Vorsorge – Künstlersozialkasse

Künstlersozialabgabe: 2013 leichter Anstieg

Auch für Künstler gibt es seit 1983 eine Möglichkeit, sich günstig zu versichern: Mit der Künstlersozialkasse hatte die Regierung ihnen damals einen Zugang zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung eröffnet. 30 Prozent der Beiträge stammen aus der sogenannten Künstlersozialabgabe.

Künstlersozialabgabe 2013 beläuft sich auf 4,1% Prozent

kleiner Künstler
Ein noch nicht betroffener Künstler

Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mitteilte, wird die Künstlersozialabgabe 2013 leicht ansteigen: Sie erhöht sich dann um zwei Prozentpunkte von 3,9 Prozent auf 4,1 Prozent. Vor dem Hintergrund der letzten Jahre ist dies kein starker Anstieg: Zwar belief sich die Abgabe in den vergangenen drei Jahren auf unter vier Prozent, doch betrug sie 2005 immerhin schon 5,8 Prozent. Auch im BMAS wertet man die geringe Erhöhung angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation als Erfolg.

Was bedeutet „Künstlersozialabgabe“?

Die Künstlersozialabgabe ist Teil des Versicherungssystems für Künstler und Publizisten, das 1983 eingeführt wurde: Über die Künstlersozialversicherung können sich diese Berufsgruppen renten-, kranken- und pflegeversichern. Sie zahlen dann die Hälfte des einkommensabhängigen Beitrages selbst; die andere Hälfte setzt sich aus einem staatlichen Zuschuss (20% des Gesamtbeitrages) und der Künstlersozialabgabe (30% des Gesamtbeitrages) zusammen. Die Abgabe wird von Unternehmen, die regelmäßig Dienstleistungen freischaffender Künstler oder Publizisten in Anspruch nehmen, als Prozentsatz vom Künstlerhonorar gezahlt – dabei spielt es keine Rolle, ob die betreffenden Künstler selbst Mitglied bei der Künstlersozialkasse sind oder nicht. Zu den Unternehmen zählen beispielsweise Galerien, Werbeagenturen oder Verlage, die dann als „Verwerter“ gelten.

Unternehmen werden kontrolliert

Die Verwerter müssen sich dazu einmalig selbst bei der Künstlersozialkasse melden; in den Folgejahren erhalten sie jeweils einen Erhebungsbogen. Wurde der Bezug von Dienstleistungen in den letzten Jahren noch nicht gemeldet, kann es für die vergangenen fünf Jahre zu Nacherhebungen kommen.
Hinsichtlich der Künstlersozialabgabe 2013 appelliert Arbeitsministerin Ursula von der Leyen an die Unternehmen, sich bei der Künstlersozialkasse zu melden, sofern sie entsprechende Dienstleistungen beziehen – nur so könne auch in Zukunft ein insgesamt niedriger Beitragssatz garantiert werden. Da viele Unternehmen die Abgabe nicht zahlten, gebe es seit 2007 verschärfte Kontrollen; auch könnten Bußgelder verhängt werden.

Private Krankenversicherung für Künstler

Statt der gesetzlichen Versicherung, die Künstlern durch die Künstlersozialkasse eröffnet wird, kann diese Berufsgruppe auch eine private Versicherung wählen. Dazu müssen Künstler die Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht während der ersten drei Monate ihrer Laufbahn bei der Künstlersozialkasse beantragen. Mitunter ist dies ratsam, da die Beiträge in der PKV niedriger sein können. Während der ersten fünf Jahre ist auch die Rückkehr von der PKV in die GKV noch möglich. Privatversicherte Künstler zahlen ihren Kassenbeitrag grundsätzlich voll, können aber einen Zuschuss bei der Künstlersozialkasse beantragen; die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Höhe des Einkommens und kann bis zu 50% des Beitrages betragen. Ein Vergleich der Möglichkeiten, die gesetzliche und private Versicherung bieten, ist in jedem Fall sinnvoll.

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