Rürup Rente Test

Die Anbieter von Rürup Renten im Test

Welche Rürup Rente passt zu Ihren Bedürfnissen? Welche Anbieter werden empfohlen bzw. wurden in der Vergangenheit getestet? Lesen Sie hier in aller Kürze die Testergebnisse der letzten Rürup-Tests.

Für viele Selbständige ist die Rürup Rente die Grundlage für die eigene Altersvorsorge. Vor allem gutverdienende Selbständige mit hoher Steuerlast können die Steuervorteile der Rürup Rente voll ausschöpfen.

Doch Rürup Rente ist nicht gleich Rürup Rente – auch unter den Rürup Tarifen gibt es Licht und Schatten. Stiftung Warentest, Handelsblatt und verschiedene Ratingagenturen testen und vergleichen in regelmäßigen Abständen die zahlreichen Rürup-Tarife.

Im Gegensatz zum Riester-Modell, das hauptsächlich Angestellte ansprechen soll, ist die Rürup-Rente für Selbständige gedacht: Gerade Gutverdiener können mit Rürup eine Privatrente ansparen, die vom Staat mit Steuervorteilen gefördert wird. Das funktioniert, indem der Sparer die eingezahlten Beträge als Aufwendungen für die Altersvorsorge geltend macht. Dabei steigt der absetzbare Betrag stetig an.

Doch wie gut ist die Rürup-Rente wirklich? Eine Antwort darauf geben Ihnen die Rürup-Tests der vergangenen Jahre.

Rürup Rente Test 2017: Handelsblatt / Franke und Bornberg

In einer Rürup-Studie, die die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ 2017 in Kooperation mit der Ratingagentur „Franke und Bornberg“ durchgeführt hat, wurden sowohl klassische Rürup-Tarife mit Garantieverzinsung als auch fondsgebundene Produkte unter die Lupe genommen.1

Hinzu kamen Produkte der „neuen Klassik“, die nur noch den Beitragserhalt ohne Mindestverzinsung garantieren, dafür aber höhere Renditen in Aussicht stellen. Auch Indexpolicen, die einen Teil dessen, was über die Garantie hinausgeht, in Indexfonds stecken, sind im Test der Rürup Renten 2017 untersucht worden.

Angenommen wurde ein 32-jähriger Musterkunde, der monatlich 35 Jahre lang 100 Euro in seinen Rürup-Vertrag investiert. In jedem der getesteten Fälle galt außerdem eine Beitragsrückgewähr in der Anspar- sowie eine Rentengarantiezeit in der Auszahlungsphase im Todesfall.

Überschüsse in der Sparphase wurden nach dem Modell der verzinslichen Ansammlung verwendet; Überschüsse, die sich in der Rentenphase ergaben, wurden für eine dynamische Rentenzahlung genutzt. Im Falle des klassischen Rentenmodells untersuchten „Handelsblatt“ und „Franke und Bornberg“ insgesamt zwölf Tarife, wobei fünf mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet wurden.

Im besten Fall konnten Kunden bei der HUK24 140 Euro Monatsrente erwarten, die bei einer unterstellten zweiprozentigen Wertentwicklung auf 177 Euro ansteigen konnte. Beim schlechtesten im Test gab es nur 107 Euro bzw. nach Wertsteigerung 138 Euro. Etwas besser als der schlechteste Tarif, doch insgesamt weniger gut schnitten die beiden untersuchten Angebote der „neuen Klassik“ ab, die jeweils 126 Euro bzw. 125 Euro (je 145 Euro nach zweiprozentiger Wertsteigerung) erzielten.

Unterschiedliche Fondswelten

Daneben bewertete der Rürup Rente Test 2017 zehn klassische Tarife mit Indexbeteiligung, von denen sich vier als „sehr gut“ erwiesen. Im Vergleich zu den klassischen Tarifen blieb der beste der Indextarife der HDI mit einer Monatsrente in Höhe von 128 Euro (160 Euro nach zweiprozentiger Wertsteigerung) jedoch immer noch etwas zurück.

Der schlechteste, nur noch mit „ausreichend“ beurteilte Tarif erbrachte eine Rente von 112 Euro, einer von zwei „befriedigenden“ Tarifen nur eine Rente von 109 Euro. Die Fondspolicen des Rürup Rente Tests 2017 unterteilen sich in solche, die keine Garantien auf das Angesparte geben, und Hybridprodukte, die eine 80-prozentige oder sogar 100-prozentige Garantie zusagen können, da sie nur einen Teil der Sparraten in Fonds investieren.

Der Rürup Rente Test 2017 führt 24 Fondspolicen ohne Garantien auf, die in neun Fällen mit „sehr gut“ bewertet wurden. Bei zweiprozentiger Wertentwicklung ergab sich dem Test zufolge eine Monatsrente von maximal 133 Euro beim Anbieter Europa; im ungünstigsten Fall blieb es bei 100 Euro.

Den besten garantierten Rentenfaktor erhielten Kunden übrigens mit 30 Euro, die sowohl der „sehr gute“ Anbieter Continentale als auch der als „befriedigend“ eingestufte Anbieter WWK offerierten; die Europa gab ihren Rentenfaktor mit 26 Euro an.

Höchste Fondsrente bei 132 Euro

Fünfzehn Tarife, darunter sechs „sehr gute“, boten eine Fondsanlage mit 80-prozentiger Beitragsgarantie. Dies ergab eine garantierte Rente, die je nach Anbieter zwischen 86 Euro und 105 Euro lag.

