Krankenkassenwechsel 2015

Für viele lohnt sich 2015 der Krankenkassenwechsel

Der Wechsel der Krankenkasse lohnt sich für GKV-Versicherte wieder: Nachdem die gesetzlichen Kassen jahrelang einen einheitlichen Beitrag von 15,5 Prozent des Jahresbruttos von ihren Versicherten verlangten, gilt ab 2015 nur noch ein Grundbeitrag von 14,6 Prozent, der je zur Hälfte von Arbeitsgeber und Arbeitnehmer gezahlt wird. Darüber hinaus können die Krankenkassen aber Zusatzbeiträge erheben – und machen davon ganz unterschiedlich Gebrauch.

Krankenkassenwechsel 2015
Wie entwickelt sich der Krankenkassenbeitrag 2015?

Die Spanne der erhobenen Zusatzbeiträge reicht von 0 Prozent bis hin zu 1,3 Prozent. Keine Zusatzbeiträge erheben die BKK Euregio und die Metzinger BKK, die beide allerdings nicht bundesweit zugänglich sind.

Während die Euregio nur die Bundesländer Hamburg und Nordrhein-Westfalen abdeckt, ist die Metzinger BKK für Baden-Württemberg zuständig. Versichern können sich Personen, die in den jeweiligen Ländern wohnen. Auch Grenzgänger, die in einem der Länder arbeiten, dürfen sich hier versichern.

1,3 Prozent Zusatzbeitrag erhebt die nur in Brandenburg vertretende Brandenburgische BKK, die damit noch 0,4 Prozent über dem bis Ende 2014 geltenden Beitragssatz von 15,5 Prozent liegt. Insgesamt verteuern sich allerdings nur acht der 124 deutschen Krankenkassen. 51 gesetzliche Versicherungen – inklusive der nur Landwirten zugänglichen Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau  – bleiben bei dem bisher geltenden Mehr von 0,9 Prozent.

Ganze 65 Versicherungen aber werden günstiger, so dass deren Mitglieder nun automatisch weniger Beitrag zahlen. Für diejenigen, die nicht dort versichert sind, dürfte 2015 ein Krankenkassenwechsel interessant sein – dies um so mehr, da inzwischen die Beiträge zur Pflegeversicherung angehoben worden sind.

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Krankenkassenwechsel 2015: So wechseln Sie die Kasse

Doch wie gelingt der Krankenkassenwechsel 2015? Grundsätzlich haben die Mitglieder derjenigen Kassen, die einen Zusatzbeitrag erheben, ein Sonderkündigungsrecht: Somit können nahezu alle gesetzlich Versicherten ihren alten Vertrag kündigen.

Wer das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen möchte, muss seine Kündigung spätestens zum Ende des Monats einreichen, in dem der Zusatzbeitrag zum ersten Mal erhoben wird. Die Kündigung gilt nicht sofort, sondern erst mit Ablauf des übernächsten Monats. Kunden, die ihre Krankenversicherung im Januar 2015 kündigen, können also erst ab April 2015 Kunde bei einer neuen Kasse werden – bis dahin bleiben sie bei ihrer alten Kasse versichert und müssen für diesen Zeitraum auch den Zusatzbeitrag entrichten.

Kassenmitglieder, die schon länger als 18 Monate bei ihrer alten Kasse sind, können auch ihr reguläres Kündigungsrecht in Anspruch nehmen: Sie können bis auf wenige Ausnahmen jederzeit kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Auch hier gilt aber: Die Kündigung ist erst zum Ende des übernächsten Monats möglich.

Um einen Krankenkassenwechsel 2015 vollziehen zu können, muss die Kündigung schriftlich eingereicht werden. Am sichersten ist ein Versand per Einschreiben mit Rückschein oder das persönliche Einreichen des Schreibens in der örtlichen Filiale. Der Versicherer muss die Kündigung binnen zwei Wochen schriftlich bestätigen. Die Mitgliedschaft in einer neuen gesetzlichen Krankenkasse wird ebenfalls schriftlich beantragt und gilt erst nach deren Bestätigung, die dem alten Versicherer noch einmal vorgelegt werden muss. Bis dahin besteht die Versicherung durch die alte Krankenkasse automatisch fort, so dass keine Lücken im Gesundheitsschutz auftreten.

Beim Krankenkassenwechsel auch auf Leistungen achten

Bevor Sie zu einer neuen Krankenkasse wechseln, sollten Sie aber auch einen Blick auf das Leistungsangebot der zur Wahl stehenden Krankenkassen werfen: Prinzipiell sind zwar etwa 95 Prozent aller Kassenleistungen gleich, doch die restlichen fünf Prozent können je nach den persönlichen Bedürfnissen wichtig werden.

So bieten einige Krankenkassen beispielsweise Bonusprogramme, kostenlose Impfungen oder Zuschüsse zu homöopatischen Leistungen und Brillen an, die ein paar zusätzliche Euro Monatsbeitrag rechtfertigen können. Vorsichtshalber sollten Sie sich aber vom Versicherer bestätigen lassen, dass die Leistungen auf eine Zeit von mindestens 18 Monaten garantiert werden. Der Grund: Die Krankenkassen können ihr Leistungsangebot von jetzt auf gleich kürzen, falls es sich für sie nicht rechnet.

Ein reguläres Kündigungsrecht haben Neukunden aber erst wieder nach Ablauf von eineinhalb Jahren. Auch der Service  der Krankenversicherer spielt beim Krankenkassenwechsel eine Rolle: Nicht jeder Versicherer hat ein großes Netz von Filialen und bietet kostenlose Hotlines rund um die Uhr. Experten raten dazu, vor der Entscheidung für einen Krankenkassenwechsel auch im „heißen Wechseljahr 2015“ sorgfältig abzuwägen, ob sich der Wechsel tatsächlich lohnt: Gerade wenn die eigene Kasse nur wenig mehr verlangt als andere und dafür gute Leistungen offeriert, ist dies fraglich. Zudem können die Kassen mit geringen Zusatzbeiträgen ihre Prämien 2016 wieder erhöhen. Dann gilt allerdings erneut ein Sonderkündigungsrecht.

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Krankenkassenbeitrag 2015

Schilder mit Fragewörtern

Die Reform der GKV führt dazu, dass sich 2015 die Krankenkassenbeiträge vieler Kassen ändern. Insgesamt 65 Versicherer erheben ab 2015 geringere Krankenkassenbeiträge. Da andere Kassen keine Veränderungen vorsehen oder ihre Beiträge erhöhen, sind Wechsel vorprogrammiert. Weiterlesen

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