Direktzusage Zusageformen

Direktzusage: Welche Zusageformen bietet die Direktzusage?

Die Direkt- oder auch Pensionszusage kann in Form einer reinen Leistungszusage oder einer beitragsorientierten Leistungszusage ausgestaltet werden. Eine Ausgestaltung in Form einer beitragsorientierten Leistungszusage mit Mindestleistung ist hier nicht möglich.

Direktzusage Zusageformen
Direktzusage: Welche Zusageformen gibt es?

Innerhalb der beiden möglichen Katagorien gibt es wiederum einigen Spielraum: Die Leistungszusage ist als Festbetragszusage, gehaltsabhängige Zusage oder Gesamtversorgungszusage denkbar, während die beitragsorientierte Leistungszusage die geleisteten Beiträge in eine Anwartschaft auf eine der genannten Zusageformen umwandelt.

Die Höhe der Leistungen ist wiederum beitragsabhängig. Gerade für Arbeitnehmer ist es gut zu wissen, wie sich die einzelnen Zusageformen voneinander unterscheiden.

Festbetragszusage mit und ohne Steigerung: Ein reine Festbetragszusage gibt dem Arbeitnehmer einen bestimmten Geldbetrag vor, mit dem er im Monat rechnen kann. So kann der Arbeitgeber ihm beispielsweise eine Rente von 500 Euro zusichern. Der Arbeitgeber hat den Vorteil, dass er die Höhe der Rente nicht mehr ändern muss. Da eine so ausgestaltete Rente keinen Inflationsausgleich vorsieht, ist sie für den Arbeitnehmer allerdings unvorteilhaft.

Bei der reinen Festbetragszusage ist eine Rentenerhöhung im Laufe der Zeit nicht ausgeschlossen; sie liegt jedoch im Ermessen des Arbeitgebers. Arbeitnehmer sind mit einer Festzusage mit regelmäßiger Steigerung, die die Erhöhung der festgelegten Rentensumme um einen gewissen Betrag pro abgeleistetem Dienstjahr vorsieht, in jedem Fall besser bedient. Da die Steigerung um einen festen Betrag erfolgt, ist sie sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer kalkulierbar.

Gehaltsabhängige Zusage

Mit einer gehaltsabhängigen Zusage wird dem Arbeitnehmer ein prozentualer Betrag seines letzten Durchschnittsgehalts oder seines letzten Gehalts vor Rentenbeginn versprochen. Oftmals hängt die Rentenhöhe zusätzlich von der Dienstzugehörigkeit ab. Der Arbeitnehmer zieht hieraus insofern einen Vorteil als seine Rentenansprüche mit jeder Gehaltssteigerung weiter anwachsen – und dies altersunabhängig.

Den Arbeitgeber erwarten allerdings Kalkulationsprobleme, da die zu erwartenden Rentenerhöhungen in Höhe und Häufigkeit sehr unregelmäßig sind: Das erschwert es, angemessene Rückstellungen zu bilden. Daher ist es ratsam, bereits einen Teil der Gehaltssteigerung fest zuzusagen: So kann etwa eine Mindeststeigerung von 2 Prozent pro Jahr vereinbart werden, die sich auch in der Kalkulation niederschlägt.

Gesamtversorgungszusage

Bei einer Gesamtversorgungszusage wird eine Rente zugesagt, die, die gesetzliche Rente bereits berücksichtigt: Die Zusage enthält dann eine Gesamtsumme, die sich aus der gesetzlichen Rente plus der Betriebsrente des Arbeitgebers ergibt. Der Arbeitgeber verpflichtet sich hierbei zur Zahlung der Differenz, die nach Abzug der gesetzlichen Rente zum Gesamtbetrag besteht.

Die Berechnung der Höhe der notwendigen Rückstellungen dürfte sich hier jedoch noch schwieriger gestalten als bei der gehaltsabhängigen Zusage ohne Steigerungsprognose, denn die Leistungshöhe der gesetzlichen Altersrente ist oftmals zu unsicher. Experten raten deshalb meist von der Erteilung einer Gesamtversorgungszusage ab.

Zusage mit Rentendynamik ist besser

Welche der Zusagearten auch gewählt wird: Am besten sollte die Direktzusage gleich eine Rentendynamik vorsehen. Grundsätzlich müssen die betrieblichen Altersrenten nämlich alle drei Jahre überprüft und der Kaufkraftentwicklung angepasst werden. Arbeitgeber dürfen eine solche spätere Steigerung der Altersrente aber nicht berücksichtigen, wenn sie die für die Rente erforderlichen Rückstellungen berechnen.

Es ist jedoch möglich, von vornherein eine Rentendynamik im Betriebsrentenvertrag festzuschreiben, die bereits eine regelmäßige Steigerung der Rentenzahlungen vorsieht, und diese in die Rückstellungsberechnung einzubeziehen. Sofern eine Steigerung um mindestens 1 Prozent pro Jahr gegeben ist, ist der Arbeitgeber einer weiteren Anpassungsverpflichtung ledig. Für Arbeitnehmer ist die Vereinbarung einer festen Rentendynamik aufgrund der Anpassung an die Inflation ebenfalls vorteilhaft.

Direktzusage Service

bAV Überblick