Krankenkassenbeitrag 2019

Krankenkassenbeitrag 2019: Die Kassen im Vergleich

Gute Nachrichten für alle gesetzlich Versicherten: 2019 gelten bessere Bedingungen für Selbständige und Arbeitnehmer. Hinzu kommen Beitragssenkungen bei vielen Kassen. Auch im Jahr 2019 lohnt sich der Vergleich der Krankenkassenbeiträge.

Das Jahr 2019 bringt finanzielle Erleichterungen für gesetzlich krankenversicherte Bundesbürger. Das gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Selbständige, die sich freiwillig über eine Krankenkasse versichert haben. 

Ein Krankenkassenwechsel kann sich also für Selbständige und für Arbeitnehmer lohnen. Und die Auswahlmöglichkeiten sind gar nicht so schlecht: Nicht wenige Krankenkassen senken 2019 die Beiträge.

Wer seine Krankenkasse wechseln möchte, sollte sich jedoch zunächst überlegen, was ihm die Leistungen seiner bisherigen Krankenkasse wert sind.

Zwar ist das Leistungsangebot der Kassen zu etwa 95 Prozent gleich, doch die restlichen fünf Prozent der Leistungen können durchaus einen Unterschied machen.

Versicherte, die viel reisen und Impfungen benötigen oder hömöopathische Behandlungen in Anspruch nehmen möchten, können bei einigen Krankenkassen stärker profitieren.

Krankenkassenbeitrag für Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmer gilt: Ab 2019 übernimmt der Arbeitgeber nicht nur die Hälfte des regulären Beitrags von 14,6 Prozent, sondern auch die Hälfte des von den Kassen erhobenen Zusatzbeitrags, den der Arbeitnehmer bisher allein zahlt. Dadurch verringert sich die Belastung des versicherten Arbeitnehmers zumindest um ein paar Prozentpunkte.

Im Beispiel sieht das folgendermaßen aus: Wir nehmen einen Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 2500 Euro an. Vom Grundbeitrag von 14,6 Prozent zahlt er bis Ende 2018 die Hälfte, also 7,3 Prozent, selbst. Hinzu kommen fiktive 1,0 Prozent Zusatzbeitrag. Das macht 8,3 Prozent.

8,3 Prozent von 2500 Euro sind 207,50 Euro.

Ab 2019 trägt der Arbeitgeber nicht nur die Hälfte des regulären Krankenkassenbeitrags, sondern darüber hinaus die Hälfte des Zusatzbeitrags, in unserem Beispiel also 0,5 Prozent. Dasselbe zahlt der Arbeitnehmer, dessen Beitrag dadurch auf 7,8 Prozent seines Monatsbruttos sinkt.

Mit 7,8 Prozent von 2500 Euro beläuft sich seine Abgabe auf nur noch 195 Euro im Monat; die jährliche Ersparnis beträgt immerhin 150 Euro.

Sparpotenzial für Arbeitnehmer: Krankenkassenwechsel

Beim Wechsel aus einer Kasse mit 1,5 Prozent Zusatzbeitrag zu einer Krankenkasse mit 1,0 Prozent Zusatzbeitrag im Jahr 2019 ergibt sich im Vergleich zu 2018 bereits eine Differenz von 25 Euro pro Monat (195 Euro statt 220 Euro).

Erleichterungen für Selbständige ab 2019

Die Neuerung: Die Einkommensgrenze für Geringverdiener sinkt hier von bisher monatlich rund 2284 Euro auf 1038 Euro. Verdient jemand mit selbständiger Arbeit also 1038 Euro oder weniger pro Monat, verlangt seine Krankenkasse den Beitrag nur noch von dieser Summe.

Ein Beispiel: Selbständige zahlen einen Grundbeitrag von 14 Prozent an die Krankenkasse. Hinzu kommen normalerweise 0,6 Prozent, wenn Krankengeld versichert werden soll, und der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse nach eigenem Ermessen festlegen darf und der durchschnittlich bei 0,9 Prozent liegt.

Der Durchschnittsbeitrag liegt derzeit somit bei 15,5 Prozent (14 Prozent + 0,6 Prozent + 0,9 Prozent).

