PKV Arbeitgeberanteil

Muss der Arbeitgeber bei der PKV einen Arbeitgeberanteil
zahlen?

Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Versicherungsprämie. Auch privat Versicherte haben Anspruch auf einen solchen Arbeitgeberanteil. Allerdings gilt für sie eine Obergrenze: Der Arbeitgeber ist nur verpflichtet, den durchschnittlichen Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung hälftig zu tragen. Im Jahr 2009 betrug der Höchstsatz 268,28 Euro monatlich.

Der Arbeitgeberanteils ist nicht auf die Leistungen gesetzlicher Krankenkassen beschränkt. Bezuschusst werden die Leistungsbereiche ambulant, stationär und dental, bei denen auch Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung, Zahnersatz sowie Kranken- oder Krankenhaustagegeld übernommen werden. Der Arbeitgeberzuschuss erstreckt sich unter Umständen auch auf Familienangehörige des Versicherten.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Zahlung des Arbeitgeberanteils bei längerer Krankheit eingestellt wird. Endet die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, läuft auch der Arbeitgeberzuschuss aus. Auch während eines Bezugs von Mutterschafts- und Erziehungsgeld wird kein Arbeitgeberanteil gezahlt.

Ebenso sollte man wissen, dass ein Arbeitgeber einen vereinbarten Selbstbehalt nicht anteilig übernimmt; der Patient muss die Selbstbeteiligung vollständig aus eigener Tasche bezahlen.

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