GKV Beitrag 2017

GKV Beiträge bleiben 2017 weitgehend stabil

Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen werden 2017 doch nicht im befürchteten Ausmaß steigen. Nach Meinung von Kritikern ist eine Erhöhung der Beiträge damit aber nur aufgeschoben.


2017 wird mit stabilen GKV Beiträgen gerechnet.

Noch vor wenigen Monaten war von einer Beitragssteigerung des GKV Beitrages für das Jahr 2017 die Rede: Gesundheitsexperten prognostizierten anstelle des derzeitigen durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,1 Prozent einen Zusatzbeitrag von 1,4 Prozent.

Der Gesamtbeitrag zu den gesetzlichen Krankenkassen wäre damit auf insgesamt 16 Prozent des Monatsbruttos gestiegen. Nun soll der Beitrag aber doch weitgehend stabil bleiben: Nach dem Urteil des Schätzerkreises des Bundesversicherungsamtes, der jedes Jahr eine Prognose zur Beitragsentwicklung der Krankenkassen in Deutschland abgibt, hat das Bundesgesundheitsministerium den Wert von 1,1 Prozent bestätigt.

Die voraussichtliche Beitragsstabilität ist zum einen auf die derzeitige Arbeitsmarktlage zurückzuführen, die dafür sorgt, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr Beitragszahler haben; zum anderen ist sie Folge der finanziellen Unterstützung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, die Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Krankenkassen aus der Reserve des Gesundheitsfonds gewährt hat.

Kritiker: GKV Beitragssteigerung nur aufgeschoben

Kritiker sehen die Finanzspritze Gröhes allerdings als Tropfen auf den heißen Stein: So ist eine erneute Beitragserhöhung in den Augen des Vorstandsmitgliedes der IG Metall, Hans-Jürgen Urban, dadurch nur aufgeschoben. Den Zuschuss aus dem Gesundheitsfonds bezeichnete Urban als „wahltaktisches Manöver“, das dazu diene, „sich eine weitere Debatte über den Zusatzbeitrag im Wahljahr vom Halse zu halten“.

Anstelle solcher Maßnahmen fordert er eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tatsächlich könnte es aufgrund der medizinischen Entwicklung, der steigenden Kosten für Arzneimittel und des demographischen Wandels 2018 wieder zu Erhöhungen des Krankenkassenbeitrags kommen. Der Duisburger Gesundheitsökonom Jürgen Wasem sagte bereits im Sommer 2016 eine mögliche Erhöhung des Zusatzbeitrages der Krankenkassen auf 2,4 Prozent bis 2020 voraus, wenn sich an der derzeitigen Finanzierungspolitik der Kassen nichts ändert.

GKV Beitrag 2017: Kassen erheben individuelle Beiträge

Auch der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent im Jahr 2017 bedeutet nicht, dass der Beitrag nicht individuell steigen kann: Welche Zusatzbeiträge die Kassen 2017 erheben, dürfen sie letztlich selbst bestimmen. In Abhängigkeit von der Kassenzugehörigkeit sind Erhöhungen also durchaus möglich.

Bereits zum 1. Oktober 2016 hat die Krankenkasse Securvita ihren Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent auf 1,4 Prozent angehoben. Damit gehört sie zu den teuersten Krankenkassen in Deutschland. Einige Krankenkassen bieten dagegen wesentlich niedrigere Beiträge an: So erhebt die Metzinger BKK bislang gar keinen Zusatzbeitrag; Versicherte müssen hier lediglich einen Gesamtbeitrag von 14,6 Prozent einkalkulieren.

Auch die hkk fordert von ihren Versicherten lediglich 0,59 Prozent Zusatzbeitrag. Sie ist allerdings bundesweit vertreten, während die Metzinger BKK nur Personen offensteht, die in Baden-Württemberg wohnen oder arbeiten. Ob die beiden Kassen ihre niedrigen Zusatzbeiträge 2017 beibehalten, bleibt abzuwarten: Die meisten Krankenkassen geben Veränderungen der Beiträge erst zum Jahresende 2016 bekannt.

GKV Vergleich: Prüfen Sie jetzt Ihr Sparpotenzial [gratis]

Datenschutz-Garantie: Sie nutzen eine sichere SSL-Daten-Verschlüsselung. Keine Werbung. Kein Spam.

Datensicherheit: Ihre Angaben werden per SSL-Verschlüsselung
(Secure Socket Layer) verschickt und sind somit sicher und geschützt.

GKV oder PKV?

Gesetzlich oder privat krankenversichern?

Prüfen Sie jetzt Ihr KV-Sparpotenzial und vergleichen Sie unverbindlich
bis zu 30 Krankenversicherungen und über 1.400 Tarife.

Sparpotenzial jetzt prüfen

gesetzlich oder privat krankenversichern
 

GKV Beitrag Service

Versicherungsvergleich