Krankenversicherung Kinder

Wie wollen oder können Sie Ihr Kind krankenversichern?

Steht die Geburt eines Kindes an, stellt sich unweigerlich auch irgendwann die Frage, wie es krankenversichert ist. Bezüglich der Regelungen herrscht oftmals große Verwirrung, weshalb wir Ihnen hier einen Überblick über die verschiedenen Varianten der Krankenversicherung von Kindern geben.


Kinder krankenversichern: GKV oder PKV?

Sind beide Elternteile verheiratet und entweder beide privat oder beide gesetzlich versichert, sind die Regelungen bezüglich der Krankenversicherung des Kindes noch leicht nachvollziehbar: Sind beide privat versichert, ist es das Kind auch; sind beide gesetzlich versichert, ist das Kind automatisch beitragsfrei familienversichert. Eine freiwillige private Versicherung für das Kind ist dabei aber möglich.

Soweit so gut. Kompliziert wird es erst, wenn die beiden Elternteile unterschiedlich versichert sind und nochmal schwieriger wird es, wenn der Verdienst eines Elternteils über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) legt fest, ab welchem jährlichen Bruttoverdienst ein Arbeitnehmer nicht mehr krankenversicherungspflichtig ist. Im Jahr 2018 liegt dieser Betrag bei 59.400 Euro. Die JAEG wird jährlich angepasst und ist daher veränderbar. Wir wollen für Sie Licht ins Dunkel der Regelungen der Krankenversicherung für Kinder bringen und zeigen Ihnen daher die wichtigsten Konstellationen im Überblick. Zudem sagen wir Ihnen auch, was nicht verheiratete Paare bei der Versicherung der Kinder beachten müssen. 

Krankenversicherung für Kinder: Die Regelungen im Überblick

Im Folgenden stellen wir für Sie die möglichen Versicherungs- und Verdienstkombinationen im Überblick dar. Für die Krankenversicherung der Kinder spielt eine Rolle, wie der höher verdienende und wie der geringer verdienende Elternteil versichert sind und ob ein Elternteil oder beide einen Verdienst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze hat/haben. Zur besseren Lesbarkeit werden die Begriffe Jahresarbeitsentgeltgrenze mit JAEG, Private Krankenversicherung mit PKV und die gesetzliche Krankenversicherung mit GKV abgekürzt.

Folgende Tabelle gilt für verheiratete Elternteile:

Besser verdienender
Elternteil
Geringer verdienender
Elternteil
Kind
Privat versichert /
Einkünfte über JAEG
Gesetzlich versichert /
Einkünfte unter JAEG 
Gesetzliche Versicherung nur im
Rahmen einer
freiwilligen, beitragspflichtigen
Mitgliedschaft möglich /
private Versicherung möglich 
Gesetzlich versichert /
Einkünfte über JAEG
Privat oder
gesetzlich versichert
Beitragsfreie Familienversicherung
in der GKV
Privat versichert /
Einkünfte unter JAEG
Gesetzlich versichert Beitragsfreie Familienversicherung
in der GKV
Gesetzlich versichert /
Einkünfte über JAEG
Privat versichert /
Einkünfte über JAEG
Beitragsfreie Familienversicherung
in der GKV
Privat versichert /
Einkünfte über JAEG
Gesetzlich versichert /
Einkünfte über JAEG
im Rahmen einer freiwilligen,
beitragspflichtigen Mitgliedschaft möglich /
private Versicherung möglich

Sind die Eltern des Kindes nicht verheiratet kommt es darauf an, ob die Elternteile im selben Haushalt wohnen oder nicht. Ist die Mutter alleinerziehend und der Vater wohnt nicht im selben Haushalt, ist das Kind privat zu versichern, wenn die Mutter privat versichert ist und kann beitragsfrei familienversichert werden, wenn die Mutter in der GKV versichert ist. Leben die Eltern zusammen und ist die Mutter privat versichert und der Vater in der GKV, hat das Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung beim Vater. 

Weitere Voraussetzungen für die Familienversicherung

Damit Kinder im Rahmen der Familienversicherung bei einem Elternteil mitversichert werden können, müssen sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Kinder sind bis zum 18. Lebensjahr mitversichert. Sind sie nicht erwerbstätig, verlängert sich die Mitversicherung bis zum 23. Lebensjahr. Kinder, die eine Ausbildung machen oder ein Studium aufgenommen haben, können bis 25 bei den Eltern versichert werden. Eine Verlängerung über diese Frist hinaus ist möglich, wenn das Kind Wehr- oder Zivildienst geleistet hat.

Allerdings endet die Mitversicherung, wenn die Zahlung eine Ausbildungsgehalts zu einer eigenen Versicherungspflicht des Kindes führt. Ebenfalls endet sie, wenn das Kind mehr als 425 Euro pro Monat verdient. Im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung dürfen allerdings 450 Euro verdient werden. Ist das Kind von der Versicherungspflicht befreit, scheidet es aus der Familienversicherung ebenfalls aus. Für behinderte Kinder, die dauerhaft außerstande sind selbst Einkommen zu erzielen, gilt keine Altersgrenze.

Krankenversicherung der Kinder kann sich ändern

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird jährlich neu festgelegt. Dadurch und durch veränderte Lohnverhältnisse können sich die Voraussetzungen für eine Krankenversicherung des Kindes ändern. So kann auch nachträglich die beitragsfreie Familienversicherung entfallen oder aber es kann ein Anspruch darauf neu begründet werden.

In dem Fall kann auch eine private Krankenversicherung beendet und ggf. als Zusatzversicherung weitergeführt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen prüfen die Einkünfte jährlich neu und sind auch bei geänderten Lebensumständen, zum Beispiel im Falle einer Scheidung, ein guter Ansprechpartner.

Krankenkassenbeitrag 2018: Krankenkassen im Vergleich

Vergleichen Sie jetzt die gesetzlichen Krankenkassen und prüfen Sie, wie groß das Sparpotenzial in Ihrem Fall ist. Die Dateneingabe dauert ca. eine Minute und ist unverbindlich. Der Kassenvergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

GKV Vergleich: Prüfen Sie jetzt Ihr Sparpotenzial [gratis]

Datenschutz-Garantie: Sie nutzen eine sichere SSL-Daten-Verschlüsselung. Keine Werbung. Kein Spam.

Leider wurde das Formular nicht geladen: Klicken Sie bitte hier, um das Formular neu zu laden

Krankenversicherung Service

ServiceLine für Ihre Fragen

0681 -
95 12 38 95

Montag - Freitag,
9.00 Uhr bis 18.00 Uhr