Riester Rente Test

Riester Renten im Test: BEFRIEDIGEND

Die Zeitschrift „Finanztest“ von Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 10/2017 klassische Riester-Renten getestet. Das Ergebnis des Riester Rente Tests lautet in allen Fällen „befriedigend“.

Die klassische Riester-Rente bietet inzwischen nur noch eine geringe Garantiezusage an: Seit Anfang 2017 verzinsen Versicherer die Verträge lediglich mit 0,9 Prozent.

Gleichzeitig werden die klassischen Policen immer weniger und machen damit neuen Produkten Platz, die mit sogenannten abgesenkten Garantien arbeiten. Wie gut die übrig gebliebenen Riester-Verträge mit Garantiezins sind, hat nun das Verbrauchermagazin „Finanztest“ der Stiftung Warentest in seiner Ausgabe 10/2017 getestet.

Im Ergebnis erzielen die derzeit am Markt verfügbaren Tarife im Riester Rente Test nur ein mittleres Ergebnis (Testurteil „befriedigend“).

Die insgesamt neun im Test aufgeführten Tarife wurden für einen 37-jährigen Modellkunden untersucht, der inklusive der Zulage von 154 Euro jährlich 1.200 Euro in seinen Vertrag einzahlt und 30 Jahre lang Einzahlungen vornimmt. In der Rentenphase hat er eine Rentengarantiezeit von zehn Jahren.

Wie wurden die Riester Renten getestet?

Die Gesamtnote ergab sich aus den Prüfpunkten Rentenzusage/Kosten und Anlageerfolg des Unternehmens, die mit jeweils 35 Prozent gewichtet wurden, sowie Transparenz und Flexibilität, die mit jeweils 15 Prozent in die Wertung eingingen.

Zusätzlich wurden die Tarife des Riester Rente Tests auf ihr mögliches Höchsteintrittsalter, die Mindestlaufzeit und auf Nachhaltigkeit der Investitionen geprüft: Hinsichtlich der Laufzeit wurde dabei abgeklopft, wie lange der Vertrag bis zum Rentenbeginn mindestens gelaufen sein muss; im Bereich der Nachhaltigkeit wurde eruiert, ob die Anbieter bei ihren Investitionen nur in ethisch unbedenkliche Branchen investieren oder ob sie durch ihre Anlagepolitik z.B. auch Nahrungsmittelspekulation fördern. Schließlich wurde die fest zugesagte Monatsrente ermittelt, die sich mittels des Eigenbeitrages ohne Zulagen und Überschüsse ergab.

Zweiter Sieger hat höchste Rentenzusage

Der beste der „befriedigenden“ Tarife im Riester Rente Test punktete vor allem in den Bereichen Anlageerfolg sowie Transparenz und konnte auch in Sachen Flexibilität ein gutes Ergebnis erreichen. Ein Höchstalter war nicht vorgegeben; die Mindestlaufzeit betrug zwei Jahre.

Die Nachhaltigkeitskriterien von „Finanztest“ wurden hier zumindest zum Teil erfüllt, die zugesagte Rente erreichte mit 102 Euro allerdings nicht das beste Ergebnis, das ein weiterer Versicherer mit 106 Euro erzielte.

Der Sieger im Bereich der Rentenzusage – gleichzeitig der Zweitplatzierte des Riester Rente Tests – wies wiederum weniger Anlageerfolg und weniger flexible Verträge auf; zur Nachhaltigkeit seiner Investitionen erteilte er dem Verbrauchermagazin keine Auskünfte. Die schlechteste Bewertung erhielt derjenige Tarif, der mit 98 Euro auch die geringste Monatsrente anbot.

Während „Finanztest“ die Flexibilität des Vertrages noch als „gut“ einstufte, erwiesen sich Anlageerfolg und Transparenz nur als „befriedigend“. Die Nachhaltigkeitskriterien wurden im Übrigen nicht erfüllt.

Riester Fondssparpläne und Fondspolicen im Test

Riestern mit Fonds ist eine Alternative zur klassischen Riester-Rentenversicherung, die im Moment nur noch mit 0,9 Prozent Garantiezins verzinst wird. Die Alternative bietet bessere Renditechancen, ist gleichzeitig allerdings risikoreicher.

