Krankenkassenbeitrag 2021

Krankenkassenbeitrag 2021: Die Kassen im Vergleich

Zum Jahreswechsel ändert sich einiges bei den gesetzlichen Krankenkassen: So steigt z.B. der Durchschnittsbeitrag auf 1,3 Prozent an. Gleichzeitig wird der Krankenkassenwechsel aber erleichtert.

Die schlechte Nachricht zuerst: Im Jahr 2021 steigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent. Es wird also grundsätzlich teurer für Sie, wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind.

Ein steigender Durchschnittsbeitrag bedeutet aber nicht automatisch, dass Ihr Kassenbeitrag sich erhöht, denn die Kassen sind frei in ihrer Beitragsgestaltung.

Von den 76 bundesweit für alle Personengruppen geöffneten Krankenkassen halten 43 Kassen ihre Beiträge auch im Jahr 2021 stabil. 31 der Kassen erhöhen den Beitrag, zwei Kassen senken ihn ab.

Welche Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen oder senken, sehen Sie in der nachstehenden Tabelle.

Kassen bieten Extraleistungen: Bevor Sie wechseln, sollten Sie sich allerdings überlegen, welche Prioritäten Sie haben: Möchten Sie einfach eine möglichst günstige Kasse, brauchen Sie nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags zu achten.

Neben den üblichen gesetzlichen Leistungen bieten die Kassen jedoch auch unterschiedliche Extraleistungen: So zahlen einige Krankenkassen mehr Schutzimpfungen als andere. Auch Leistungen wie Kinderwunschbehandlungen, Homöopathie oder Osteopathie werden von den Krankenkassen unterschiedlich bezuschusst.

Wenn Ihnen bestimmte Angebote wichtig sind, sollten Sie vor einem Wechsel auch immer prüfen, ob eine neue Kasse Vergleichbares oder sogar mehr bietet.

Welche Krankenkassen senken den Beitrag?

Krankenkasse Zusatzbeitrag 2021 (in %) Veränderung (in %)
Securvita 0,9 % – 0,2 %
BKK Herkules 1,7 % – 0,5 %

Wer erhöht den Krankenkassenbeitrag?

Krankenkasse Zusatzbeitrag 2021 (in %) Veränderung (in %)
AOK Sachsen-Anhalt 0,6 % +0,6 %
Debeka BKK 0,9 % +0,2 %
BKK SBH 0,98 % +0,28 %
BKK Verbund Plus 1,1 % +0,6 %
IKK Gesund Plus 1,1 % +0,5 %
Audi BKK 1,1 % +0,4 %
AOK Baden-Württemberg 1,1 % +0,2 %
AOK Plus 1,2 % +0,6 %
Techniker Krankenkasse 1,2 % +0,5 %
BKK Melitta Plus 1,2 % +0,3 %
Bosch BKK 1,2 % +0,3 %
mhplus BKK 1,28 % +0,3 %
BKK Mobil Oil 1,29 % +0,19 %
BKK Akzo Nobel Bayern 1,3 % +0,8 %
AOK Bremen/Bremehaven 1,3 % +0,6 %
BKK Freudenberg 1,3 % +0,6 %
AOK Niedersachsen 1,3 % +0,5 %
AOK Hessen 1,3 % +0,4 %
AOK NordWest 1,3 % +0,4 %
HEK 1,3 % +0,3 %
IKK Classic 1,3 % +0,3 %
BKK Linde 1,3 % +0,2 %
BKK Diakonie 1,4 % +0,3 %
Bergische Krankenkasse 1,4 % +0,12 %
Continentale BKK 1,4 % +0,1 %
AOK Nordost 1,5 % +0,6 %
Barmer 1,5 % +0,4 %
Knappschaft 1,6 % +0,5 %
Viactiv Krankenkasse 1,6 % +0,4 %
BKK Achenbach Buschhütten 1,6 % +0,2 %
BKK ZF & Partner 1,8 % +0,3 %

Lohnt sich ein Wechsel der Krankenkasse?

Die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse ist die BKK Euregio, die ihren Zusatzbeitrag zum Jahr 2021 nicht verändert. Am teuersten ist die BKK Technoform mit einem Zusatzbeitrag von 1,9 Prozent des Monatsbruttos.

Ein Wechsel der Krankenkasse kann sich lohnen: Wechselt ein Angestellter mit einem Brutto von 3.000 Euro im Monat von der teuersten zur günstigsten Kasse, zahlt er im Monat 23,25 Euro weniger. Im Jahr sind das schon ganze 279 Euro.

Wer über der Beitragsbemessungsgrenze von 4.837,50 Euro verdient, kann mit einem solchen Kassenwechsel sogar knapp 450 Euro pro Jahr sparen.

Krankenkassenbeitrag

Seit 2019 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den gesamten Beitragssatz zu gleichen Teilen. Darunter fallen sowohl der allgemeine Beitragssatz als auch der Zusatzbeitrag. Bei Rentnern übernimmt die gesetzliche Rentenversicherung die Hälfte von beidem. Freiwillig Versicherte zahlen den kompletten Betrag alleine.

Krankenkassenwechsel jetzt einfacher

Seit Beginn des Jahres 2021 ist der Wechsel der Krankenkasse einfacher möglich als bisher: Kassenmitglieder teilen ihrer Wunschkasse einfach mit, dass sie bei ihr Mitglied werden möchten. Mitgliedschaftsanträge bieten die meisten Krankenkassen online auf ihrer Webseite an.

Die Krankenkasse prüft dann, ob sie Sie aufnehmen kann. Ist das möglich, übernimmt sie die Kündigung bei Ihrer alten Kasse selbst ‒ Sie brauchen nichts weiter zu tun.

Info: Ab 2021 sind Sie nicht mehr 18 Monate, sondern nur noch zwölf Monate an Ihre Krankenkasse gebunden. Sie können die Kasse also theoretisch jedes Jahr aufs Neue wechseln.

Nach der Annahme müssen Sie nur noch Ihren Arbeitgeber über Ihren Wechsel informieren. Der Arbeitgeber meldet Sie dann bei Ihrer neuen Krankenkasse an. Rentner informieren ihren Rentenversicherungsträger.

Krankenkassenbeitrag 2021: Die Krankenkassen im Vergleich

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