Versorgungslücke gesetzliche Pflegeversicherung

Die Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung

Trotz Einzahlungen in die gesetzliche Pflegeversicherung entsteht im Pflegefall eine Versorgungslücke. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung bleiben Sie finanziell unabhängig.


Wie groß wird Ihre Pflege-Versorgungslücke sein?

Pflegebedürftig im Alter – damit beschäftigen sich die wenigsten Menschen gern. Dabei ist es wichtig, sich bereits in jüngeren Jahren Gedanken um eine Absicherung von Pflegebedürftigkeit zu machen und Vorkehrungen zu treffen: Zwar gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung, in die alle gesetzlich und privat Versicherten in Deutschland einzahlen müssen, doch reichen deren Leistungen meist gar nicht aus, um die gesamten Pflegekosten zu tilgen.

Auch mit eigenen Mitteln lässt sich die Versorgungslücke, die die gesetzliche Pflegeversicherung hinterlässt, in der Regel nicht ganz schließen: So kosten ambulante Pflegedienste, vor allem aber Heimplätze, viel Geld. Wer im Pflegeheim lebt, hat in den Pflegegraden 2 bis 5 Anspruch auf Beträge zwischen 770 Euro und 2.005 Euro pro Monat, die der Staat leistet. Die rund 2.000 Euro gibt es allerdings nur in sehr schweren Fällen, die dem Pflegegrad 5 zugeordnet werden.

Selbst bei einer Einstufung in einen hohen Pflegegrad verbleibt ein Eigenanteil an den Pflegekosten, den der Pflegebedürftige selbst tragen muss und der sich je nach Bundesland im Schnitt zwischen knapp 220 Euro und knapp 880 Euro bewegt. Der Eigenanteil ist von Pflegeheim zu Pflegeheim unterschiedlich, gilt aber innerhalb eines Pflegeheims für alle Pflegegrade von 2 bis 5. Neben den reinen Pflegekosten müssen die Heimbewohner auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten, die z.B. für Renovierungsarbeiten im Heim anfallen können, sowie möglicherweise eine Ausbildungsumlage bezahlen. Diese Sonderkosten machen im Durchschnitt etwa 1.200 Euro im Monat aus.

Pflegelücke schließen: Besser früher vorsorgen

Dadurch können monatlich leicht Ausgaben in Höhe von 2.000 Euro auf Pflegebedürftige zukommen, die diese aus eigener Tasche zahlen müssen – Geld, das längst nicht jedem zur Verfügung steht. Wer in Pflegegrad 1 eingestuft wird und in ein Pflegeheim möchte, kann kaum auf die gesetzliche Pflegeversicherung zählen: Er hat lediglich Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125 Euro und muss für alle weiteren Heimkosten selbst aufkommen.

Wenn die eigenen Einkünfte nicht genügen, um die Versorgungslücke zur Zahlung der gesetzlichen Pflegeversicherung zu überbrücken, können sich Pflegebedürftige notfalls an das Sozialamt wenden: In diesem Fall sind die Hilfebedürftigen jedoch verpflichtet, Auskunft über ihre finanziellen Verhältnisse zu erteilen. Zudem kann das Amt unter Umständen Angehörige heranziehen, die sich in der Folge an den Pflegekosten beteiligen müssen.

Gerade da vielen Menschen der Gang zum Sozialamt schwerfällt, ist es sinnvoll, sich anderweitig privat gegen Pflegebedürftigkeit abzusichern. Vor allem der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung kann helfen, die Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen und ein Angewiesensein auf Sozialhilfe im Alter zu vermeiden.

Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist empfehlenswert

Es gibt drei Arten der privaten Pflegezusatzversicherung: Die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung. Am häufigsten werden Pflegetagegeldversicherungen angeboten: Hierbei wird ein monatlich auszuzahlendes Tagegeld vereinbart, das sich meist mit steigendem Pflegegrad erhöht und teils nach ambulanter und stationärer Pflege unterschiedlich ausfällt; der Versicherte kann im Pflegefall frei über die ausgeschütteten Summen verfügen. Teils beinhalten die Pflegetagegeldversicherungen noch Sonderleistungen wie z.B. Einmalzahlungen ab einem bestimmten Pflegegrad.

Pflegekostenversicherungen orientieren sich dagegen grundsätzlich an den tatsächlichen Pflegekosten, die durch Rechnungen nachgewiesen werden müssen. Pflegekostenversicherungen zahlen dem Pflegebedürftigen entweder noch einmal den Betrag der gesetzlichen Leistung oder stocken diesen bis zu einer bestimmten Obergrenze auf. Dabei werden im Normalfall nur die wirklich entstandenen Kosten erstattet.

Pflegerentenversicherungen offerieren ähnliche Leistungen wie Pflegetagegeldpolicen, indem sie im Pflegefall eine zuvor vereinbarte monatliche Rente ausschütten, über die der Versicherte nach eigenem Ermessen verfügen kann. Alle drei Arten der Pflegezusatzversicherung eignen sich dazu, der Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung vorzubeugen. Die einzelnen Angebote können sich in Preis und Leistung allerdings sehr stark voneinander unterscheiden – vor dem Abschluss eines Pflegezusatzvertrages sollte daher unbedingt ein ausführlicher und unabhängiger Versicherungsvergleich stehen.

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