Landwirtschaftliche Krankenversicherung

Landwirtschaftliche Krankenversicherung Überblick

Landwirte sind in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Lesen Sie hier mehr über die Leistungen und Beiträge dieser Versicherung.

Landwirtschaftliche Krankenversicherung
Überblick: Landwirtschaftliche Krankenversicherung

Die landwirtschaftliche Krankenversicherung ist die Krankenkasse für die Landwirte: Jeder Landwirt muss sich über diese Krankenkasse versichern, das Recht auf freie Wahl der Krankenversicherung entfällt somit.

Neben den Landwirten selbst bilden vor allem deren mitarbeitende Familienangehörige und Rentner, die ihre Rente aus der Alterssicherung der Landwirte erhalten, den Mitgliederkreis der Versicherung.

Angestellte in der Landwirtschaft sind nur dann in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig, wenn es sich bei ihnen um mitarbeitende Familienangehörige oder Auszubildende handelt. Der Leistungskatalog der landwirtschaftlichen Krankenkasse umfasst im Wesentlichen dieselben Leistungen, die die anderen Krankenkassen anbieten; ein Unterschied besteht jedoch darin, dass die Versicherten im Krankheitsfall meist kein Krankengeld, sondern Betriebs- und Haushaltshilfe erhalten.

Beiträge zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung

Die Beiträge zur Krankenkasse der Landwirte werden nicht direkt einkommensorientiert, sondern anhand des sogenannten „korrigierten Fächenwertes“ errechnet: Dabei wird zunächst der Wert der Bewirtschaftungsfläche kalkuliert, indem die Größe der bewirtschafteten Fläche mit dem durchschnittlichen gemeindlichen Hektarwert multipliziert wird.

Für einige Kulturen gibt es dabei feste Hektarwerte; bei Sonderkulturen kommen weitere Multiplikatoren zur Anwendung. Der berechnete Flächenwert wird anschließend mit einem bestimmten Wert multipliziert, der in der Arbeitseinkommenverordnung Landwirtschaft festgeschrieben ist, woraus sich der korrigierte Flächenwert ergibt. Der korrigierte Wert gibt vor, in welche Beitragsklasse der zu versichernde Landwirt eingeordnet wird. Insgesamt gibt es in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung 20 Beitragsklassen.

Beitragsfreie Familienversicherung

Während Landwirte den vollen Krankenversicherungsbeitrag zahlen, müssen mitarbeitende Familienangehörige nur die Hälfte des Beitrags entrichten. Bis zum 18. Geburtstag gilt sogar nur ein Viertel des Beitrages. Auch Auszubildende zahlen lediglich ein Viertel des Beitrages, wobei das Alter keine Rolle spielt.

Wie die allgemeinen Krankenkassen kennt auch die landwirtschaftliche Krankenversicherung eine beitragsfreie Mitversicherung für Familienmitglieder, die unter bestimmten Umständen zum Tragen kommt: So können Mitglieder der landwirtschaftlichen Krankenversicherung Familienmitglieder, deren Gesamteinkommen monatlich höchstens 425 Euro (bei geringfügig Beschäftigten: 450 Euro) beträgt und die weitere Voraussetzungen erfüllen, kostenlos mitversichern. In der Regel betrifft dies die Kinder des Versicherten, wobei auch Stiefkinder, Pflegekinder und adoptierte Kinder mitversichert werden können.

Pflegeversicherung der landwirtschaftlichen Krankenversicherung

Getreu der Devise „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ sind die Pflichtversicherten der landwirtschaftlichen Krankenversicherung gleichzeitig in der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung versichert. Familienversicherte sind hier ebenfalls beitragsfrei mitversichert.

Die Beitragssätze für Landwirte und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen werden in Form eines Zuschlages auf den Krankenversicherungsbeitrag erhoben, der 2017 16,2 Prozent für Eltern und 17,79 Prozent für kinderlose Landwirte, die mindestens 23 Jahre alt und nach dem 31. Dezember 1939 geboren worden sind, beträgt. Im Pflegefall finanziert die Pflegeversicherung der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung Pflegeleistungen, die denen der allgemeinen Pflegekassen entsprechen.

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