PKV Wechsel Statistik 2011

PKV Wechsel Statistik: PKV bleibt auf der Erfolgsspur

Auch 2011 hat eine große Anzahl an bislang gesetzlich Versicherten zu einer privaten Versicherung gewechselt. Die PKV Wechsel Statistik zeigt, dass die positive Tendenz, die bereits das Vorjahr 2010 kennzeichnete, aufrechterhalten und sogar übertroffen werden konnte.

PKV Wechsel Statistik
2011 wechselten 75.100 von der GKV in die PKV.

Während die PKV 2010 74.500 neue Mitglieder aus der GKV hinzugewinnen konnte, waren es 2011 sogar schon 75.100 Wechselwillige.

Insgesamt ist die Zahl der Privatversicherten 2011 laut PKV Wechsel Statistik auf 8,98 Millionen Bundesbürger angestiegen – ein Zuwachs von rund 90.000 Mitgliedern.

Die Wechselbilanz schlägt damit deutlich zugunsten der Privaten Krankenkassen aus: Umgekehrt wechselten nämlich deutlich weniger PKV-Versicherte in die GKV – und das meist nur gezwungenermaßen: Bereits 2010 hatte der Anteil junger Arbeitnehmer, die durch erstmalige Aufnahme eines versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses in die GKV eintreten mussten, etwa 25% der Übertritte in die GKV ausgemacht.

Gründe für einen Wechsel in die PKV

Dass die GKV dabei nicht unbedingt eine attraktive Alternative bildet, ist schon an der Beitragsanpassung ersichtlich: Der Beitrag wurde im Jahr 2011 von 14,9% auf 15,5% angehoben; zudem verlangen viele der Versicherer Zusatzbeiträge. Gleichzeitig wurden Leistungen gekürzt, obschon den gesetzlichen Kassen vom Bund 15 Milliarden Euro aus Steuermitteln gewährt worden waren. Wie hart die steigende Überalterung das umlagefinanzierte System der GKV in Zukunft treffen wird, ist noch gar nicht abzusehen. Die privaten Krankenversicherer hingegen haben für diesen Fall bereits vorgesorgt und Rückstellungen in Höhe von derzeit 155 Millionen Euro gebildet, mit denen die höheren Kosten, die die Versicherten im Alter erwarten, abgefedert werden können.

Auch die Beitragserhöhungen in der PKV sind längst nicht so drastisch wie landläufig angenommen: Das unabhängige Analysehaus „Morgen & Morgen“ hat errechnet, dass 2012 45% der PKV-Tarife gar nicht angehoben werden; starke Erhöhungen treffen nur wenige Kunden. Selbst bei den angepassten Beiträgen beträgt die Erhöhung für Arbeitnehmer im Schnitt lediglich 4,4%, über den Gesamtdurchschnitt aller PKV-Tarife sogar nur 2,4% – wer mehr zahlen soll, hat bei jeder Prämienerhöhung die Möglichkeit, bei seiner Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Ein Wechsel zur PKV kann sich also durchaus lohnen.

Was ist bei einem Wechsel der Krankenversicherung zu berücksichtigen?

Wie die PKV Wechsel Statistik 2011 zeigt, bietet sich ein Wechsel der Krankenversicherung oft an. Gerade wenn es um einen Wechsel zwischen GKV und PKV geht, kann es dabei jedoch Hindernisse geben: Der Wechsel von der GKV in die PKV ist für Freiberufler, Selbständige und Beamten grundsätzlich relativ einfach möglich: Sie können die Aufnahme in eine private Versicherung immer beantragen. Einen Annahmezwang seitens der Versicherer gibt es allerdings nicht.

Arbeitnehmern wird es nicht ganz so leicht gemacht: Sie müssen drei Jahre in Folge ein Jahresbrutto von mindestens 50.850 Euro (umgerechnet 4.237,50 Euro monatlich) vorweisen, um sich privat versichern zu dürfen.

Um von der PKV in die GKV zu wechseln, muss ein Versicherter nachweisen, dass sein Einkommen weniger als die genannte Summe beträgt. Auch Selbständige, die in ein Arbeitnehmerverhältnis überwechseln, und Arbeitslose, die mit Eintreten ihrer Arbeitslosigkeit ebenfalls versicherungspflichtig werden, können Aufnahme in der GKV beantragen. Die Ausnahme: Bei über 55-Jährigen besteht normalerweise keine Möglichkeit einer Rückkehr in die gesetzliche Versicherung mehr – egal, ob diese unter die Versicherungspflicht fallen oder nicht.

Mehr zum Thema Wechsel der Krankenversicherung erfahren Sie hier: PKV Wechsel

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