Beitragsberechnung Wohngebäudeversicherung

Beitragsberechnung bei der Wohngebäudeversicherung

Viele Versicherer haben für das Jahr 2019 die Beiträge für die Wohngebäudeversicherung erheblich erhöht. Hausbesitzern mit zu hohen Schadenaquoten wurden gar die Verträge gekündigt. Was tun? Die Beitragsberechnung ist dabei so kompliziert, dass ein Wechsel des Versicherers ohne vorherigen Vergleich der Konditionen nicht zu empfehlen ist.

Schon in den  Jahren bis 2017 wurden die Beiträge der Wohngebäudeversicherung enorm angehoben. Warum?

Große Unwetterschäden führen dazu, dass die Versicherer mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Das führte zu teils massiven Schritten: Da viele Altverträge keine Beitragsanpassungsklausel haben, wurden Verträge von den Versicherern in großem Umfang gekündigt.

Für Vericherungskunden sind Beitragsanpassungen und sogenannte Änderungskündigungen (Kündigungen vom Versicherer, die zu einem Neuabschluss mit geänderten Bedingungen führen sollen) auch eine Chance. Man sollte die Gelegenheit nutzen, den bestehenden Schutz zu überprüfen und einen Versicherungswechsel in Betracht ziehen.

Hier lässt sich häufig sparen und sogar ein besseres Leistungspaket bekommen. Die Prämienberechnung ist allerdings kompliziert. Wir sagen Ihnen im Folgenden, wie sich die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung zusammensetzen und wie Sie den Versicherer mit den besten Konditionen finden können.

Versicherungswert 1914 oder Wohnflächenmodell?

Die meisten Wohngebäudeversicherungen werden als gleitende Neuwertversicherungen abgeschlossen. Das heißt die Versicherungssumme wird immer an die gestiegenen Baupreise angepasst. So wird vermieden, dass eine Unterversicherung besteht, falls aufgrund von Zerstörung des Wohngebäudes ein Neubau notwendig wird.

Es gibt hier zwei Methoden der Prämienberechnung. Immer noch weit verbreitet ist die Berechnung des Versicherungswertes anhand der (theoretischen) Versicherungssumme von 1914. Der Grund: Das Jahr 1914 war das letzte Jahr, in dem die Baupreise stabil waren und die Mark noch vollständig von den bestehenden Goldreserven gedeckt.

Der angenommene Wert des Jahres 1914 wird mit dem Baupreisindex multipliziert. Dieser wird jährlich vom Statistischen Bundesamt neu festgelegt und spiegelt die gestiegenen Baupreise wieder. Eine andere Berechnungsmethode, die aber ebenfalls jährlich mithilfe des Baupreisindex neu berechnet wird, ist die Berechnung anhand der Wohnflächen.

Hierbei spielt die genaue Wohnfläche eine Rolle, sowie die Bauart, Ausstattung und Nutzung. Es gibt also bereits bei der grundsätzlichen Wertermittlung schon viele einzelne Faktoren, die Einfluss auf die Höhe der Prämie haben..

Wie läßt sich der Versicherungswert 1914 berechnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Wert 1914 zu berechnen bzw. zu ermitteln. Ist Ihnen der Neubauwert des Gebäudes in einem anderen Jahr, zum Beispiel 2005, bekannt, dann kann der Wert 1914 ermittelt werden, indem der Neubauwert 2005 durch den in diesem Jahr geltenden Baupreisindex geteilt und mit 100 multipliziert wird. Das Ergebnis wird auf volle Hundert gerundet.

Rechenbeispiel: Bei einem Neubauwert (NBW) von 250.000 Euro im Jahr 2005, der Baupreisindex betrug 1.054, erechnet sich der Wert 1914 wie folgt:

250.000 Euro : 1.054 x 100 = 23.719 Mark, ger. 23700 Mark

(NBW 2015) (Baupreisindex 2005) (Wert 1914)

Anhand des Werts 1914 in Höhe von 23.700 Mark kann jetzt auch ganz einfach der Wert 2017 (in Euro) ermittelt werden. Der gültige Baupreisindex im Jahr 2017 ist 1.358. Die Berechnung sieht nun wie folgt aus:

23700 Mark x 1.396,7 : 100 = 331.017 Euro

(Wert 1914) (Baupreisindex 2018) (NBW 2018)

Einordnung in Risikozonen

Ganz entscheidend für die Beitragshöhe in der Wohngebäudeversicherung ist die Lage des Gebäudes. Manche Risiken sind an einem Ort in Deutschland größer als an einem anderen. Zum Beispiel ist es wahrscheinlicher, dass Leitungswasserschäden in Gebieten mit hartem Wasser vorkommen, da hierdurch die Leitungen angegriffen werden.

Regionen mit hartem Wasser werden also in der Kategorie Leistungswasser anderes bewertet als solche mit weicherem Wasser.

Auch die Häufigkeit von Sturm oder Hagel ist nicht in jeder Region Deutschlands dieselbe. Deshalb werden auch hier Zonen unterschieden. Elementarereignisse wie Hochwasser, Schneedruck oder Erdbeben verursachen oft hohe Schäden. Bestimmte Gebiete sind hiervon sehr viel häufiger betroffen als andere. Das heißt für alle diese Schadenarten gibt es eine Unterteilung in Zonen.

Je nach Lage des Gebäudes überschneiden sich mehrere Hochrisikozonen, wodurch ein immenser Aufpreis in der Wohngebäudeversicherung zu zahlen ist. Die Versicherer legen die Zonen alle selbst und unabhängig voneinander fest. Dabei greifen sie natürlich auf statistische Angaben aus den Vorjahren zurück. Trotzdem gibt es hier Abweichungen in der Risikoeinschätzung durch die Versicherer, wodurch sich bei genauem Hinsehen für Sie ein Sparpotenzial eröffnen kann.

Beitragszuschläge und -nachlässe

Ein Beitragsnachlass in der Wohngebäudeversicherung wird von Versicherern häufig für Neubauten gewährt. Meist ist dieser gestaffelt je nach Alter und wird für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahre nach Baufertigstellung gewährt.

Ebenfalls günstig auf die Beitragshöhe wirken sich vereinbarte Selbstbehalte und lange Versicherungslaufzeiten aus. Beitragszuschläge müssen Versicherungsnehmer bei einigen Anbietern für verschiedene Zusatzleistungen hinnehmen. Zum Beispiel, wenn die grobe Fahrlässigkeit mitversichert werden soll.

Also, wenn der Versicherungsnehmer grob fahrlässig handelt und dadurch einen Schaden verursacht. Auch die Absicherung von Überspannungsschäden, Dekontaminationskosten oder Abbruch- und Aufräumkosten lassen sich die Versicherer gerne zusätzlich bezahlen. Es gibt allerdings auch Tarife, in denen diese Leistungen bereits inkludiert sind. Ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen zum Beispiel Saunen und Schwimmbäder im zu versichernden Gebäude.

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