Erwerbsunfähigkeit Wartezeit

Wann ist bei einer Erwerbsunfähigkeit die allgemeine Wartezeit vorzeitig erfüllt?

Auf die allgemeine Wartezeit werden Beitragszeiten (Pflichtbeitragszeiten einschließlich Kinder- erziehungszeiten sowie Zeiten mit freiwilligen Beiträgen), Ersatzzeiten (z. B. Kriegsgefangenschaft), Zeiten aus einem Versorgungsausgleich, Zeiten aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebens-partnern sowie aus 400-Euro-Jobs angerechnet.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die vorzeitige Erfüllung der fünfjährigen Wartezeit möglich. Dies tritt dann ein, wenn bei dem Versicherten infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, im Rahmen des Wehr- oder Zivildienstes oder wegen politischen Gewahrsams eine verminderte Erwerbsfähigkeit eingetreten ist.

Im Prinzip genügt hier schon eine einzige Beitragszahlung in die Rentenversicherung. Eine vorzeitige Erfüllung der allgemeinen Wartezeit ist auch dann gegeben, wenn bei dem Versicherten innerhalb von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung eine volle Erwerbsminderung eingetreten ist und in den letzten zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge nachgewiesen werden können.

Der Zeitraum von zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung verlängert sich um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres auf maximal sieben Jahre.

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