Riestern

Lohnt sich riestern noch?

Auch wenn es mittlerweile ruhig um die Riester Rente geworden ist, die ersten Rentenversicherungen werden bereits ausgezahlt. Wie steht es 2018 um die Riester Rente? Lohnt sich riestern noch?

Die klassische Riester-Rente hat seit der Absenkung des Garantiezinses nicht unbedingt an Attraktivität gewonnen: Betrug die garantierte Mindestverzinsung der Rentenversicherung vor einigen Jahren noch mehr als 2 Prozent, ist der Zins inzwischen auf 0,9 Prozent abgesackt.

Unter Umständen kann sich das Riestern aber immer noch lohnen: Ab 2018 sieht der Staat eine Erhöhung der Grundzulage vor. Bisher erhalten Riester-Sparer pro Jahr 154 Euro hinzu, wenn sie mindestens vier Prozent ihres Vorjahresbruttos in ihren Riester-Rentenvertrag einzahlen – die Zulage ist dabei schon eingerechnet.

Ab 2018 steigt dieser Betrag auf 175 Euro an. Die Kinderzulage bleibt hingegen gleich: Für jedes vor 2008 geborene, kindergeldberechtigte Kind erhält der riesternde Elternteil 185 Euro zu seinem Vertrag hinzu, für den später geborenen Nachwuchs gibt es pro Kind sogar 300 Euro.

Rentner mit Grundsicherung dürfen einen Teil behalten

Das Riester-Sparen, das sich somit besonders für gering verdienende Eltern mit mehreren Kindern als Altersvorsorge eignet, wird durch die höhere Zulage wieder interessanter, da der zu zahlende Eigenanteil sinkt. Eine weitere Neuerung bei Riester: Von 2018 an wird die Riester-Rente nicht mehr vollständig mit der Grundsicherung verrechnet. Wer im Alter Grundsicherung bezieht, hat also doch noch etwas vom jahrelangen Sparen: Er darf zukünftig 100 Euro monatlich behalten und empfängt sie zusätzlich zur Grundsicherung.

Wenn die Riester-Rente 100 Euro übersteigt, sind darüber hinaus weitere 30 Prozent des Restbetrages anrechnungsfrei. Der Gesamtfreibetrag darf die Hälfte des jeweils geltenden Regelsatzes 1 für Hartz IV-Bezieher allerdings nicht überschreiten. Der volle Regelsatz liegt derzeit bei 409 Euro, der halbe bei 204,50 Euro. Tendenziell steigt der Satz jährlich um einige Euro an, so dass betroffene Riester-Rentner demnächst noch etwas mehr von ihrer Riester-Rente behalten können.

Die meisten Sparer riestern in Versicherungsverträgen

Wenngleich die Riestervariante Wohn-Riester immer mehr an Bedeutung gewinnt, so bleibt das Riestern in Form eines Versicherungsvertrags die dominante Variante des Riestersparens. Rund zwei Drittel der Riestergelder fließen in Riester Rentenversicherungen. An zweiter und dritter Stelle stehen Riester Fondspolicen und Riester-Banksparpläne. Das Sparen in Form von Wohn-Riester belegt noch den vierten und somit letzten Platz unter den wählbaren Riesterverträgen.

Kein Vorteil für höhere Einkommen

Neben der Zulagenförderung können Riester-Sparer auch Steuervorteile erhalten: Dann prüft das Finanzamt im Rahmen der Günstigerprüfung, ob sich für den Steuerzahler eine bessere Situation durch den Sonderausgabenabzug als durch die staatlichen Zulagen ergibt.

Hierzu wird zunächst der Steuersatz des gesamten Einzahlungsbetrages ermittelt. Von der ermittelten Summe wird die Höhe der Zulagen abgezogen – verbleibt ein positiver Betrag, erhält der Geprüfte eine Steuerrückzahlung in Höhe dieses Betrages.

Sparer dürfen inklusive der Zulagen maximal 2.100 Euro pro Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Vor allem bei höheren Einkommen und Steuersätzen ist es wahrscheinlich, dass ein Steuervorteil entsteht – in solche Fällen dürften die Neuerungen, die sich 2018 im Bereich der Riester-Rente ergeben, aber keine positiven Auswirkungen haben.

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