Bis Ende 2018 wurden diese 15,5 Prozent von einem Einkommen in Höhe von mindestens 2284 Euro errechnet – auch wenn das tatsächliche Einkommen darunter lag. Das bedeutete eine Ausgabe von etwa 354 Euro pro Monat. Selbst bei Härtefällen wurde noch ein Einkommen von rund 1523 Euro geltend gemacht, was Kosten von knapp 236 Euro verursachte.

Ab Jahresbeginn 2019 zahlt ein Selbständiger mit Durchschnittsbeitrag, der höchstens 1038 Euro verdient, seine 15,5 Prozent nur von diesem Betrag. Das sind im Monat lediglich um die 160 Euro. Die Ersparnis beträgt im Vergleich zum vorherigen Beitrag fast 200 Euro.

Sparpotenzial für Selbständige: Krankenkassenwechsel

Je nachdem, wie der tatsächliche Beitrag eines Selbständigen aussieht, kann die Ersparnis bei den Krankenkassenbeiträgen 2019 durch einen Wechsel der Kasse noch etwas höher ausfallen: Einige Kassen verlangen z.B. 1,5 Prozent Zusatzbeitrag, so dass sich ein Gesamtbeitrag von 16,1 Prozent des Monatsbruttos ergibt.

Bei der bisherigen Einkommensgrenze von 2284 Euro liegt der Beitrag in diesem Fall bei rund 368 Euro, 2019 zahlt ein Selbständiger, der ein Einkommen von maximal 1038 Euro hat, noch rund 167 Euro. Wechselt er 2019 außerdem in eine Kasse, die nur 0,9 Prozent Zusatzbeitrag erhebt, verringert sich der Beitrag sogar auf 160 Euro, bei 0,5 Prozent Zusatzbeitrag auf lediglich 157 Euro.

Krankenkassenbeitrag 2019: Die Krankenkassen im Vergleich

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Wie funktioniert ein Krankenkassenwechsel?

Grundsätzlich stehen Wechselwilligen alle Krankenkassen offen, die an ihrem Arbeits- oder Wohnort vertreten sind. Die Mitgliedschaft in der alten Kasse darf in der Regel nach 18 Monaten gekündigt werden, ab diesem Zeitpunkt ist eine Kündigung jederzeit möglich. Bei einer Beitragserhöhung durch die Krankenkasse gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Die Kündigung der Krankenkasse muss schriftlich erfolgen – Experten empfehlen, das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein zustellen zu lassen und um eine (schriftliche!) Kündigungsbestätigung zu bitten. Die Bestätigung sollte innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Kündigung erfolgen.

Die Kündigung wird immer zum Ablauf des übernächsten Monats wirksam: Kündigt ein Versicherter seine Kassenmitgliedschaft also z.B. im Januar, ist er noch bis zum 31. März desselben Jahres bei seiner alten Kasse versichert und darf sich ab dem 1. April bei einer neuen Kasse versichern.
Macht der Versicherte von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, muss die Kündigung bis zum Ende des Monats, in dem die Beitragserhöhung erstmals greift, ausgesprochen werden.

Für eine Versicherung bei der neuen Krankenkasse ist ein schriftlicher Antrag notwendig. Dieser muss folgende Informationen enthalten:

  • Name
  • Adresse
  • Bitte um Aufnahme in die neue Kasse
  • gewünschter Beginn der Mitgliedschaft
  • Name der bisherigen Kasse

Dem Antrag müssen außerdem beiliegen:

  • die Kündigungsbestätigung der alten Kasse
  • ein Foto für die neue Mitgliedskarte

Ein Formular für den Antrag auf Mitgliedschaft bieten viele Kassen schon im Internet an.

Nach der Annahme stellt die neue Krankenkasse ebenfalls ein Schreiben aus. Das sollte der Neuversicherte noch innerhalb der Wechselfrist entweder beim Arbeitgeber einreichen (Arbeitnehmer) oder an die alte Krankenkasse schicken (Selbständige).

Keine Sorge: Geht etwas beim Wechsel schief, bleibt man weiterhin bei der alten Krankenkasse versichert. Der Krankenversicherungsschutz ist so immer gewährleistet.