bei einigen Versicherern, hauptsächlich Direktversicherern mit schlanken Vertriebswegen, können sich Frauen noch zu ähnlich guten Bedingungen versichern wie im vergangenen Jahr. Für Männer gibt es dagegen leichte finanzielle Entlastungen, wie der Test Todesfallversicherung 2013 offenbart.

Zu Testsiegern kürte Stiftung Warentest die Anbieter Cosmos Direkt, Huk24 und Europa, deren Jahresbeiträge sich zwischen 90 und 96 Euro bewegen können. Auch ein Tarif der WVG lag noch unter 100 Euro jährlich. Günstige Angebote sind allerdings eher die Ausnahme.

Im Durchschnitt haben sich die Tarife für Todesfallversicherungen für Frauen nämlich um ganze 23 Prozent verteuert, während sie sich für Männer lediglich um 12 Prozent verringert haben. Diese Bilanz verschlechtert sich noch um ein Vielfaches, falls der Kunde Raucher ist. Die Prämien liegen dann laut Test Todesfallversicherung 2013 zwischen 207 und 607 Euro. Zwar unterscheiden nicht alle Tarife nach Rauchern und Nichtrauchern, doch diejenigen, die grundsätzlich auf eine Differenzierung verzichten, sind generell wesentlich teurer.

Einige Versicherungsgesellschaften haben sogar für beide Geschlechter die Preise erhöht – angeblich wegen der unsicheren Kalkulationsgrundlage und einem potentiellen Ungleichgewicht der beiden versicherten Geschlechter zugunsten der Männer: Versichern sich deutlich mehr Männer als Frauen, muss das Risiko durch höhere Beiträge bei den weiblichen Neukunden ausgeglichen werden. Die Experten der Stiftung Warentest bezweifeln allerdings, dass die teilweise sehr hohen Beitragssätze durch diese Umstände gerechtfertigt werden. Quelle Stiftung Warentest/Finanztest, 04/2013, S. 68ff.

Todesfallversicherung wichtig für junge Familien

Eine Todesfallversicherung muss nicht jeder haben. Für bestimmte Personen, vor allem Eltern kleinerer Kinder, sind sie jedoch wichtig, da der Nachwuchs im Falle des Todes eines Elternteils oder gar beider Eltern damit wenigstens finanziell abgesichert ist. Todesfallversicherungen müssen nicht teuer sein; wie der Test Todesfallversicherung 2013 zeigt, sind sie prinzipiell schon für unter 100 Euro Jahresbeitrag zu haben.

Nach der Einführung der Unisex-Tarife kann sich ein Tarifwechsel lohnen, sofern der alte Tarif vergleichsweise teuer ist – die angebotenen Leistungen sind Stiftung Warentest zufolge nämlich fast immer gleich. Vor allem jüngere Männer, deren Vertrag noch nicht lange besteht, können hier sparen. Sie sollten jedoch bei guter Gesundheit sein: Während das Geschlecht nun für den Tarif keine Rolle mehr spielt, sind individuelle Faktoren wie der Gesundheitszustand nämlich nach wie vor für die Errechnung der Prämie einer Todesfallversicherung wichtig.

Wer seine Versicherung kündigen und eine neue abschließen möchte, sollte zunächst Angebote einholen und vergleichen. Ist die Entscheidung für einen bestimmten Tarif gefallen, sollten Interessenten unbedingt abwarten, ob sie vom Anbieter akzeptiert werden, und erst anschließend den alten Tarif kündigen: So entstehen keine Lücken im Versicherungsschutz.

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