Dank der Riester-Idee ist es zwar nicht möglich, dass Anleger ihre eingezahlten Beiträge oder die staatlichen Zulagen verlieren, doch besteht auch die Gefahr, dass Fondskunden am Ende gar nichts erwirtschaften. Wie gut die Aussichten auf Erfolg mit Fonds sind, hat die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2017) in einem Test zu Riester Fonds getestet und dabei sowohl Riester-Fondssparpläne als auch Riester-Fondspolicen untersucht.

Während die Beiträge bei den Sparplänen ausschließlich in Fonds investiert werden, fließt bei Fondspolicen oft nur ein kleiner Teil in Fonds; hier kann sich der Kunde die Anlageprodukte aber meist aus einem großen Angebot aussuchen, bei Fondssparplänen übernimmt das der Anbieter. Im Riester Fonds Test wurden jeweils die Produkte verschiedener Chancen-Risiko-Klassen untersucht. Eine niedrige Chancen-Risiko-Klasse bedeutet dabei weniger Risiko und einen geringeren potenziellen Anlageerfolg, eine hohe Chancen-Risiko-Klasse stellt einen höheren möglichen Gewinn bei gleichzeitig höherem Verlustrisiko in Aussicht.

Gute Sparpläne in drei Chancen-Risiko-Klassen

Überprüft wurden insgesamt elf Riester-Fondssparpläne sowie 16 Riester-Fondspolicen. Modellkunde war ein 37-Jähriger, der monatlich 30 Jahre lang 87 Euro in seinen Vertrag investierte; hinzu kam eine jährliche Grundzulage in Höhe von 154 Euro. Im Vertrag war dabei eine zehnjährige Rentengarantiezeit festgeschrieben. „Finanztest“ hat hinsichtlich der Verträge deren Kostenbelastung untersucht, die maßgeblichen Einfluss auf die Rendite des Vertrags hat.

Zusätzlich wird angegeben, wie flexibel der Vertrag gestaltet werden kann und ob der jeweilige Anbieter z.B. eine Wertsicherungspolitik in Form von Höchststandssicherung betreibt oder ob der Kunde etwa den Auszahlungsbeginn verschieben kann. Bei den insgesamt drei getesteten Fondssparplänen der Chancen-Risiko-Klassen 3 und 4 ergab sich jeweils eine mittlere Kostenbelastung, wobei Kunden eher wenige Möglichkeiten zur Vertragsgestaltung eingeräumt wurden.

Stiftung Warentest empfiehlt diese Sparpläne. Daneben führt der Riester Fonds Test von „Finanztest“ acht Produkte der Chancen-Risiko-Klasse 2 auf, die oft mehr Flexibilität bieten. Vier weisen jedoch eine hohe Kostenbelastung auf, eines sogar eine sehr hohe Kostenbelastung. Aus Sicht der Tester eignen sich für Sparer nur die restlichen drei Sparpläne dieser Klasse, für die wiederum eine mittlere Kostenbelastung ermittelt wurde.

Teils hohe Kostenbelastung bei den Fondspolicen

Die untersuchten Fondspolicen teilen sich in sieben Produkte der Chancen-Risiko-Klasse 3 und acht Produkte der Chancen-Risiko-Klasse 2 auf. Ein weiteres der getesteten Angebote ist in der Zwischenzeit vom Markt genommen worden und wird im Riester Fonds Test nicht mehr aufgeführt. Die Kostenbelastung der Policen berechnete „Finanztest“ nicht anhand der teuersten, sondern anhand der bestmöglichen Fonds.

Neben der Kostenbelastung und Möglichkeiten der Vertragsgestaltung führen die Testexperten hinsichtlich der Fondspolicen auch auf, ob der Versicherer Fonds erster, zweiter oder dritter Wahl im Angebot hat, und nennen den garantierten Rentenfaktor. Im Ergebnis zeigen sich in der Chancen-Risiko-Klasse 3 vor allem zwei Fondspolicen mit mittlerer Kostenbelastung als empfehlenswert, deren Fondsauswahl jeweils gut ist.

Der garantierte Rentenfaktor beider Policen unterscheidet sich allerdings deutlich voneinander. In der Chancen-Risiko-Klasse 2 ist das Fondsangebot geringer; nur ein Produkt weist eine lediglich mittlere Kostenbelastung auf, sogar sechs Angebote haben dagegen eine sehr hohe Kostenbelastung.

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