Hebammenversicherung

Hebammenversicherung: Nachhaltige Lösung gesucht

Regressverzicht, Sicherstellungszuschlag und Qualitätssicherung – Das sind die wichtigsten Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Gröhe zur Hebammen-Problematik. Aber sind das langfristige Lösungen?

Hebammenversicherung
Hebammenversicherung: Eine schwere Geburt!

Gröhe stellte Anfang Mai die Ergebnisse der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ im Gesundheitsausschuss vor. Die Reaktionen darauf waren gemischt.

Der von Gröhe angestrebte Regressverzicht der Kranken- und Pflegeversicherungen gegenüber den Haftpflichtversicherern traf beim GKV-Spitzenverband auf starke Ablehnung. Gröhe erhofft sich, hiermit die steigenden Berufshaftpflichtprämien für Hebammen eindämmen und sogar senken zu können, aber die GKV-Spitzenvertreter sehen die Übernahme der Folgekosten von Hebammenfehlern eindeutig in der Zuständigkeit der Haftpflichtversicherer und nicht in der eigenen.

Langfristig wünschen sich alle Beteiligten einen staatlichen Haftungsfonds, mit dessen Hilfe die Schadenleistungen ab einer bestimmten Höhe abgefangen werden können. Aber sowohl die Haftungsbegrenzung für nur eine Berufsgruppe als auch die Einrichtung eines staatlichen Haftungsfonds sind als rechtlich schwierig zu bewerten und müssen erst auf Durchführbarkeit geprüft werden. Deutlich wird aber, dass Gröhe an konkreten Lösungen und dauerhaften Hilfen für die Hebammen interessiert ist. Die Hebammenverbände begrüßen seine Vorstöße, sind aber weiterhin besorgt ob der Nachhaltigkeit der angestrebten Reformen.

Hebammenverbände und GKV-Spitzenverband weiterhin uneinig

Zwischen Hebammen und GKV konnte auch keine abschließende Vereinbarung zur Übernahme der steigenden Prämien ab Juli getroffen werden, da die Kostenübernahme für Hebammen mit Geburtshilfe weiterhin ungeklärt bleibt. Laut Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbandes e.V., haben die Krankenkassen ein Angebot vorgelegt, bei dem alle  Hebammen mit Geburtshilfe auf die Aufstockung durch den von der Politik geplanten „Sicherstellungszuschlag“ angewiesen wären.

Dieser befände sich aber noch im Gesetzgebungsverfahren und könne deshalb keine verlässliche Kalkulationsbasis sein. Die GKV-Spitzenvertreter sehen die Schuld an den gescheiterten Verhandlungen vor allem bei den Hebammenverbänden, da sie zu keinerlei Kompromiss bereit seien. Die Hebammenverbände hingegen wehren sich gegen diese Aussagen: Sie vertreten den Standpunkt, dass die Angebote der GKV aus ihrer Sicht immer das Aus einer Hebammengruppe gefordert hätten, weil die verschiedenen Angebote des GKV in Wahrheit Verteilungsangebote gewesen seien. Erneut wird es ein Schiedsstellenverfahren geben, was die Einigung weiter hinauszögert und viele freiberufliche Hebammen ab Juli vor ein großes finanzielles Problem stellen wird.

Hebammenversicherung: Der Krimi geht weiter

Sicher ist: Auch in der Zukunft werden uns die Hebammen noch weiter beschäftigen. Die ersten Schritte seitens der Politik sind gemacht, ob sie ausreichen, wird sich zeigen. Deutlich wird, dass die Geburtshilfe in Deutschland wertgeschätzt wird und erhalten werden soll.

Auch GKV-Vertreter betonen dies immer wieder. Frauen sollen auch künftig auf die Betreuung einer Hebamme zählen können. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Lage für die Hebammen bald entschärft und sie sich wieder ganz ihrem Beruf widmen können.

Hebammenversicherungen im Vergleich

Um Ihnen die Suche nach einer guten und „günstigen“ Haftpflichtversicherung für Hebammen zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an.

Hebammen Haftpflichtversicherungen im Vergleich [gratis]

Datenschutz-Garantie: Sie nutzen eine sichere SSL-Daten-Verschlüsselung. Keine Werbung. Kein Spam.

Leider wurde das Formular nicht geladen: Klicken Sie bitte hier, um das Formular neu zu laden

Berufsunfähigkeitsversicherungen für Hebammen Berufsunfähigkeit Hebamme

Das BU-Risiko für Hebammen wird üblicherweise in die Risikokategorie 3 eingestuft. Hebammen sind nach dieser Zuordnung durchschnittlich häufig von einer Berufsunfähigkeit betroffen. Trotz der moderaten Einstufung sollten Sie für den Ernstfall vorsorgen. Weiter »