Wechsel PKV zu GKV

Kann ich von der PKV zurück in die gesetzliche Kasse wechseln?

Rückkehr als Arbeitnehmer

Arbeitnehmer können dann in die gesetzliche Kasse zurück, wenn ihr Einkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze sinkt. In diesem Fall erfolgt die Rückkehr sogar automatisch. Fällt das Jahresarbeitsentgelt eines Privatpatienten unter diese Schwelle, wird er noch im gleichen Kalenderjahr als versicherungspflichtig eingestuft.

Wer sich als Festangestellter partout aus seinem privaten Krankenversicherungsverhältnis lösen möchte, muss freiwillig Einkommenseinbußen hinnehmen – z.B., indem er mit seinem Chef ein Jahresgehalt vereinbart, das unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, oder indem er sein Beschäftigungsverhältnis von Voll- auf Teilzeit umstellt.

Hierbei muss er beachten, dass für die Höhe seines Jahresarbeitsentgelts nicht nur sein Bruttolohn maß- geblich ist. Auch andere Formen von regelmäßigem Einkommen (wie z.B. Pauschalen für Überstunden oder Bereitschaftsdienst oder das jährliche Weihnachtsgeld) müssen miteinkalkuliert werden.

Auch wer zu noch drastischeren Mitteln greift und seine Hauptbeschäftigung aufgibt, kann sich aus der privaten Krankenversicherung befreien, denn wer Arbeitslosengeld erhält, wird automatisch gesetzlich versichert.

Gesetzliche Krankenversicherungen im Vergleich

Prüfen Sie jetzt Ihr Sparpotenzial und vergleichen Sie unverbindlich die
Leistungen und Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

Sparpotenzial jetzt prüfen

Berufshaftpflicht

Rückkehr als Selbstständiger oder Freiberufler

Selbstständigen und Freiberuflern werden bei der Rückkehr in die gesetzliche Versicherung noch größere Steine in den Weg gelegt. Da sie für ihre Versorgung im Krankheitsfall gänzlich allein verantwortlich sind und daher eigenmächtig – und unabhängig von ihrem Einkommen – entscheiden können, ob sie gesetzlich oder privat versichert sein wollen, können sie sich nicht aus einem Versicherungsvertrag herauswinden, indem sie ihre Verdienstgrenze senken.

Von dieser Regelung ausgenommen sind nur einige wenige Berufsgruppen, darunter Künstler, Publizisten, Handwerksmeister, Gärtner und Landwirte. Beschäftigte dieser Branchen sind nicht zwangsläufig von der Versicherungspflicht befreit. Allen anderen selbstständig oder freiberuflich Tätigen bleibt als einzige Option nur ein Umschwenken auf eine Festanstellung. Hierbei muss jedoch gewährleistet sein, dass das Angestelltenverhältnis die berufliche Haupttätigkeit ist und der Verdienst, der daraus bezogen wird, unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt.

Arbeitgebern haben Selbstständige jedoch eins voraus: Nach dem Wechsel in eine private Krankenkasse wird ihnen eine dreijährige Frist eingeräumt, innerhalb derer sie in die gesetzliche Versicherung zurückkehren können. Folglich haben sie im Gegensatz zu ihren festangestellten Kollegen Bedenkzeit, um die Maxime „Drum prüfe, wer sich ewig bindet!“ zu beherzigen.

Wer kann nicht zurück?

Gänzlich von einer Rückkehr in die gesetzliche Versicherung ausgeschlossen sind Senioren ab 55, die seit mindestens fünf Jahren Privatpatient waren. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich mit ihrer lebens-länglichen Verpflichtung abzufinden. Dies gilt selbst für Privatpatienten, die in diesem Alter arbeitslos werden. Betroffene, die knapp bei Kasse sind, müssen ihre Versicherungsbedingungen auf einen Basistarif abspecken und sich mit einem geringeren Leistungsumfang begnügen.

Auch für Personen, die einen Befreiungsantrag für die gesetzliche Versicherung gestellt haben, erweist sich die Privatpolice als Einbahnstraße. Wer mit seinem Einkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze sinkt, aber dennoch privat versichert bleiben möchte, hat die Möglichkeit, sich von der gesetzlichen Versicherung befreien zu lassen. Wer sich jedoch einmal dazu entschlossen hat, kann seine Entscheidung zukünftig nicht mehr rückgängig machen und muss Privatpatient bleiben.

Verwandte Themen im Bereich Private Krankenversicherungen

Soweit zum Wechsel von PKV zur GKV. Folgende Fragen und Antworten könnten Sie außerdem interessieren: