Riester Rendite

Rückläufige Abschlusszahlen trotz guter Riester Rendite

Die Vertragszahlen sinken: Im ersten Quartal des Jahres 2013 verzeichnete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstmals einen Rückgang abgeschlossener Riester-Verträge. Schuld daran ist auch die aktuelle Niedrigzinsphase. Dabei ist die Riester Rendite gar nicht so schlecht.

Riester Rendite
Riester Rendite: Dank der Förderung weiter attraktiv

Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl der Riester-Sparer im ersten Quartal des Jahres 2013 gesunken. Tatsächlich hat sich die Zahl abgeschlossener Riester-Verträge von 15,679 auf 15,652 Millionen verringert, was ein Minus von 27.000 Verträgen bedeutet.

Während Banksparverträge und Wohn-Riester noch Zuwächse verzeichnen konnten, verloren die Versicherer rund 31.000 Verträge bei der klassischen Riester Rente. Nach Schätzungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales haben zudem rund 20 Prozent aller Riester Kunden ihren Vertrag derzeit beitragsfrei gestellt – der Grund dafür sei einerseits in einer mittlerweile erreichten Sättigung des Marktes, andererseits in der zunehmenden Verunsicherung der Deutschen zu sehen, die durch das Andauern der Niedrigzinsphase und negative Medienberichte über Riester geschürt werde.

Viele Bundesbürger befürchten, dass das niedrige Zinsniveau an den Kapitalmärkten auch Auswirkungen auf die Riester Rendite haben könnte. Nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums ist die Riester Rente jedoch weiterhin eine gute Option für private Altersvorsorge: In ihrem Monatsbericht von Juli 2013 weist die Behörde deutlich auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen privaten Absicherung in Form von betrieblicher Altersvorsorge, Rürup Rente oder Riester Rente hin, die gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase an Bedeutung gewännen.

Insbesondere in Niedrigzinsphasen wird die Riester Rente durch Ihre Förderung im Gegensatz zu nichtgeförderten Anlageprodukten attraktiv, denn die Riester Rendite ergibt sich zu einem erheblichen Teil aus der zinsunabhängigen Riesterzulage. Zusätzliche Vorteile ziehen Sparer dabei aus den Neuerungen des Altersvorsorgeverbesserungsgesetzes, das am 24. Juni 2013 verabschiedet worden ist: Demnach müssen Anbieter von Rürup- und Riester Renten zukünftig bestimmte Kriterien erfüllen, die etwa das Angebot an Vorsorgeverträgen überschaubarer machen.

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Riester Rente

Riester Rendite Exurs: Altersvorsorgeverbesserungsgesetz – was ist drin?

Die Neuerungen des Altersvorsorgeverbesserungsgesetzes sehen die Einführung eines Produkt- informationsblattes (PIB) bei Rürup- und Riester-Verträgen vor, mit dessen Hilfe Verbrauchern die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt erleichtert werden soll: Zunächst werden Musterblätter von den verschiedenen Anbietern online bereitgestellt, die bereits bestimmte Merkmale zu den Leistungen der Produkte, zum Beispiel deren Kostenstruktur und die zu erwartende Riester Rendite, enthalten.

Die Informationsblätter sind nach gesetzlichen Regeln gestaltet, so dass Kunden beim Vergleich nicht nur die Unterschiede einzelner Produkte eines bestimmten Anbieters, sondern auch die Unterschiede zwischen den Anbietern selbst auf einen Blick erkennen können. Kommt es zum Vertragsabschluss zwischen Anbieter und Kunde, erhält der Sparer ein zusätzliches Produktinformationsblatt, das den voraussichtlichen Vertragsverlauf anhand der individuellen Rechengrößen abbildet. Laut dem Finanzministerium ist vor allem die Kenngröße Effektivkosten für den Verbraucher relevant: Damit wird ausgedrückt, wie sich die Gesamtkosten über die Ansparphase auf die Rendite eines Riester- oder Rürup-Vertrages auswirken.

Auch Anbieterwechsel während der Ansparphase sollen in Zukunft einfacher gemacht werden: Dazu werden die Wechselkosten per Gesetz auf 150 Euro pro Wechsel gedeckelt; außerdem darf der neue Anbieter höchstens 50 Prozent des übertragenen Kapitals zur Kalkulation seiner Abschluss- und Vertriebskosten benutzen. Unmittelbar vor Beginn der Auszahlungsphase müssen dem Kunden die Auszahlungsbeträge mitgeteilt werden, denn bei vielen Produkten ist die Rentenphase noch nicht klar definiert: Falls ein anderer Anbieter günstigere Zahlungskonditionen bietet, hat der Anleger somit immer noch die Möglichkeit, diesen zu wählen.

Riester Rente dank attraktiver Riester Rendite weiterhin lohnenswert

Ob die neuen gesetzlichen Vorschriften den Deutschen wieder mehr Lust auf private Altersvorsorge machen werden, bleibt abzuwarten. Wer während der aktuellen Niedrigzinsphase für sein Alter sparen möchte, ist gerade mit Riester-Verträgen jedoch vergleichsweise gut beraten: Die klassische Riester-Rente ist vor allem durch ihren garantierten Riester Zins attraktiv, der bei neu abgeschlossenen Verträgen derzeit 1,75 Prozent beträgt.

Darüber hinaus können Sparer an Überschüssen beteiligt werden, die jedoch nicht zwangsläufig erwirtschaftet werden und von Kunden deshalb nicht fest eingeplant werden sollten. Banksparpläne werfen mit insgesamt drei bis sechs Prozent etwas mehr Riester Rendite ab und lohnen sich schon allein dadurch, dass keine Abschlusskosten anfallen. Zudem sind sie besonders flexibel. Riester Fondssparpläne können sogar bis zu zehn Prozent Riester Rendite ertragen; diese wird wiederum durch die Kosten für den Kauf von Fondsanteilen und das Managen der Fonds gemindert.

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