GKV Test 2012

Der GKV Test zeigt die Unterschiede

Zusatzleistungen? Beitragsrückerstattungen? Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt: Kasse ist nicht gleich Kasse! Da die Krankenkassen über einen Teil ihres Angebotes selbst bestimmen können, sind die Leistungen, die sie gewähren, durchaus unterschiedlich.

GKV Test
Der GKV Test 2012 zeigt die Kassen-Unterschiede.

Zugegeben, es ist ein kleiner Teil: Hinsichtlich ihres Angebotes dürfen die Krankenkassen der GKV über lediglich vier Prozent selbst bestimmen - den Rest schreibt das Gesetz vor.

Die Möglichkeit zur Eigeninitiative bleibt von den Kassen jedoch nicht ungenutzt und kann an Angebot und Beitragshöhe tatsächlich einiges ausmachen, wie die Zeitschrift "Euro" in ihrer aktuellen Ausgabe von November 2012 verdeutlicht: "Euro" hat im GKV Test 2012 für vier Musterfälle die besten Krankenkassen ermittelt, wobei der Fokus entweder auf dem Sparpotenzial, dem Angebot an alternativer Medizin, dem Angebot für Versicherte mit Kindern oder einer möglichst guten Versorgung von bereits erkrankten Versicherten lag.

Da nicht jede Krankenkasse ein bundesweites Netz besitzt, wurden die Kassen zudem in drei Kategorien eingeteilt: Kassen mit Filialen in ganz Deutschland, Direktkassen, die über nur wenige Geschäftsstellen verfügen, ihre Kunden aber per Telefon und Internet überall in der Republik betreuen, und regional tätige Kassen, deren Netz sich nicht über alle Bundesländer erstreckt.

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Ergebnis GKV Test

Um das größtmögliche Sparpotenzial in der gesetzlichen Krankenversicherung zu eruieren, wurden im GKV Test 2012 die Kriterien Zusatzbeitrag, Beitragsprämie und die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme der Leistungen erhoben; außerdem erfragte "Euro" die Anzahl der Bonus- und Vorteilsprogramme. Das Ergebnis: In dieser Sparte erhielten zwei Versicherer die Note "sehr gut" - einmal die BKK Gildemeister Seidensticker auf der Ebene der Kassen mit deutschlandweitem Filialnetz, dann die regional vertretene BKK Wirtschaft & Finanzen. Bei den bundesweiten Direktkassen wurde die Securvita Krankenkasse Testsieger mit einem "gut".

Für den Musterfall mit Fokus auf alternativer und sanfter Medizin, der neben dem Angebot an Naturheilverfahren und gesundheitsfördernden Maßnahmen noch weitere Kriterien zu Vorsorgeuntersuchungen sowie der Einrichtung einer medizinischen Infohotline abklopfte, wurde gleich mehrmals die Note "sehr gut" vergeben; Sieger des GKV Tests 2012 wurden hier die bundesweit vertretene Hanseatische Krankenkasse, die regional vetretene AOK Rheinland/Hamburg sowie die Securvita Krankenkasse in der Kategorie Direktkassen.

Als sehr familienorientiert zeigten sich diejenigen Krankenversicherungen, die in Bereichen wie zusätzliche Vorsorge- und Impfleistungen, erweiterter Anspruch auf Hilfen zuhause oder Versorgung bei schweren Krankheiten punkten konnten; die am besten bewerteten Krankenkassen waren die BKK VBU, die bundesweit agiert, sowie auf regionaler Ebene die BKK VDN. Unter den Direktkassen konnte sich erneut die Securvita durchsetzen.

Die Versorgerkassen gewähren unter anderem Vorteilsprogramme, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Telefonservice oder Management bei der Versorgung schwer Erkrankter und Reha-Beratung. Testsieger waren wiederum die Securvita, die AOK Rheinland/Hamburg und die Techniker Krankenkasse, die alle drei ein "sehr gut" erhielten.

Der GKV Test zeigt Sparpotenziale und Leistungsunterschiede

Im GKV Test 2012 stellte sich heraus, dass zwischen den gesetzlichen Krankenkassen gravierende Unterschiede bestehen: Hier gibt es bereits ein hohes Sparpotenzial für Kunden, die sich hauptsächlich an der Höhe der Versicherungsprämie orientieren. So kann man z.B. beim Testsieger in der Kategorie der Direktkassen Securvita, die insgesamt 13 Bonusprogramme anbietet, einen maximalen Bonus von 720 Euro herausholen, während es beim Gruppenzweiten, der mit zehn Bonusprogrammen nicht sehr viel weniger offeriert, lediglich 70 Euro sind.

Auch qualitativ divergieren die Gesetzlichen teils erheblich: Nicht alle Kassen finanzieren bespielsweise Entspannungskurse für Schwangere, bieten eine Rufbereitschaftspauschale für Hebammen oder übernehmen Reiseschutzimpfungen, wenn die Familie in Urlaub fährt. Das Angebot an alternativen Behandlungsmethoden variiert ebenfalls: Während die Hanseatische Krankenkasse 17 verschiedene Naturheilverfahren unterstützt, sind es bei der KKH-Allianz und der BKK Gildemeister Seidensticker mit neun bzw. sieben Angeboten deutlich weniger.

Ein Vergleich der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen kann also sinnvoll sein; je nachdem, welche Erwartungen Kunden an ihre Krankenkasse haben, ist auch ein Wechsel der Kasse zu empfehlen. Bei Krankenkassenwechsel ist lediglich eine zweimonatige Kündigungsfrist zu beachten; außerdem muss der Versicherte danach mindestens 18 Monate bei seiner neuen Versicherung bleiben..

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Kategorie: Krankenversicherung | Mitgliederrekord und hohe Fluktuation bei Krankenkassen | 22.10.2012