Fahrrad versichern

Fahrrad versichern: Hausrat- oder Spezialversicherung?

Das Fahrrad ist ein angenehmes Verkehrsmittel: Es ist günstig im Unterhalt, beansprucht wenig Platz und ist obendrein auch noch umweltfreundlich. In vielen deutschen Städten ist Radfahren deshalb beliebt. Doch wo Räder sind, sind Raddiebe oft nicht weit – Grund genug, einmal über eine Versicherung für den Drahtesel nachzudenken, die sich besonders für teurere Räder lohnt.

Wer eine Hausratversicherung besitzt, hat sein Rad zumindest schon zu einem Teil versichert: Wird es aus der Wohnung oder einem abgeschlossenen Keller entwendet, zahlt der Hausratversicherer wie für anderen Hausrat eine Entschädigung.

Wird es jedoch an der Straße zurückgelassen und dort geknackt, ist das nur selten durch die Hausratpolice abgedeckt.

Für solche Fälle empfiehlt sich eine weitere Versicherung, die Fahrradbesitzer entweder zur Hausratpolice oder ganz selbständig abschließen können.

Der Zusatz zur Hausratversicherung stellt häufig einen bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme dar, der teils auch erhöht werden kann. Da er nicht pro Rad, sondern pro Versicherungsfall gilt, sollte die Summe höher gewählt werden, falls mehrere Fahrräder versichert werden sollen. Bei wertvolleren Rädern sind höhere Versicherungssummen ebenso ratsam.

Hausrat-Zusatz: Auf Nachtschutz achten

Die Zusatzversicherung kann allerdings mit Haken versehen sein: So schränken einige Hausratpolicen ein, dass das Fahrrad nachts gar nicht oder nur im Rahmen von Fahrten versichert ist. Stellen Kinobesucher etwa nach der Spätvorstellung fest, dass ihr zweirädriges Transportmittel verschwunden ist, ist dieser Fall gedeckt – wird das Fahrzeug aber über Nacht vor der Wohnung geparkt und dann gestohlen, zahlt die Versicherung nichts.

Die gute Nachricht: Die meisten Tarife bieten inzwischen einen vollständigen Nachtschutz für Fahrräder. So ergab ein Test der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 4/2018), der insgesamt 144 Hausrattarife von 60 Versicherern untersuchte und im Modellfall auch eine Diebstahlversicherung für das Fahrrad im Wert von mindestens 1.000 Euro unterstellte, dass die überwiegende Zahl der Policen Diebstähle auch zwischen 22 Uhr nachts und 6 Uhr morgens versichert. Lediglich in sieben Fällen gewährten die Tarife gar keinen Nachtschutz; bei 24 Tarifen wurde der Schutz nur zum Teil geboten.

Unterschiedlicher Leistungsumfang bei selbständigen Fahrradversicherungen

Selbständige Fahrradversicherungen gegen Diebstahl werden meistens bereits beim Kauf des Fahrrades oder online angeboten. Wird die Versicherung über den Händler erworben, wickelt der den Schaden oft auch für den Kunden ab.

Die Spezialversicherungen sichern das Rad nicht nur gegen einfachen Diebstahl, sondern in der Regel auch gegen Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus ab. Teils erstreckt sich die Versicherung zudem auf Unfall- und Sturzschäden und sogar Elektronik- und Feuchtigkeitsschäden, wie ein weiterer Vergleich von „Finanztest“ (Ausgabe 8/2017), der 25 Spezialtarife für Fahrräder erfasste, erwies.

Eine selbständige Fahrradversicherung muss für jedes Rad einzeln abgeschlossen werden. Während Zusatzversicherungen bei Diebstahl in der Regel den Neuwert ersetzen, erstatten Spezialversicherungen mitunter nur den Zeitwert oder fordern Selbstbeteiligungen – hier sollte man die Policen vor einem Abschluss genau prüfen. Vorteil gegenüber der Zusatzversicherung: Kündigt der Versicherer die Police nach einem Schadensfall, ist „nur“ die Fahrradversicherung weg – nicht aber die Hausratversicherung.

Hausratversicherungen im Vergleich

Bei wenigen Versicherungen gibt es so große Beitragsunterschiede. Nutzen
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