Flexi-Rente 2017

Die Flexi-Rente sorgt für mehr Flexibilität

Ab 2017 soll älteren Arbeitnehmern der Übergang in die Altersrente erleichtert werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf zur sogenannten „Flexi-Rente“ ist im September 2016 vom Bundeskabinett beschlossen worden.


Mit der neuen Flexi-Rente 2017 bleiben Sie beweglich.

Bislang ist es für ältere Arbeitnehmer oft nicht attraktiv, früher in Rente zu gehen: Abgesehen von den drohenden Abschlägen ist auch die Höhe eines möglichen Hinzuverdienstes stark eingeschränkt.

Maximal 450 Euro pro Monat dürfen die Rentner im Monat neben ihrer Rente verdienen, zweimal im Jahr sind es 900 Euro. Wer darüber verdient, erhält lediglich noch eine Teilrente, die stufenweise verringert wird. Je nach Verdienst beziehen die Betroffenen dann eine Zweidrittelrente, eine halbe Rente oder eine Eindrittelrente.

Ab 2017 könnte mit dieser Regelung Schluss sein: Geht es nach einem im September 2016 beschlossenen Gesetzesentwurf des Bundeskabinettes, gilt ab dann zwar immer noch eine Jahresgrenze von 6.300 Euro für den Hinzuverdienst, doch sollen nur 40 Prozent des die Grenze überschreitenden Betrages auf die Rentenleistung angerechnet werden. Dies geht allerdings nur, solange Rente und Hinzuverdienst zusammen nicht das frühere Bruttoeinkommen überschreiten.

Die geplante Änderung ist Teil der sogenannten „Flexi-Rente“, über die nun im Bundestag beraten werden soll. In Kraft treten sollen die Entwürfe voraussichtlich im Juli 2017.

Flexi-Rente: Vorteile auch bei regulärer Verrentung

Die Abschläge, die frühe Rentner hinnehmen müssen, können momentan durch höhere Zahlungen, die ab einem Alter von 55 Jahren geleistet werden können, ausgeglichen werden. Dieses Alter würde mit der Flexi-Rente auf 50 Jahre herabgesetzt. Auch denjenigen, die regulär und ohne Abschläge in Rente gehen und hinzuverdienen möchten, soll die Flexi-Rente Vorteile bringen: Bisher galt, dass bereits verrentete Arbeitnehmer keine Beiträge in die Rentenkasse entrichteten, die Arbeitgeber hingegen schon.

Die Arbeitgeberbeiträge wirkten sich jedoch nicht auf die Rentenhöhe aus, so dass Rentner die Höhe ihrer Altersversorgung durch das Arbeitsverhältnis nicht steigern konnten. Dem Gesetzesentwurf zur Flexi-Rente nach sollen in Zukunft Einzahlungen seitens der Arbeitnehmer möglich sein; auch die Beiträge der Arbeitgeber hätten dann eine Steigerung der Rente zur Folge. Zudem hätten Arbeitgeber – zunächst auf fünf Jahre befristet – keine Arbeitslosenbeiträge für Rentner mehr zu zahlen, was die Beschäftigung von Senioren reizvoller gestaltete.

Der Teil des Gesetzesentwurfs, der frühere Ausgleichszahlungen und die Verbesserung der Rentenansprüche betrifft, könnte bereits ab Januar 2017 gelten.

Deutsche Rentenversicherung kritisiert Abrechnungsverfahren

Mit der Einführung der Flexi-Rente sind auch berufsbezogene Gesundheits-Checkups vorgesehen, die zwischen dem 45. und dem 46. Lebensjahr durchgeführt werden: Auf diese Weise könnten gesundheitliche Probleme früher entdeckt und behandelt werden, so dass die Arbeitsfähigkeit bei Erreichen des Rentenalters besser gewährleistet wäre.

Wirtschafts- und Sozialexperten von CDU/CSU und SPD begrüßen den Entwurf zur Flexi-Rente. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hingegen kritisiert, dass die Hinzuverdienstgrenze nicht ganz wegfallen soll.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund steht vor allem der „Spitzabrechnung“ kritisch gegenüber, die mit der Anwendung der Flexi-Rente zum Tragen käme: Dabei würden die Renten auf der Basis einer Einkommensprognose gezahlt, könnten aber nach Zahlung des erzielten Einkommens wieder korrigiert werden. Auch Rückforderungen wären dann möglich.

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