Riester Kosten

Kosten der Riester Rente sind oft zu hoch

Die internen Kosten der Riester Rente sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und oftmals zu hoch. Einen Ausweg sieht das Berliner Institut für Transparenz (ITA) in mehr Information für den Kunden, notfalls auch einer Kostendeckelung.

Riester Kosten
Unterschiedlich: Die Kosten eines Riester Vertrages

Man hört vieles über die Riester Rente: Die Kosten seien viel zu hoch, das Sparen lohne sich nicht für den Verbraucher, meinen die einen. Andere sagen, dass Riester aufgrund der staatlichen Förderung eine gute Möglichkeit biete, privat für das Alter vorzusorgen.

Da die Niedrigzinsphase die Riester- und Basisverträge aber tatsächlich zunehmend unattraktiv macht, hat das Bundesfinanzministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Frage einer möglichen Kostenregulierung in Riester- und Rürup-Verträgen befassen sollte.

Durchgeführt wurde diese Studie, die im Juli 2014 veröffentlicht wurde, vom Berliner Institut für Transparenz (ITA), das zunächst eine komplizierte Marktsituation feststellt: Es bestehe keine Kostentransparenz, so die Autoren der Studie. Dadurch seien die Verbraucher desorientiert und könnten keine fundierte Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Produkt treffen, was teils zur Etablierung überteuerter Policen geführt habe. Zudem würden potenzielle Riester- oder Rürup-Sparer unter Umständen davon davon abgehalten, in einen Vertrag zu investieren.

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Riester Rente

ITA äußert sich positiv über neue Informationspflichten der Versicherer

Um die Kosten bei Riester- und Rürup-Renten zu senken, empfiehlt das ITA zunächst die klare Darlegung der Kosten beider Sparformen. Als sinnvollen Ansatz erachtet es das von der Bundesregierung bereits initiierte System, wonach die Kosten der Riester Produkte künftig auf einem gesonderten Produktinfomationsblatt – siehe PIB Riester Rente – ausgewiesen werden müssen.

Dieses Informationsblatt wird unter anderem die Effektivkosten eines Vertrages zeigen, was die Untersuchung des ITA als besonders kundenfreundlich hervorhebt: Anhand der Effektivkostengröße werde in einer einzigen Zahl ausgewiesen, welche Kosten tatsächlich für einen Vertrag anfielen; je größer sie ausfalle, desto teurer sei die jeweilige Police.

Auch die Darstellung der Kosten für Vertragswechsel, die in der Information enthalten sein sollen, begrüßen die Analysten des ITA: Denn könne der Kunde bereits vor Abschluss des Vertrages klar erkennen, dass bei einem Anbieter weniger als das bisher angesparte Guthaben auf einen neuen Vertrag übertragen werde, bei einem anderen hingegen mehr als das bisher Erzielte, schaffe dies Transparenz hinsichtlich der einmaligen Abschlusskosten der Police.

Auch die künftige Pflicht der Anbieter von Riester Renten, den Kunden einmal jährlich über die tatsächlichen Kosten aufzuklären, und die Informationspflichten, die die Unternehmen vor dem Eintritt in die Rentenphase zumindest bei Riester Renten wahrnehmen müssen, bewertet das ITA als positiv.

Riester Kosten: Auch eine Kostendeckelung wäre möglich

Eine andere Frage sei es jedoch, wie schnell die neuen Transparenzvorgaben den Markt verändern könnten: Das Institut für Transparenz schlägt deshalb vor, nach Ablauf eines Jahres nach Einführung der Vorgaben zu prüfen, ob die Kosten gesenkt worden seien; sei dies nicht der Fall, ziehe man eine zusätzliche direkte Kostenbegrenzung in Betracht.

Dazu sei entweder eine Begrenzung der Einzelkosten oder eine Begrenzung bestimmter Einzelkosten in Kombination mit Deckelung der Effektivkosten denkbar. Im ersten Fall sei eine Festsetzung der laufenden Stückkosten auf 15 Euro und eine Erhebung von maximal 2 Prozent Kosten auf Guthaben bzw. Zinsmarge anzuvisieren.

Im zweiten Fall denken die Autoren der Studie an eine Terminierung der Effektivkosten in der Ansparphase bei 1,2 Prozent bis 3,0 Prozent, je nach der im Produktinformationsblatt ausgewiesenen Chancen-Risiko-Klasse und der Laufzeit des Vertrages. Die Obergrenzen der Einzelkosten könnten dann für alle Produkte bei 4 Prozent der Beitragssumme für Abschluss- und Vertriebskosten und 6,5 Prozent für laufende Kosten liegen, wobei die Zulagen nach Meinung der ITA-Experten nicht in die Beitragssumme einkalkuliert werden dürften. Die Stückkosten sollten wiederum 15 Euro betragen. Zusätzlich seien Verstöße gegen die Kostenobergrenzen zu ahnden.

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