Unter Annahme einer zweiprozentigen Wertentwicklung ließen sich aus den 105 Euro immerhin 150 Euro machen, womit der beste dieser Fondstarife, der von der HanseMerkur angeboten wird, aber immer noch unter der Zusage des Besten im Bereich der klassischen Rürup-Rente lag. Der Rentenfaktor des Tarifs der HanseMerkur betrug 27 Euro; mit 28 Euro lag der Versicherer Zurich leicht darüber. Er bot allerdings nur 95 Euro Garantierente bzw. 124 Euro Rente nach Wertsteigerung an.

Der beste von 16 Fondsanbietern mit 100-prozentiger Beitragsgarantie im Rürup Rente Test 2017, wiederum die HanseMerkur, bot eine Zusage über 132 Euro Monatsrente bzw. 158 Euro nach einer Wertsteigerung von zwei Prozent, derjenige mit der geringsten Zusage bot 112 Euro pro Monat an. Der höchste Rentenfaktor wurde mit 30 Euro vom Versicherer WWK angeboten. Auch bei den Fondstarifen mit 100-prozentigem Beitragserhalt blieb die Monatsrente somit hinter der der klassischen Variante.

Rürup Rente Test 2011: Finanztest

Die Verbraucherschützer der Zeitschrift „Finanztest“ haben sich der Rürup Rentenversicherung, des „Klassikers“ unter den Rürup Renten, angenommen und sie getestet.

Den Testern waren vor allem die Kriterien Rentenzusage und Anlageerfolg wichtig. Dabei wurde ermittelt, wie hoch einerseits die garantierte Rürup Rente ist und wie gut die einzelnen Unternehmen andererseits wirtschaften – denn erzielt ein Versicherer finanzielle Erfolge, können die Versicherten von größeren Überschüssen profitieren.

Sowohl die Höhe der garantierten Rürup Rente als auch der Wirtschaftserfolg der Versicherer flossen mit 40 Prozent in den Test der Rürup Renten ein. Wichtig waren im Rürup Test weiterhin auch Flexibilität und Transparenz der Verträge, die in der Bewertung jeweils zehn Prozent ausmachten.

In punkto Flexibilität wurde abgeklopft, wie sich der Anbieter in Bezug auf eine mögliche Beitragsfreistellung oder Beitragsstundung verhielt, ob er Sonderzahlungen erlaubte, ob ein Anbieterwechsel während der Ansparphase möglich war und ob der Rentenbeginn vorgezogen oder hinausgezögert werden konnte. Zum Kriterium Transparenz zählte beispielsweise, ob ein Versicherer Angaben zu seinen Kalkulationsgrundlagen oder zum Überschusssystem machte und weiterführende Angaben zu anfallenden Kosten beigab.2

Nur insgesamt fünf Kandidaten erhalten die Note „gut“

Dem Test zur Rürup Rente lag der Modellfall einer 40jährigen Person zugrunde, die 25 Jahre Beiträge zahlt und jährlich 6.000 Euro in ihren Vertrag investiert.

Im Test waren Tarife von 31 Versicherern getestet worden, deren Qualität die Zeitschrift jedoch als sehr unterschiedlich bewertete: Ein „sehr gut“ wurde gar nicht vergeben. Immerhin wurden jedoch fünf Anbieter mit der Note „gut“ bewertet.

Testsieger wurde der Tarif BA3 der Debeka, gefolgt vom Tarif E-R1B der Europa Versicherung. Die beiden besten Tarife des Rürup Rente Tests überzeugten insbesondere durch einen guten bis sehr guten Anlageerfolg. Der Tarif der Debeka punktete zudem durch ausgezeichnete Transparenz. Auch die Rentenzusage von Debeka und Europa wurde mit „gut“ bewertet.

Als sonderlich flexibel erwies sich allerdings weder der Tarif BA3 der Debeka noch der E-R1B der Europa Versicherung: So ist in keinem der beiden Fälle ein Anbieterwechsel vertraglich geregelt – und kann somit verweigert werden. Außerdem konnte der Rentenbeginn zwar vorgezogen, aber nicht hinausgezögert werden.

Der Tarif der Europa schloss darüber hinaus sogar noch weitere Punkte aus. Beim Zweitplazierten im Rürup Rente Test hat der Kunde weder Anspruch auf Beitragsstundung noch ist eine Beitragsreduzierung möglich; zudem fallen bei Beitragsfreistellung zusätzliche Stornokosten an.

Hannoversche bietet flexibelsten Rürup Tarif

Die Plätze drei bis fünf des Tests zur Rürup Rente teilten sich die Huk24 (Tarif BRAGT24), die Hannoversche (Tarif RB4F bzw. RB4M) und die Huk-Coburg (Tarif BRA). Das angebot der Hannoverschen ragte dabei heraus, da er gleichzeitig der flexibelste des ganzen Tests war: Einziger Kritikpunkt von „Finanztest“ war hier, dass eine Beitragsstundung zwar erlaubt, aber nicht zinslos war.

Der Tarif RB1 09 der Generali Versicherung erhielt in der Summe eine Fünf (mangelhaft). Die Gesellschaft zeigte unter anderem den geringsten Anlageerfolg unter allen Rürup Rente Testkandidaten. Zwei Versicherer konnten nicht bewertet werden, da die Faktoren Rentenzusage und Anlageerfolg aus jeweils unterschiedlichen Gründen nicht ermittelt werden konnten.

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Quellenangaben

1Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/
ruerup-rente-so-koennen-gutverdiener-fuers-alter-vorsorgen/20136964.html

2Quelle: Finanztest, Ausgabe Dezember 2011, S. 20f.