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Berufskrankheiten nehmen zu

Der Anteil der Berufskrankheiten steigt an

Im Jahr 2015 gab es einen Anstieg von Berufskrankheiten bei Arbeitnehmern. Da nicht alle durch den Beruf verursachten Krankheiten auch als Berufskrankheiten anerkannt werden, sollte man über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken.

Berufskrankeiten nehmen zu
Nicht jede Berufskrankheit wird auch anerkannt.

Verschiedene Zahlen zur gesetzlichen Unfallversicherung im Jahr 2015 verraten einen Anstieg der Zahl an Berufskrankheiten: Zunächst ist in diesem Jahr in knapp 77.000 Fällen ein Verdacht auf Berufskrankheit bei Arbeitnehmern gemeldet worden, während es im Vorjahr 2014 mit rund 71.700 Fällen noch 7,4 Prozent weniger waren.

In etwa 37.100 dieser Fälle erwies sich der Verdacht als berechtigt, was im Vergleich zu 2014 immerhin noch einen Anstieg von rund einem Prozent bedeutet. Ansprüche auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung, die bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten u.a. Teil- und Vollrenten finanziert, hatten dabei über 16.800 Personen – auch dies ein Mehr von knapp 4,3 Prozent gegenüber 2014.

Die Anerkennung von Berufskrankheiten in nur 16.800 Fällen bedeutet allerdings gleichzeitig, dass rund 20.300 Personen Leistungen aus der Unfallversicherung verwehrt blieben, obgleich die berufliche Tätigkeit als Krankheitsauslöser bestätigt worden war. Dass Krankheiten, die durch den Beruf verursacht werden, nicht immer als Berufskrankheiten zählen, liegt daran, dass es rechtlich gesehen nur bestimmte anerkannte Berufskrankheiten gibt, die in einer Liste zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgeführt werden. Insgesamt umfasst diese Liste derzeit lediglich 77 Krankheiten.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung ist empfehlenswert

Angesichts der steigenden Anzahl an beruflich verursachten Krankheiten und der vergleichsweise geringen Zahl der anerkannten Fälle empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV), die nicht nur bei Berufskrankheiten, sondern bei allen zu einer Berufsunfähigkeit führenden Krankheiten und Unfällen Leistungen in Form einer Berufsunfähigkeitsrente erbringt.

Die Rente wird normalerweise dann ausgeschüttet, wenn der Betroffene nach ärztlicher Prognose für einen längeren Zeitraum nicht mehr in der Lage ist, seinem aktuell ausgeübten Beruf nachzugehen. Gute Berufsunfähigkeitsversicherungen setzen hierbei sechs Monate an.

Eine private BU Versicherung abzuschließen lohnt sich auch deshalb, weil Rentenzahlungen wegen Berufskrankheit durch die gesetzliche Unfallversicherung im Vergleich zum vorherigen Verdienst geringer ausfallen: Selbst bei einer hundertprozentigen Arbeitsunfähigkeit gibt es nur zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes, ansonsten wird lediglich ein gewisser Prozentsatz der Rente ausgeschüttet, der sich nach dem Prozentsatz der Arbeitsunfähigkeit richtet. Rentenleistungen gibt es erst ab einer Arbeitsunfähigkeit von 20 Prozent. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass auch die BU-Versicherer in der Regel erst ab einer festgestellten Berufsunfähigkeit von 50 Prozent leisten.

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Wichtig: Die Leistung der BUV muss stimmen

Es gibt zahlreiche Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen. Wie gut die Chancen auf eine preiswerte BU-Versicherung sind, hängt allerdings maßgeblich vom ausgeübten Beruf, dem Alter und dem Gesundheitszustand des zu Versichernden ab: Beim Beruf unterscheiden die Versicherer in mehrere Risikogruppen, wobei Berufe mit höherem Risiko einer Berufsunfähigkeit auch teurer versichert werden müssen. Auch ältere Versicherungskandidaten zahlen normalerweise höhere Beiträge.

Zudem durchlaufen alle Antragsteller eine Gesundheitsprüfung, die aus einem Fragenkatalog besteht und ehrlich beantwortet werden sollte. Wer eine eher schlechte Gesundheit aufweist, muss ebenfalls tiefer in die Tasche greifen, um sich gegen Berufsunfähigkeit zu versichern. Gerade da jeder Versicherer seine eigene Einteilung in Risikoklassen vornimmt, lässt sich durch die Wahl des richtigen Versicherers jedoch Geld sparen. Interessenten sollten allerdings in jedem Fall darauf achten, dass die Leistung stimmt – denn eine günstige, aber leistungsschwache Versicherung ist immer noch zu teuer bezahlt.

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