BU Test 2017

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test 2017

Das Verbrauchermagazin „Finanztest“ hat im Juli 2017 einen umfassenden Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung durchgeführt – und zahlreiche sehr gute Angebote gefunden.


BU Test: Fast 50% der Tarife bekam SEHR GUT

Dass Berufsunfähigkeitsversicherungen für Arbeitnehmer und Selbständige wichtig sind, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Viele glauben jedoch, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Einschränkungen im Vertrag und (zu) hohen Beiträgen verbunden ist.

Dass ein guter Berufsunfähigkeitsschutz nicht viel kosten und dabei sogar noch gut sein kann, zeigt nun ein aktueller Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen der Zeitschrift „Finanztest“: In seiner Ausgabe 7/2017 führt das Verbrauchermagazin insgesamt 74 Tarife von verschiedenen Versicherern auf, wobei sowohl selbständige Berufsunfähigkeitstarife als auch Zusatzversicherungen, die den BU-Tarif an eine Risikolebensversicherungen koppeln, berücksichtigt sind.

Nahezu die Hälfte der getesteten Tarife wurde mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet, die restlichen Tarife erwiesen sich überwiegend als „gut“. Nur sieben erhielten ein „befriedigend“, ein einziger Tarif wurde lediglich für „ausreichend“ befunden. Das Testurteil ergab sich einerseits aus den jeweils zugrundeliegenden Vertragsbedingungen, die mit 75 Prozent in die Wertung eingingen, andererseits aus der Verbraucherfreundlichkeit der Anträge.

Zusätzlich wurden die Jahresbeiträge für einen 30-jährigen Diplomkaufmann sowie einen 25-jährigen Industriemechaniker mit einem Kind und eine 25-jährige medizinische Fachangestellte ermittelt und jeweils Rentenhöhen von 2.000 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro vorgegeben. Alle drei Modellkunden waren Nichtraucher; das Endalter der Verträge lag bei 67 Jahren.

BU-Test 2017: Viele Versicherer sind preiswert und gut

Der günstigste Jahresnettobeitrag, den die medizinische Fachangestellte für ihre Versicherung zahlte, lag bei 490 Euro; für den Industriemechaniker ermittelte der BU-Test 2017 einen Bestpreis von 782 Euro. Bei Buchung des Tarifs für 782 Euro erwarb der Industriemechaniker allerdings den schlechtesten der „guten“ Tarife und verzichtete damit auf bestimmte vorteilhafte Vertragsvereinbarungen. Das zweitgünstigste Angebot für 894 Euro beinhaltete bereits keine solchen Beschränkungen mehr.

Der Tarif war hier übrigens derselbe wie der günstigste für die medizinische Fachangestellte, der sich gleichzeitig als zweiplatzierter im gesamten Test erwies. Die Bruttobeiträge, bis zu denen die Prämie theoretisch steigen kann, waren mit 633 Euro für die Fachangestellte und 1.192 Euro für den Mechaniker zugleich die preiswertesten im BU-Testvergleich.

Der Diplomkaufmann erhielt das günstigste Angebot, das mit „gut“ (Note 2,4) bewertet wurde, für 614 Euro. Es barg allerdings auch einige Schwächen hinsichtlich der Antragstellung und war darüber hinaus nicht für alle Branchen geöffnet. Einen bereits mit der Note 1,7 ausgezeichneten, allen Branchen zugänglichen Tarif konnte der Kaufmann für 804 Euro beziehen, wobei der Bruttobeitrag dem Nettobeitrag entsprach; einen „sehr guten“ BU-Tarif (Note 1,4) gab es für 816 Euro Netto- bzw. 1.483 Euro Bruttobeitrag im Jahr.

Daneben erhielt der Diplomkaufmann zwei ebenfalls als „sehr gut“ (Note 1,4) eingestufte Angebote zum Preis von 813 Euro Netto- bzw. 1.271 Euro Bruttobeitrag, die wiederum nur Beschäftigten bestimmter Branchen offenstanden. Die am besten bewerteten Angebote mit gutem Preis waren mit integrierter Nachversicherungsgarantie, Dynamik im Leistungsfall und Stundungsmöglichkeit bei Zahlungsschwierigkeiten gleichzeitig sehr flexibel; die Stundungsmöglichkeit im Tarif für 816 Euro Nettobeitrag war jedoch zeitlich auf weniger als zwölf Monate begrenzt.

Mehrere Angebote zur Berufsunfähigkeitsversicherung einholen

Der BU Test 2017 verdeutlicht, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu guten und günstigen Konditionen zu haben ist. Wer einen BU-Schutz beantragen möchte, sollte zunächst aus möglichst vielen Tarifen auswählen und dabei mehrere geeignete aussuchen. Anschließend sollte er die betreffenden Versicherer anschreiben und sich unter Angabe der persönlichen Merkmale sowie der gewünschten Rentenhöhe ein konkretes Angebot unterbreiten lassen. Bei einem guten Angebot folgt der Antrag bei der Versicherungsgesellschaft, der mit einer Gesundheitsabfrage verbunden ist.

Gerade bei einem nicht ganz einwandfreien Gesundheitszustand kann der Versicherer den Bewerber aber ablehnen. Zusätzlich werden die Antragsdaten – auch für andere Versicherer sichtbar – gespeichert, was dazu führen kann, dass der Antragsteller nirgends mehr angenommen wird. Aufgrund des Risikos der Ablehnung sollten entweder Anträge bei mehreren Versicherern gleichzeitig gestellt oder zuerst eine anonyme Risikovoranfrage über einen unabhängigen Versicherungsberater durchgeführt werden. Bei paralleler Antragstellung gilt es zu beachten, dass der Bewerber verbindlichen Angeboten innerhalb von 30 Tagen schriftlich widersprechen muss, wenn er diese nicht eingehen möchte.

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