PKV Altersrückstellung

Bürgerversicherung? Was passiert mit den Altersrückstellungen?

Bürgerversicherung ja oder nein? Die privaten Krankenversicherer müssen nun auch ohne Regierungswechsel mit unerwünschten Veränderungen rechnen. CDU und FDP kündigen weitgreifende Maßnahmen an. Vor allem die Mitnahme der PKV Altersrückstellungen ist Thema.

PKV Altersrückstellung
Welchen Einfluss hat der Wahlausgang auf die PKV?

Hielten die privaten Krankenversicherer und deren Verband bisher die Oppositionsparteien SPD und Grüne für den problematischen Wahlsieger, kündigen nun auch CDU und FDP künftige Eingriffe in die privaten Krankenversicherungen an.

Rot-Grün hat sich die Einführung einer Bürgerversicherung zur Aufgabe gemacht, was das baldige Ende der privaten Versicherung in der bisherigen Form bedeuten würde.

Die Konservativen und Liberalen hingegen haben sich bisher dafür ausgesprochen das duale System PKV und GKV auch künftig beizubehalten. Dabei bleibt es auch, gleichzeitig fordern sie aber in der Zukunft mehr Transparenz in den Basistarifen und die Portabilität der Altersrückstellungen, um einen Versicherungswechsel lukrativ zu machen und damit den Wettbewerb zu stärken.

Die FDP will eine private Krankenversicherung für alle, mit Abschaffung der Versicherungspflichtgrenzen. Was immer auch kommt, Stillstand im Bereich PKV ist in den kommenden Jahren definitiv nicht zu erwarten.

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Leidiges Thema PKV Altersrückstellungen

Die Forderungen für die Mitnahme der Altersrückstellungen bei Versicherungswechsel werden nicht erst seit Kurzem laut. Bisher haben sich die privaten Krankenversicherer jedoch recht erfolgreich gegen die Portabilitätsforderungen gewehrt.

Ausnahme: Ein Wechsel in den Basistarif eines anderen Unternehmens ermöglicht jetzt schon zumindest eine teilweise Mitnahme der Rückstellungen. Diese Basistarifregel gibt es seit dem Jahr 2009 für Neukunden und sollte auch da schon nur der erste Schritt von vielen sein. Will ein privat Versicherter derzeit den Anbieter wechseln, ist das schon nach einigen Jahren ein Verlustgeschäft, weil er die Altersrückstellungen nicht mitnehmen kann und bei einem neuen Anbieter deshalb hohe Beiträge zu erwarten hat.

Die Versicherer begründen ihr Handeln oder vielmehr ihr Nicht-Handeln damit, dass die Altersrückstellungen für das Kollektiv, nicht für einzelne Personen berechnet würden. Die Mitgabe der Altersrückstellungen würde zu Nachteilen für andere Versicherten führen, unter anderem auch durch steigende Verwaltungskosten, die durch den Berechnungsaufwand und die Mitgabe entstünden. Die Kritik, dass so um einige Kunden kein ernsthafter Wettbewerb mehr stattfindet, ist auch von den Versicherern nicht zu entkräften. Aber für die auch eher ein Pro, als ein Kontra. So werden Kunden lebenslang in Verträgen gehalten, ohne dass es eines besonderen Anreizes bedarf.

PKV Anbieter Wechsel muss möglich sein

Eine Mitnahme der Altersrückstellungen würde einen lukrativen Anbieterwechsel ermöglichen. Das würde lt. CSU-Politiker Johannes Singhammer wiederum dazu führen, dass PKV Billigtarife, die später schnell teuer werden, vom Markt verschwinden. Es ist jetzt nötig, dass sich PKV Unternehmen Gedanken über eine mögliche Lösung der Problematik machen, ansonsten wird vermutlich ohne sie eine Lösung gefunden werden, ob die den Versicherern dann schmeckt, darf bezweifelt werden. Bisher haben die Versicherer allerdings wenig Eigeninitiative gezeigt. Im Gegenteil.

PKV Verband wehrt sich

PKV-Verbands-Sprecher Stefan Reker reagiert eher gelassen. Gegenüber der Ärzte Zeitung hat er gesagt, dass für den Bestand der Versicherten gelte: „Vertrag ist Vertrag“. Da in diesen eine Mitnahme der Altersrückstellungen ausgeschlossen wird, ist ein Rechtsanspruch darauf auch nicht gegeben. Bei einem entsprechenden Gesetzeserlass wäre eine Flut von Klagen zu erwarten. Damit macht er es sich aber wohl zu einfach.

Bürgerversicherung – was passiert dann mit den Altersrückstellungen?

Dr. Harald Terpe von den Grünen hat sich bei der Euroforum-Konferenz „PKV aktuell“ in Berlin zwar dazu geäußert, wie die Bürgerversicherung zukünftig eingeführt werden soll, nämlich Schritt für Schritt, aber nicht wirklich dazu, was dann mit den Altersrückstellungen der Privatpatienten passieren soll. Sie würden Teil der Bürgerversicherung werden, hieß es nur. Terpe versicherte auch, dass es nach Einführung der Bürgerversicherung zu keiner Kürzung des Gesamthonorars für Ärzte kommen werde, nur zu einer Umverteilung. Was abzuwarten bleibt. Sicher ist: Wie auch immer die Wähler am 22.09. ihr Kreuzchen setzen, die PKV ist im Wandel und dieser ist nicht aufzuhalten!

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