Riester Zulage

Wer hat einen Anspruch auf die Riester Zulage?

Ein Riester-Vertrag wird mit jährlichen Zulagen und abhängig vom jeweiligen Einkommen auch zusätzlich mit Steuervorteilen staatlich gefördert. Um den Höchstsatz an Riester Zulagen zu bekommen, muss ein Riester-Sparer mindestens 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen.

Riester-Zulagen beantragen
Riester Zulagen am besten mit einem
Riester-Dauerzulagenantrag beantragen.

Die Riester Rente ist als Ergänzung zur gesetzlichen Rente vorgesehen und richtet sich daher hauptsächlich an Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Einige zusätzliche Personengruppen dürfen sich die staatlichen Riester Zulagen ebenfalls sichern.

Zulagenberechtigte Personenkreise sind:

  • Arbeitnehmer
  • Beamte
  • Erziehende in Elternzeit
  • Ehepartner eines Riester-Sparers
  • Erwerbsunfähige
  • pflegende Angehörige
  • Empfänger von Arbeitslosengeld I und II

Auch Selbstständige, die sich pflichtversichert haben gehören dazu, z.B. Journalisten.

Diese Begrenzung schließt folgende Personengruppen automatisch aus: Hausfrauen und -männer außerhalb der Elternzeit, Selbstständige in berufsständischen Versorgungseinrichtungen, freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherte und nicht rentenversicherungspflichtige Selbstständige.

Ebenfalls nicht förderberechtigt sind geringfügig Beschäftigte, für die nur der pauschale Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird, Rentner bei Erhalt der Altersvollrente, Studenten, Sozialhilfeempfänger und Bezieher von Sozialgeld.

Bis auf die Gruppe der Rentner könnten aber auch alle genannten ausgeschlossenen Gruppen über einen förderberechtigten Ehepartner trotzdem Riester Zulagen erhalten. Auch dann, wenn sie keine 4 Prozent ihres Einkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen. Unabhängig von ihrem Einkommen muss diese Personengruppe nur den Sockelbetrag von 60 Euro jährlich einzahlen, um die Riester Zulagen gutgeschrieben zu bekommen.

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Riester Rente

Zulagen zu Wohn-Riester

Bei Wohn-Riester-Verträgen sollen die Zulagen helfen, den aufgenommenen Kredit zur Finanzierung der selbstgenutzten Wohnimmobilie schneller abzutragen. Denn auch mietfreies Wohnen ist eine Form der Altersvorsorge. In Zeiten der ständig wachsenden Mietpreise mehr denn je. Bundesrat und Bundestag haben sich gerade auf verbesserte Konditionen für Wohn-Riester-Verträge geeinigt: Kapital, das in (beliebigen) Riester-Verträgen angespart wurde, darf nun jederzeit benutzt werden, um Schuldenfreiheit herbeizuführen, bisher waren nur Hausbau oder – kauf gefördert oder es konnte erst zu Rentenbeginn mit einer Schuldentilgung begonnen werden.

Auch werden nun altersgerechte Umbauten gefördert. Für den vollen Zulagenanspruch bei Wohn-Riester-Verträgen gelten dieselben Mindesteigenleistungen wie bei der normalen Riester Förderung: 4 Prozent des Vorjahresbruttos müssen eingezahlt werden. Auch die Zulagenhöhe ist hier mittlerweile die gleiche. Noch im Jahr 2008 sah das ganz anders aus, da betrugen die Zulagen nur etwa die Hälfte der derzeitigen Beträge. Die Entwicklungen sind für den Sparer also durchweg positiv.

Antrag auf Riester Zulage stellen

Ihr Vertragsanbieter sendet Ihnen den Antrag auf Altersvorsorgezulage zu. Um ihn korrekt ausfüllen zu können, brauchen Sie die Steueridentifikationsnummer, Ihre Sozialversicherungsnummer und die Steuernummer. Grund hierfür ist, dass die Daten Ihres Vertrages an die Finanzämter übermittelt werden.

So kann im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung dort ermittelt werden, ob Sie einen zusätzlichen Anspruch auf Steuervergünstigungen haben. Ohne Übermittlung keine Steuervergünstigung!

Wenn Sie Anspruch auf Kinderzulagen haben, dann müssen Sie dem Vertragsanbieter die Kindergeldnummer und die Familienkasse angeben. Der Vertrag wird dann an die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) gesandt, wo dann die Höhe der Ihnen zustehenden Zulagen berechnet werden.

Es wird ein Zulagenkonto für Sie eröffnet, auf dem alle bisher gewährten Zulagen verzeichnet sind. In der Regel können Sie Ihren Vertragsanbieter für die Folgejahre beauftragen, die Altersvorsorgezulage für Sie zu beantragen, dies nennt man Dauerzulagenantrag. Das geht natürlich nur, sofern keine Änderungen Ihrer persönlichen Verhältnisse eintreten. Für Kinder über 18 Jahre muss z.B. nachgewiesen werden, dass noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Die Anträge können noch bis zu zwei Jahre rückwirkend gestellt werden.

Wie beantrage ich die Steuervergünstigungen?

Wie bereits oben angesprochen, werden den Finanzämtern Ihre Vertragsdaten übermittelt. D.h. allerdings nicht (!), dass Sie eine Ihnen zustehende Vergünstigung ohne Antrag erhalten können. Füllen Sie daher in Ihrer Steuererklärung unbedingt die Anlage AV vollständig aus.

Das ist mitunter nicht ganz so einfach, fragen Sie ruhig bei den Service-Centern der Finanzämtern nach, wenn Sie unsicher sind. Die beiliegende Ausfüllhilfe kann aber die meisten Fragen beantworten. Wichtig ist, dass Sie dem Finanzamt deutlich machen, dass Sie eine sogenannte Günstigerprüfung wollen.

Das Finanzamt prüft dann, ob die Altersvorsorgezulage oder der Sonderausgabenabzug günstiger für Sie ist.  Das Finanzamt rechnet in jedem Fall den Ihnen zustehenden Zulagenanspruch gegen, egal, ob Sie die Zulagen auch beantragt haben oder nicht.

Darüber hinaus entstehende Steuervorteile werden direkt an Sie ausgezahlt, die Höhe wird der ZfA per Datenübertragung mitgeteilt. Die eingezahlten Beiträge werden in Ihrer Einkommenssteuerberechnung wie Sonderausgaben behandelt (bis max. 2.100 Euro) und mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Je höher Ihr Steuersatz ist, desto höher sind die sich daraus ergebenden Steuervorteile. Vom Gesamtbetrag der Steuervergünstigung wird dann der Zulagenanspruch abgezogen und der Überschuss ausgezahlt oder mit einer bestehenden Steuerschuld verrechnet.

Woher weiß ich, ob mir eine Steuervergünstigung zusteht?

Grundsätzlich gilt: Je höher Ihr Verdienst, desto höher Ihr Steuersatz, desto höher der Steuervorteil. Da aber viele Faktoren Einfluss auf den Steuersatz haben, so z.B. Krankengeld oder Arbeitslosengeldzahlungen, sollten Sie im Zweifelsfalle immer die Günstigerprüfung beantragen. Das kostet Sie nur ein paar Minuten Zeit, den Rest erledigt das Finanzamt.

Weitere Informationen zur Riester Rente

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