Fragen und Antworten zur Hausratversicherung

Brauche ich eine Hausratversicherung?

Die Entscheidung für oder gegen eine Hausratversicherung hängt zum einen davon ab, wie wertvoll Ihr Hausrat ist, zum anderen davon, ob Sie über genügend finanzielle Rücklagen verfügen, um sich diesen im Schadensfall schnell wieder zu beschaffen.

Wenn Ihr Hausrat (also Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände, aber auch Wertsachen) nicht besonders wertvoll ist, müssen Sie ihn auch nicht versichern. Vielleicht haben Sie auch soviel Geld zurückgelegt, dass Sie die beschädigten Gegenstände ohne Probleme ersetzen könnten.

Auch dann macht eine Hausratversicherung keinen Sinn. Am Besten überschlagen Sie einmal in Ruhe, wie viel Ihr Hausrat insgesamt wert ist und welche Kosten auf Sie zukommen würden, wenn das alles durch einen Brand oder ein anderes Unglück zerstört würde. So dürfte Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Hausratversicherung leichter fallen.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Die Höhe der Prämien ist abhängig von der festgelegten Versicherungssumme, sowie von Ihrem Wohnort. In dünn besiedelten ländlichen Gebieten, die als weniger einbruchgefährdet gelten, ist die Hausratversicherung wesentlich günstiger als in Großstädten und Ballungsräumen.

Die Beitragshöhe schwankt aber auch von Anbieter zu Anbieter erheblich. Teure Versicherungsunternehmen verlangen im Vergleich zu günstigen Anbietern teils das Dreifache. Preisvergleiche lohnen sich. Reduzieren können Sie die Beitragshöhe durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Die Festlegung der richtigen Versicherungssumme ist gar nicht so einfach, da man sowohl eine Unter- als auch eine Überversicherung möglichst vermeiden möchte. Bei der Wahl der Versicherungssumme gibt es zwei Optionen: Entweder der konkrete Wert des Hausrats wird ermittelt und als Versicherungssumme vereinbart.

Dabei sollte sich diese Summe auf jeden Fall am Wiederbeschaffungswert der Gegenstände orientieren, denn nur so ist es möglich, den Hausrat zu ersetzen, ohne in finanzielle Engpässe zu geraten. Da dieses Verfahren sehr aufwändig ist, bieten viele Versicherungen an, den Wert des Hausrats pauschal zu versichern.

In diesem Fall wird eine bestimmte Deckungssumme (meist zwischen 500 und 700 Euro) pro Quadratmeter Wohnfläche festgelegt. Am Besten sprechen Sie sich bei dieser Entscheidung mit Ihrem Versicherer ab.

Was ist durch die Hausratversicherung abgedeckt?

Als Hausrat gelten alle Gegenstände, die in einem privaten Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder Verbrauch dienen, also zum Beispiel Möbel, Haushaltsgeräte, Musikinstrumente etc. Auch Wertgegenstände wie Bargeld, Sparbücher und Schmuck zählen zum Hausrat, für sie gelten allerdings Entschädigungsgrenzen.

Die Hausratversicherung versichert all diese Dinge gegen eine ganze Reihe von Schadensursachen wie Einbruchdiebstahl, Raub, Brand, Vandalismus, Blitzschlag, Explosion, Sturm oder Wasserschäden.

Werden die Gegenstände beschädigt, kommt die Versicherung für die notwendigen Reparaturkosten auf. Wenn der Hausrat gestohlen oder zerstört wird, bekommen Sie in der Regel den Neupreis erstattet.

Wann zahlt die Versicherung nicht?

Die Hausratversicherung zahlt allerdings nicht, wenn der Versicherte den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. Außerdem gibt es einige Gebrauchsgegenstände, welche vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.

So zum Beispiel Kraftfahrzeuge, das Eigentum eines Untermieters sowie Gegenstände in ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzten Räumen. Auch für fest eingebaute Gegenstände wie Badewannen oder Einbauküchen zahlt die Hausratversicherung nicht.

Welche Zusatzleistungen gibt es?

Abgesehen von den gängigen Leistungen können Sie bei allen Hausratversicherungen bestimmte Risiken zusätzlich mit einschließen. So zum Beispiel Überspannungsschäden durch Blitzschlag: Normalerweise kommt die Versicherung nur für Schäden auf, die durch direkten Blitzeinschlag verursacht wurden.

Ihre Elektrogeräte können aber auch dadurch beschädigt werden, dass ein in der Nähe einschlagender Blitz eine Stromspitze verursacht. Wenn Sie wertvolle und empfindliche Elektrogeräte besitzen, sollten Sie darauf achten, dass auch diese Schäden von der Versicherung abgedeckt sind.

Fahrradbesitzer sollten zudem dafür Sorge tragen, dass ihr Fahrrad auch dann mitversichert ist, wenn es nicht im eigenen Keller, sondern in einem Gemeinschaftskeller oder gar draußen abgestellt ist.

Weitere mögliche Einschlüsse sind Sengschäden, Autoeinbrüche, „einfacher“ Diebstahl (ohne Einbruch), Aquarien, Glasbrüche usw. Erkundigen Sie sich bei den Versicherungsunternehmen nach den verschiedenen Angeboten.

Vergleich Hausratversicherung

Hausratversicherung

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Tipps zur Hausratversicherung

Versicherungstipps

Vertragslaufzeit: Bei Hausratversicherungen ist es empfehlenswert, eine Police mit möglichst kurzer Laufzeit abzuschließen. So sind Sie nicht zu lange an einen Vertrag gebunden und können leichter zu günstigeren Anbietern wechseln. Denn auch wenn Sie bereits eine Hausratversicherung haben, lohnt es sich, die Tarife des eigenen Versicherers von Zeit zu Zeit mit anderen Angeboten zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Dadurch können Sie viel Geld sparen.

Tipps Hausratversicherung

Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit (BU): 
Statistisch gesehen trifft es jeden vierten Arbeitnehmer rund zehn Jahre vor der gesetzlichen Altersrente. Die Notwendigkeit, die Arbeitskraft  berufsgruppenspezifisch abzusichern, ist existenziell. Vergleichen Sie die BUV Tarife.