Unterstützungskasse Einzahlung

Wer zahlt in die Unterstützungskasse ein?

Der Aufbau einer Betriebsrente kann durchaus attraktiv sein. Er ist beispielsweise mithilfe der Einzahlung in eine Unterstützungskasse möglich. Die Zahlung kann durch den Arbeitgeber, den Arbeitnehmer oder im Modell der Mischfinanzierung durch beide Seite erfolgen.

Unterstützungskasse Einzahlung
Gängig: Der AG zahlt in die Unterstützungskasse ein.

Die Einzahlung in eine Unterstützungskasse ist eine der Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge. Das Eingezahlte kommt dem Arbeitnehmer bei Verrentung zugute, indem es ihm als Rentenzahlung oder als Kapitalleistung ausgezahlt wird.

Bei der Einzahlung in die Unterstützungskasse gibt es verschiedene Varianten: Der Arbeitgeber kann die Beiträge selbst leisten, oder der Arbeitnehmer zahlt sie von seinem Bruttogehalt. Bei der Unterstützungskasse sind auch Mischformen der beiden Einzahlvarianten möglich.

Einzahlung Unterstützungskasse: Finanzierung durch den Arbeitgeber

Die Arbeitgeberfinanzierung der Unterstützungskasse ist rechtlich nicht vorgeschrieben; der Arbeitgeber kann sie jedoch anbieten und zahlt dann zusätzlich zum monatlichen Gehalt seiner Mitarbeiter Beiträge in die Kasse ein, die unbeschränkt sozialversicherungfrei sind. In der rückgedeckten Unterstützungskasse dürfen diese Beiträge gesteigert, aber nicht gesenkt werden, solange das Arbeitsverhältnis besteht, wobei allerdings Maximalleistungen zu beachten sind.

Ansonsten liegt ihre Höhe im freien Ermessen des Arbeitgebers. Einmalige Einzahlungen in die Unterstützungskasse sind nicht möglich. Die Arbeitgeberleistung wird dem Arbeitnehmer schriftlich zugesagt. Arbeitgeberfinanzierte Vorsorgeleistungen können steuerlich abgesetzt werden und wirken sich für das jeweilige Unternehmen somit steuermindernd aus, was vorteilhaft für den Arbeitgeber ist. Im Falle einer Arbeitgeberfinanzierung werden die Ansprüche der Arbeitnehmer aus der Unterstützungskasse erst nach fünf Jahren unverfallbar, so dass die Mitarbeiter in stärkerem Maße motiviert werden, dauerhaft für ihr Unternehmen zu arbeiten.

Einzahlung Unterstützungskasse: Finanzierung durch den Arbeitnehmer

Neben der Finanzierung durch den Arbeitgeber ist es auch möglich, dass der Arbeitnehmer selbst Beiträge von seinem Bruttolohn an die Unterstützungskasse abführt (Entgeltumwandlung). Darauf besteht ein grundsätzlicher Anspruch. Der Arbeitnehmer bestimmt hier selbst, welchen Betrag er pro Monat abführen möchte; die Summe wird schriftlich festgehalten. Auch hier dürfen die Beiträge in der rückgedeckten Unterstützungskasse allerdings nicht sinken, so dass Arbeitnehmer, die per Entgeltumwandlung für ihr Alter vorsorgen möchten, den Betrag nicht zu großzügig kalkulieren sollten.

Finanziert der Arbeitnehmer seine betriebliche Altersvorsorge, sind die Beiträge bis zu einem Betrag von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sozialabgabenfrei. Steuern müssen ebenfalls nicht entrichtet werden. Aus diesen Gründen ist die arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge aus der Unterstützungskasse besonders für Arbeitnehmer mit mittleren und hohen Einkommen attraktiv. Die Leistungen, die sich der Arbeitnehmer mittels Entgeltumwandlung aus der Unterstützungskasse erwirbt, sind sofort unverfallbar.

Einazhlung Unterstützungskasse: Mischfinanzierung

Eine weitere Lösung besteht in einer gemischten Finanzierung des Beitrages, der monatlich an die Unterstützungskasse gezahlt wird: Dabei können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern entweder einen festen Betrag zusichern, den sie zur Eigenvorsorge dazuerhalten, oder einen bestimmten Betrag in Abhängigkeit von dem von Arbeitnehmer Geleisteten zuschießen. Damit geben sie im Prinzip auch ersparte Beiträge zur Sozialversicherung an die Arbeitnehmer weiter, die diese durch die Entgeltumwandlung vermeiden.

Bei einer echten Mischfinanzierung muss der Arbeitgeberanteil in einem bestimmten Verhältnis zum Arbeitnehmerbeitrag stehen; wird die Einzahlung in die Unterstützungskasse hauptsächlich vom Arbeitnehmer getragen, handelt es sich lediglich um einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung. Bei der Mischfinanzierung sind die Beiträge wie bei der Entgeltumwandlung bis zu einer Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialabgabenfrei, wobei dem Arbeitgeberanteil bei Ausschöpfen des Höchstbetrages der Vorzug gegeben wird: Für den Arbeitnehmeranteil oder einen Teil davon sind dann also unter Umständen Sozialabgaben fällig. Zudem sind die durch Arbeitnehmerbeiträge erworbenen Ansprüche sofort unverfallbar, während die Arbeitgeberbeiträge der fünfjährigen Wartezeit unterliegen.

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