PKV Beitragsanpassung 2017

PKV Beitragsanpassung 2017

Es ist wieder soweit – Beitragsanpassungen kündigen sich an. 2017 werden sich die Beiträge vieler privater Krankenversicherer erhöhen. Betroffen sind nicht nur Krankenvollversicherte.

Beitragsanpassung PKV
Auch 2017 stehen etliche Beitragsanpassungen an.

Dass viele gesetzliche Krankenkassen ihre Beiträge 2017 erhöhen werden, steht schon fest. Auch die Kunden der privaten Krankenversicherung werden im kommenden Jahr aber tiefer in die Tasche greifen müssen.

Pressemeldungen zufolge bahnen sich teils kräftige Beitragssteigerungen in der PKV an, die etwa zwei Drittel der insgesamt 8,8 Millionen Krankenvollversicherten betreffen.

Dabei muss mit einem Mehr von durchschnittlich elf bis zwölf Prozent gerechnet werden. Je nach Tarif sind auch stärkere Preiserhöhungen möglich. Das restliche Drittel kann dagegen mit gleichbleibenden Tarifen rechnen. Beitragserhöhungen sind 2017 nicht nur im Alt-, sondern auch im Neugeschäft möglich, so dass Neukunden sich vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung gründlich über die Beitragsanpassungen informieren und Preise vergleichen sollten.

Wieso werden die PKV Beiträge regelmäßig angepasst?

Die Beitragsanpassungen, die für das Jahr 2017 in der PKV geplant sind, gehen zum Teil auf steigende Gesundheitskosten zurück. Vor allem aber machen die privaten Versicherer die Politik für die teureren Tarife verantwortlich: Laut Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, können die Versicherungen aufgrund der derzeit niedrigen Zinsen kaum noch Gewinne erwirtschaften, die für Alterungsrückstellungen der Versicherten aufgewendet werden.

Ein Ausgleich in Form höherer Versichertenbeiträge sei daher erforderlich. Leienbach sprach selbst von „untypischen Beitragsanpassungen“, die 2017 auf die PKV Kunden zukämen. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen dürfen die Privatversicherer ihre Beiträge allerdings nicht jährlich anpassen, sondern können nur dann Anpassungen vornehmen, wenn die Ausgaben um mindestens zehn Prozent höher ausfallen als gedacht. In der Folge kommt es immer wieder zu sprunghaften Beitragserhöhungen.

Reaktionen aus der Politik zu den Beitragsanpassungen

Die Niedrigzinspolitik hat nicht nur Auswirkungen auf die private Krankenvollversicherung, sondern kann für jede Art der Privatversicherung Konsequenzen haben, die Alterungsrückstellungen bildet. Insofern wird voraussichtlich auch jeder zehnte gesetzlich Versicherte, der eine Krankenzusatzversicherung hat, betroffen sein. Im Bundestag lösen die Beitragserhöhungen in der PKV 2017 unterschiedliche Reaktionen aus: Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, erklärt die Zinspolitik ebenfalls zu einer der Ursachen für die Preissteigerungen in der PKV. Zudem wendeten die privaten Krankenversicherer höhere Behandlungskosten auf als die gesetzlichen, dazu sinke die Zahl der Neueintritte.

Als Befürworter der Bürgerversicherung sieht er jedoch keinen Anlass zu politischem Handeln. Georg Nüßlein, stellvertretender Fraktionschef der CSU, plädiert hingegen dafür, die Ausgaben der privaten Krankenversicherer zu senken, indem den Versicherern erlaubt wird, Rabatte mit Krankenhäusern, Ärzten und Arzneimittelherstellern auszuhandeln. Zusätzlich solle die Situation der Versicherten verbessert werden, indem etwa der Wechsel zu einem anderen Anbieter erleichtert werde.

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